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Besser leben: 12) Lebensmotor Atem

Entdecken Sie hier die Atem-Kurzmeditation "Ruhe"!

Nutzen Sie Ihren Lebensmotor Atem und legen Sie öfters kurze Pausen ein, zum Beispiel mit unserer Atemkurzmeditation „Ruhe“.

Der Atem als Lebensbegleiter.

Wir Menschen können mehrere Wochen lang ohne Essen überleben, einige Tage ohne zu trinken, doch nur wenige Minuten ohne zu atmen. Ein gesunder Erwachsener macht etwa alle 3-4 Sekunden einen Atemzug. Das sind 11-15 Atemzüge pro Minute, knapp 1.000 in der Stunde und rund 20.000 pro Tag. 600 Millionen mal atmen wir in unserem Leben, Tag und Nacht und meistens unbewusst. Das Atmen ist die erste und letzte Handlung in unserem Leben. Lesen Sie hier mehr zum Lebensmotor Atem:

Atmung und Sauerstoff.

Die Atmung hat, einmal rein mechanistisch betrachtet, die Aufgabe, Sauerstoff aus der Luft in unseren Körper zu bringen und Kohlenstoffdioxid aus dem Blut abzutransportieren. Gesteuert wird die Atmung bei uns Säugetieren durch das Gehirn beziehungsweise das Atemzentrum im verlängerten Rückenmark. Ausschlaggebend ist dabei die Reaktion von Chemorezeptoren auf den Kohlenstoffdioxid-Gehalt des Blutes. Übersteigt dieser einen gewissen Schwellenwert, setzt der Atemreiz ein.

Zu flach, zu hektisch.

Leider nutzen wir Menschen – jedenfalls der Großteil von uns – unseren Atem nur sehr unzureichend: wir atmen nicht mit unserem ganzen Volumen, sondern nur in die Brust. Wenn wir nur in die Brust atmen, kommt weniger Sauerstoff in den Körper und die Atemfrequenz wird dadurch zwangsweise erhöht. Besonders in Stresssituationen wird der Atem hektisch und flach. Dabei bekommt der Körper erst recht zu wenig Sauerstoff, reagiert automatisch und wir atmen noch unruhiger, schneller und flacher. So missbrauchen wir unseren Lebensmotor Atem. Und das hat Folgen für Körper, Geist und Seele.

Flüsse und Kanäle.

Auch der „Atemkanal“ spielt eine Rolle: bei großem Stress und auch bei körperlicher Anstrengung wird uns oft der Atem knapp. Statt durch die Nase atmen wir dann durch den Mund. Das klingt zwar einleuchtend, der Mund ist immerhin größer als unsere Nasenlöcher, hat aber einen Haken: nur wenn wir durch die Nase atmen, wird die eingeatmete Luft durch Härchen der Nase und durch Schleimhäute gereinigt, angefeuchtet und angewärmt. Das freut Kehle, Stimmlippen, Luftröhre, Bronchien, Bronchiolen und Lungenbläschen – kurz unser ganzes Atemsystem. Wenn es also auch nur irgendwie geht, besser durch die Nase atmen!

Der Atem als Lebensenergie.

„Ja und,“ sagt Otto Normalluftverbraucher, „was soll da schon dabei sein? Atmen ist ja bloß Luft einziehen und auslassen…“ Stimmt. Und ist doch falsch. Richtiges Atmen besteht nämlich nicht aus 2, sondern aus 3 Teilen: Einatmen – Ausatmen – Pause. Warum gerade das Ausatmen und die Pause so wichtig ist, erschließt sich nicht auf den ersten Blick, das hängt mit einer Funktion des Atmens zusammen, die weit über den reinen Lufttransport hinausgeht. Der eigene Atem ist nämlich die einfachste und ureigenste Möglichkeit, Ruhe und Gelassenheit zu finden, Heiterkeit und inneren Frieden zu finden, Glück und Freude zu entdecken und – ja, lachen Sie ruhig – das Leben zu verlängern.

Der Lebensmotor Atem als Weg zur Entspannung.

Denn je ruhiger und langsamer wir atmen, desto mehr kann sich in uns Entspannung ausbreiten, desto besser wird unser ganzer Körper, jede einzelne unserer Zellen mit lebenswichtigem Sauerstoff versorgt und desto gründlicher atmen wir alles Kohlenstoffdioxid ab und alles, was uns belastet können wir loslassen, Atemzug für Atemzug. So wissen Kardiologen zum Beispiel, dass die Chancen eines Patienten nach einer Herzoperation wieder gesund zu werden, wesentlich davon abhängen, wie gut er Entspannungstechniken gelernt hat und nutzen dazu den Lebensmotor Atem als eigene Atemtechnik mit den 3 Schritten: Einatmen – Ausatmen – Pause. Üben Sie gleich jetzt!


Bild: Luft, Sonne, Freiheit – was für die Möve klar ist, darf auch für uns Menschen sein!
Foto: TELOS

 

Unsere Atemkurzmeditation „Ruhe“:

1) Setzen Sie sich aufrecht hin, auch der Kopf ist gerade und aufrecht. Beide Füße berühren den Boden.

2) Erlauben Sie nun Ihren Augen, sich für eine kleine Weile zu schließen. Dann beginnen Sie ganz bewusst alle Ihre Muskeln zu entspannen, vom Scheitel bis zur Sohle, vom Gesicht bis hin zu den Zehen. Lassen Sie dann mit einem genüsslichen Ausatmen los. Ihr Atem fließt nun ruhig und regelmäßig.

3) Machen Sie nach jedem Ausatmen eine kleine Pause, und spüren Sie Ihrem Atem nach. Sprechen Sie in diesen Pausen innerlich langsam das Wort Ruhe: „Ruuuuuuuuheeeeeee…“. Wenn Sie bereits öfters damit geübt haben, darf die Pause länger werden und Sie sagen sich: „Ich bin gaaaanz Ruuuuuhig…“.

4) Atmen Sie dabei durch die Nase ein und durch den Mund aus, hören Sie auf Ihre Atmung. Je mehr Sie sich entspannen, desto ruhiger wird Ihre Atmung, ruhiger und tiefer. Und je ruhige Sie atmen, desto mehr werden Sie sich entspannen. Und so weiter. Dabei kann es vorkommen, dass Ihnen irgendwelche „wichtigen“ Alltagsdinge einfallen oder dass auch aus Ihrem Unterbewusstsein Gedanken auftauchen. Um all diese Störenfrieden brauchen Sie sich im Moment nicht zu kümmern, geben Sie diesen Gedankenwölkchen keine Wichtigkeit, lassen Sie diese einfach kommen und wieder gehen – so wie ein kleines weißes Wölkchen, das an einem schönen, blauen Sonnentag irgendwo am Firmament auftaucht und auch wieder am Horizont verschwindet, ganz von alleine, ganz ohne Bedeutung.

5) Und wenn sie das Gefühl haben, es reicht, dann nehmen Sie sich einen besonders tiefen Atemzug, halten für einen kleine Weile die Luft an, ballen die Fäuste, spannen Ihre Muskeln an, strecken und gähnen Sie herzhaft, lassen die Luft mit einem wohligen Seufzer entweichen und öffnen wieder die Augen. Sie sind wieder hier, in Ihrer gewohnten Umgebung – und doch ein klein wenig anders als gerade vorher.

Der vielhundertfach bewährte Weg:

Und wenn Sie mit Ihren Wünschen wirklich ernst machen wollen, wenn Sie Dinge in Ihrem Leben, die Ihnen wirklich wichtig sind, endlich gründlich klären wollen, wenn grundsätzliche Entscheidungen fällig sind, Neuorientierung gewünscht oder notwendig geworden sind – dann sollten Sie auf die Kraft professioneller Unterstützung vertrauen. In unseren psychologischen Beratungen und Seminaren lernen Sie im geschützten Rahmen, die eigene Situation wahrzunehmen, zu reflektieren und auch für unlösbar erscheinende Situationen neue Aus-Wege zu finden. So bieten sie die Chance, durch kontinuierliche Arbeit an sich selbst und mit achtsamer professionelle Leitung tatsächlich Wesentliches im eigenen Leben zu verändern!

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Mag. Magdalena Gasser
Institutsleitung, Personalentwicklung, Coaching