slide one

Business-Knigge: Digitale Verkaufssituationen meistern

Vertrauen braucht mehr als Bandbreite.

Technik gut, Wirkung besser!

So können Sie locker digitale Verkaufssituationen meistern

Der Kanal entscheidet mit

Digitale Verkaufssituationen haben einen Vorteil: Niemand muss quer durch halb Europa fahren, nur um festzustellen, dass der andere eigentlich doch lieber nächste Woche sprechen wollte. Sie haben aber auch einen Nachteil: Viele klassische Wirkungssignale kommen nur gefiltert, verkleinert oder mit leichtem WLAN-Leidensdruck an. Gerade deshalb ist Business-Knigge im digitalen Verkauf kein Nebenfach für Technikfans, sondern ein echter Erfolgsfaktor. In B2B-Beziehungen laufen Interaktionen heute zunehmend über Email, Messaging und Videokonferenzen; zugleich zeigen aktuelle Studien, dass gerade diese Kanäle den Aufbau von Sozialkapital, Vertrauen und Beziehungsqualität stark prägen. Mit dem richtigen Know-How können Sie prima auch digitale Verkaufssituationen meistern.

Vertrauen auf Distanz

Im digitalen Verkauf gelten nicht einfach dieselben Regeln wie im Besprechungsraum, nur mit Kamera. Online werden andere Dinge sichtbar: Reaktionsgeschwindigkeit, Tonqualität, Blickführung, Struktur, Klarheit, Übergänge, technische Sorgfalt und die Fähigkeit, trotz Distanz Nähe herzustellen. Forschung zu video-basierten Sales Interactions zeigt, dass Videogespräche im B2B-Vertrieb Kundenbeziehungen deutlich beeinflussen und dafür eigene kommunikative Kompetenzen verlangen.

Das Wichtigste in der Kommunikation ist, zu hören, was nicht gesagt wird.
Peter F. Drucker (1909–2005), österreichischer Unternehmensberater und Vordenker moderner Managementlehre.
Er betont die Bedeutung von Führung, Verantwortung und wirksamer Kommunikation.

Online ist nicht nebenbei

Digitale Professionalität heißt deshalb nicht, geschniegelt und gestriegelt vor der Webcam zu sitzen wie ein Nachrichtensprecher auf Probe. Es heißt: klar, präsent, verbindlich und menschlich wirken – trotz Bildschirm, Zeitverzug und der ständigen Versuchung, nebenbei noch schnell drei andere Dinge zu machen.


Zum Kunden fahren oder nur telefonieren? Weder noch: online!
Effizienter und visueller als bloß per Telefon, fast wie persönlich – doch ohne Wegstrecke, also schneller und billiger: keine Reisezeit, keine Transferkosten.
Kopie aus unseren Seminarunterlagen, Repro und Bild: TELOS

6 mal besser unterwegs:  die besten Praxistipps für digitale Verkaufssituationen, die professionell wirken – statt technisch und sozial zu zerfasern

Online verkauft man nicht schlechter als offline. Aber anders. Wer digitale Verkaufssituationen souverän meistern will, braucht mehr als stabiles Internet und einen halbwegs lebendigen Hintergrund. Es geht darum, auch auf Distanz Vertrauen, Struktur und Verbindlichkeit zu erzeugen.

1. Technik ist nicht Nebensache, sondern Teil Ihrer Wirkung

Im digitalen Kontakt wirkt Technik direkt auf Professionalität. Schlechter Ton, flackerndes Bild, suchende Blicke, ein schiefes Mikrofon oder die berühmten ersten vier Minuten mit „Hören Sie mich?“ kosten nicht nur Nerven, sondern auch Autorität. In Video-basierten B2B-Interaktionen beeinflussen solche Rahmenbedingungen die Qualität der Beziehung und die gemeinsame Arbeitsfähigkeit spürbar. Praxisbeispiele:– Kamera, Ton und Licht vor dem Termin testen.
– Headset oder gutes Mikrofon nutzen statt Hallraum-Akustik.
– Den Meeting-Link vorab prüfen, nicht erst auf den letzten Klick.
– Bildschirm, Unterlagen und Präsentation so vorbereiten, dass kein hektisches Suchen entsteht.

ist Teil des Business-Knigge
Keine Angst vor dem Kamera-Auge!
Mit unseren Tipps pflegen Sie auch online erfolgreiche Kontakte.
Foto: TELOS

2. Präsenz online muss sichtbarer geführt werden

Im Raum merkt man leichter, ob jemand zuhört. Online verschwimmen diese Signale schneller. Darum braucht digitale Präsenz etwas mehr bewusste Führung: Blick in die Kamera, kurze verbale Rückmeldungen, klare Übergänge, sichtbare Aufmerksamkeit. Zugleich zeigt Forschung zu Videokonferenzen, dass nonverbale Verarbeitung online anstrengender sein kann und leicht in Überforderung kippt. Gute digitale Wirkung ist daher weder starres Dauerlächeln noch Webcam-Hypnose, sondern dosierte Präsenz. Praxisbeispiele:
– Beim Sprechen regelmäßig in die Kamera statt nur auf das eigene Bild schauen.
– Mit kurzen Signalen wie „verstehe“, „gern“, „lassen Sie uns das ordnen“ Orientierung geben.
– Nicht während des Gesprächs tippen oder sichtbar auf Zweitbildschirme abtauchen.
– Pausen bewusst setzen, damit Online-Gespräche nicht wie ein Wortgewitter wirken.

3. Online gewinnt Struktur noch mehr an Gewicht

Digitale Gespräche verzeihen Unklarheit schlechter als Präsenztermine. Wenn Übergänge holpern, Zuständigkeiten unklar bleiben oder niemand weiß, worauf das Gespräch hinausläuft, entsteht schneller Ermüdung. Studien zu digitalen Eins-zu-eins-Kanälen in B2B-Beziehungen zeigen, dass gerade personalisierte digitale Kommunikation zum Aufbau von Sozialkapital beiträgt – wenn sie klar und beziehungsorientiert geführt wird. Praxisbeispiele:
– Den Termin mit Ziel, Ablauf und Zeitrahmen eröffnen.
– Themen sichtbar bündeln: „Erstens Bedarf, zweitens Lösung, drittens nächste Schritte.“
– Nach 15–20 Minuten kurz zusammenfassen, wo man steht.
– Am Ende klare Zuständigkeiten und Termine festhalten.

4. Kamera-Etikette ist keine Eitelkeit, sondern Respekt

Der Bildausschnitt, der Hintergrund, die Blickhöhe und die Lichtführung sind keine reinen Stilfragen. Sie senden Botschaften über Sorgfalt, Ernsthaftigkeit und Professionalität. Wer im Gegenlicht verschwindet, die Kamera unter Kinnhöhe parkt oder aus einem optischen Wäschekorb heraus verkauft, macht es dem Gegenüber unnötig schwer. Digitale Verkaufssituationen leben davon, dass begrenzte visuelle Signale überhaupt gut lesbar werden. Praxisbeispiele:
– Kamera auf Augenhöhe platzieren.
– Ruhigen, professionellen Hintergrund wählen.
– Licht von vorne statt von hinten nutzen.
– Das eigene Videobild klein halten, damit Sie nicht ständig sich selbst kontrollieren.


Zeigen Sie Ihr Gesicht: das verhilft Ihren Kunden zu mehr Vertrauen!
Logo unserer Online-Trainings.
Grafik: TELOS

5. Digitale Verkaufssituationen meistern bedeutet auch, das richtige Medium zu nutzen

Nicht jedes Thema gehört in denselben Kanal. Studien zu Kommunikationsformaten nach Fehlleistungen im B2B-Vertrieb zeigen, dass das gewählte Medium Einfluss darauf hat, wie stark negative Effekte abgefedert werden können. Heikle Themen, heikle Korrekturen oder Beziehungsreparaturen brauchen oft reichere Kanäle als eine knappe Nachricht. Praxisbeispiele:
– Komplexe Angebote lieber im Videocall oder Telefonat erläutern als nur per Mail schicken.
– Reklamationen nicht zwischen zwei Messenger-Nachrichten versenken.
– Bei Missverständnissen schneller zum persönlichen Kanal wechseln.
– Für reine Fakten und Terminabsprachen gern knappe, schriftliche Kanäle nutzen.

6. Vertrauen entsteht online nicht von selbst

Digitale Nähe ist kein Selbstläufer. Nur weil man sich sieht, entsteht noch kein Kontakt. Forschung zu virtuellen und menschlichen Verkaufssituationen zeigt, dass Vertrauen auch online stark über Kompetenz, Wohlwollen und Integrität aufgebaut wird. In digitalen B2B-Beziehungen spielen zudem wiederkehrende persönliche Eins-zu-eins-Kanäle eine zentrale Rolle beim Aufbau von Sozialkapital. Praxisbeispiele:
– Pünktlich erscheinen und vorbereitet sein.
– Verbindliche Zusagen machen und einhalten.
– Den Kunden auch online sichtbar ernst nehmen, nicht nur Folien abspulen.
– Nach dem Termin mit klarer, sauberer Zusammenfassung nachfassen.

Präsenz trotz Bildschirm: Digital verkauft mit

Digitale Verkaufssituationen sind kein Ersatz zweiter Klasse, sondern ein eigener professioneller Kommunikationsraum. Wer Technik beherrscht, Präsenz sichtbar macht, Gespräche klar strukturiert, Kamera-Etikette ernst nimmt, den passenden Kanal wählt und Vertrauen aktiv aufbaut, wirkt auch online souverän und verbindlich. Gerade im Vertrieb ist das entscheidend, weil Kunden digitale Kontakte heute nicht mehr als Notlösung erleben, sondern als normalen Teil professioneller Zusammenarbeit. Business-Knigge endet also nicht an der Bürotür. Er sitzt längst mit im Videocall.

 


Kamera an, Chaos aus!
Schnappschuss aus einem unserer Online-Seminare.
Screenshot: TELOS

Souverän auf Sendung – Motto: Auch online zählt der gute Eindruck

Digitale Wirkung lässt sich trainieren. In TELOS-Seminaren, Trainings und Coachings zeigt sich immer wieder, wie stark Unternehmen profitieren, wenn Verkäufer, Berater und Führungskräfte ihre Online-Präsenz bewusster gestalten: Videotermine wirken klarer, digitale Erstkontakte verbindlicher, heikle Online-Gespräche sicherer und Teams kommunizieren über Kanäle hinweg konsistenter. Seit über 30 Jahren entwickelt TELOS maßgeschneiderte Weiterbildungsmaßnahmen mit hochaktuellen Methoden und Lernerfolgskontrolle. Das Ergebnis: weniger digitale Reibung, mehr Vertrauen und Verkaufsgespräche, die auch online professionell gelingen.

Verkauf Messe Vorführung / Foto: TELOS - IMG_0476vbGEinige unserer Seminare zu Verkauf und Verhandlung  >>

Die TELOS.Expertenbox:

Digitale Verkaufssituationen gelingen nicht durch Technik allein. Entscheidend sind Präsenz, Klarheit, saubere Struktur und spürbare Verbindlichkeit. Wer online Vertrauen aufbaut, verkauft auch auf Distanz professionell.

Das maßgeschneiderte Programm für Ihr Unternehmen!

Gerne entwickeln wir für Sie Ihr maßgeschneidertes Weiterbildungsprogramm – abgestimmt auf Ihre Anforderungen, zugeschnitten auf Ihr Unternehmen. Sprechen Sie dazu direkt mit unserer Institutsleiterin:

Mag. Magdalena Gasser
Institutsleitung | Personalentwicklung | Coaching

Wissenschaftliche Veröffentlichungen zum Thema

Keränen, J. et al. (2024): Video-based sales interaction in cross-cultural B2B relationships – untersucht, wie videobasierte Verkaufsinteraktionen Kundenbeziehungen im B2B-Kontext beeinflussen.   Alaimo, C. et al. (2025): The role of one-to-one digital channels in developing social capital – zeigt die Bedeutung personalisierter digitaler Kanäle wie Email, Messaging und Video für Sozialkapital in Buyer-Seller-Beziehungen.   Ojala, A. et al. (2017): Supplier-customer engagement for collaborative innovation using video conferencing – beschreibt, wie Videokonferenzen in B2B-Beziehungen Kognition, Austausch und Bindung unterstützen können.

Lesen Sie mehr dazu

Business-Knigge >>