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Besser verkaufen: Oh Schreck, der Preis.

Der Moment der Wahrheit im Verkaufsgespräch

Selbstbewusst verkaufen – erfolgreich abschließen

Wie Sie nie mehr „Oh Schreck, der Preis“ denken, sondern auch hohe Preise souverän verkaufen!

Oh Schreck, der Preis, sagen viele Verkäufer – und zögern

Viele Verkäufer kennen den Moment: Der Preis steht im Raum – und plötzlich wird die Stimme leiser, der Blick wandert zur Tischkante, und innerlich denkt man: Oh Schreck, der Preis… Dabei liegt das Problem selten im Preis selbst. Studien aus der Harvard Business School und der europäischen Vertriebsforschung zeigen: Kaufentscheidungen werden stärker von wahrgenommenem Nutzen, Vertrauen und emotionaler Sicherheit geprägt als vom reinen Preis. Anders gesagt: Menschen zahlen gerne mehr – wenn sie verstehen, warum. Rabatt ist keine Strategie, der teuerste Fehler ist zu billig verkaufen. Und genau hier beginnt souveränes Verkaufen.

 

Warum hohe Preise oft nur im Kopf entstehen

Viele Verkäufer argumentieren defensiv, rechtfertigen sich oder geben zu früh Rabatte. Nicht aus Strategie – sondern aus Unsicherheit. Kunden spüren das sofort. Ein hoher Preis wirkt dann wie ein Problem, nicht wie ein Qualitätsmerkmal. Doch wer den Nutzen klar, strukturiert und selbstbewusst vermittelt, erlebt oft das Gegenteil: Preise werden akzeptiert, weil der Wert sichtbar wird.

Der Preis ist das, was man bezahlt. Der Wert ist das, was man bekommt.
Peter Drucker (1909-2005) Österreicheisch-US-amerikanischer Ökonom, Autor und Hochschullehrer, gilt als Begründer des modernen Managementdenkens


Wenn es bloß ein Brotgeschäft im Ort gibt und bloß eine einzige Brotsorte ist der Preis keine Frage und Verkaufen keine Kunst.
Geradezu „historisches“ Bild in einem kleinen spanischen Dorf.
Foto: TELOS

Die 7 besten Praxis-Tipps für souveräne Preisgespräche
1. Den Nutzen vor den Preis stellen

Erst Wirkung, Ergebnis und Mehrwert schildern. Dann den Preis nennen und gleich fortfahren, was dieser Preis alles enthält und den Kundennutzen anführen.
Beispiele:
• Ein Verkäufer für Software erklärt zuerst, wie viel Zeit pro Woche eingespart wird und welche Fehler vermieden werden – erst danach nennt er den Preis.
• Ein Berater beschreibt, wie sich die Lösung auf Umsatz oder Kundenzufriedenheit auswirkt, bevor über Kosten gesprochen wird.
• Im Außendienst zeigt ein Vertreter anhand eines Kundenbeispiels, welche konkreten Ergebnisse andere Unternehmen bereits erzielt haben.

2. Preise ruhig und selbstverständlich aussprechen

Keine Rechtfertigung, kein Flüstern, kein „nur“.
Beispiele:
• Der Verkäufer nennt den Preis in einem ruhigen Tonfall und macht danach eine kurze Pause, statt sofort zu erklären oder zu relativieren.
• In einer Präsentation steht der Preis klar auf einer Folie, ohne Sternchen oder kleingedruckte Entschuldigungen.
• Ein Verkäufer ersetzt Formulierungen wie „das kostet leider…“ durch „die Investition beträgt…“.

3. Vergleichsrahmen schaffen

Was kostet Stillstand? Was kostet eine schlechte Entscheidung?
Beispiele:
• Ein Berater rechnet vor, was Produktionsstillstand pro Stunde kostet – und setzt das in Relation zum Preis der Lösung.
• Ein Verkäufer im Dienstleistungsbereich zeigt, welche Kosten durch ineffiziente Prozesse jährlich entstehen.
• Ein Kundenberater stellt die provokante Frage: „Was würde passieren, wenn sich an der Situation in den nächsten zwölf Monaten nichts ändert?“

 


Schnappschuss aus einem unserer Verkaufsseminare:
Eine Gruppe von jungen Mitarbeitern üben Verkaufstechniken.
Foto: TELOS

 

4. Den Kunden rechnen lassen

Preis pro Tag, pro Nutzung oder pro Mitarbeiter relativiert Summen.
Beispiele:
• Statt 3.600 € Jahreskosten spricht der Verkäufer von „10 € pro Tag“.
• Eine Schulung wird nicht als Gesamtpreis dargestellt, sondern als Kosten pro Teilnehmer und Arbeitstag.
• Ein Anbieter erklärt, dass sich die Investition pro Mitarbeiter auf wenige Euro pro Woche verteilt.

5. Pausen aushalten

Nach dem Preis schweigen. Wer zuerst spricht, verliert oft.
Beispiele:
• Nach der Preisnennung lehnt sich der Verkäufer leicht zurück und wartet ruhig auf die Reaktion des Kunden.
• In einer Videokonferenz sagt der Verkäufer den Preis und hält bewusst drei bis fünf Sekunden Stille aus.
• Der Verkäufer vermeidet es, sofort Rabatte oder Zusatzargumente nachzuschieben.

6. Einwände als Interesse sehen

Fragen bedeuten meist: Der Kunde denkt bereits ans Kaufen.
Beispiele:
• Statt sich zu verteidigen, fragt der Verkäufer: „Was genau macht Ihnen daran noch Gedanken?“
• Ein Kunde sagt „Das ist teuer“ – der Verkäufer antwortet ruhig: „Woran messen Sie das?“
• Ein Verkäufer notiert Einwände sichtbar und geht sie strukturiert durch, statt spontan zu reagieren.

7. Innere Haltung trainieren

Wer selbst überzeugt ist, wirkt überzeugend. Punkt.
Beispiele:
• Verkäufer bereiten sich vor, indem sie den Nutzen ihres Angebots in eigenen Worten formulieren und laut üben.
• In Trainings werden schwierige Preisgespräche realistisch simuliert, um Sicherheit aufzubauen.
• Verkäufer sammeln bewusst Erfolgsgeschichten von Kunden, um sich vor Gesprächen daran zu erinnern, welchen Wert sie tatsächlich verkaufen.

 

Auto Luxus teuer Lamborghini Huracan / Repro: TELOS - webfrei 2866
Bild: Manches verkauft sich gerade wegen seines hohen Preises: Er verspricht Exklusivität.
Repro: TELOS

Hohe Preise verkaufen heißt: Klar denken, klar sprechen, klar auftreten

Hohe Preise sind kein Risiko – Unsicherheit ist es. Wer den Nutzen konsequent voranstellt, Preise selbstverständlich nennt und Stille aushält, verändert die Dynamik im Gespräch grundlegend. Kunden orientieren sich an Klarheit und Sicherheit. Genau deshalb wirken Verkäufer erfolgreich, die strukturiert argumentieren, Vergleichsrahmen schaffen und Einwände gelassen aufnehmen. Preisgespräche sind dann keine Verteidigung mehr, sondern ein Teil professioneller Beratung. Kurz gesagt: Nicht der Preis entscheidet über den Abschluss, sondern die Haltung, mit der er präsentiert wird.

 


Wie liese sich denn ein beliebiger Stein, gerade zufällig von der Straße aufgelesen, hochpreisig verkaufen?
Schnappschuss aus einem unserer Verkaufstrainings
Foto: TELOS

Souverän verkaufen kann man lernen – Selbstbewusstsein ist trainierbar!

Der sichere Umgang mit Preisgesprächen ist keine angeborene Begabung, sondern eine trainierbare Kompetenz. Weiterbildung bringt gerade hier enorme Vorteile: Verkäufer lernen, Nutzen überzeugend zu formulieren, Einwände strukturiert zu behandeln oder Preisgespräche gezielt zu steuern – etwa durch Rollentrainings, Video-Feedback oder praxisnahe Simulationen. Bei TELOS arbeiten wir seit über 30 Jahren mit den aktuellsten Methoden, entwickeln maßgeschneiderte Trainings und stimmen Inhalte exakt auf Branche, Zielgruppe und Verkaufsrealität ab. Individuelle Übungen und Lernerfolgskontrollen sorgen dafür, dass neue Fähigkeiten nicht nur verstanden, sondern auch angewendet werden – genau dort, wo es zählt: im echten Kundengespräch!

Darf’s ein bisschen mehr sein?

Ein offenes Wort an die Geschäftsleitung: Ihr Unternehmen lebt nicht von dem, was Sie produzieren, sondern von dem, was Sie verkaufen! Machen Sie aus Ihren Kundenberatern Top-Verkäufer – spendieren Sie Ihren Mitarbeitern, Kundenberatern und Außendienstlern eines unserer gezielten Seminare zu Verkauf und Verhandlung. Oder holen Sie sich Ihr persönliches Inhouse-Seminar auf Maß, speziell für Ihre Mitarbeiter, speziell für Ihre Bedürfnisse – vom individuellen Anreiß-Seminar zum Follow-up-Treffen mit Effizienz-Kontrolle! Hier einige besonders erfolgreiche Chancen:

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Mag. Magdalena Gasser
Institutsleitung | Personalentwicklung | Coaching

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