
Mit Tabletten ist es nicht getan
Und manchmal ist sie genau das Richtige. Doch wer regelmäßig unter Kopfschmerzen leidet, weiß: Mit Tabletten allein ist es oft nicht getan! Körper und Psyche beeinflussen sich gegenseitig. Stress, innere Anspannung und unsere Gefühlslage können auch unser Schmerzempfinden beeinflussen. Deshalb beziehen moderne Behandlungskonzepte bei chronischen Kopfschmerzen neben medizinischen Maßnahmen häufig auch psychologische Verfahren mit ein. Probieren Sie unsere Übungen gegen Kopfschmerzen aus und entdecken Sie, wie wohltuend kleine Veränderungen sein können!
Berührungen können erstaunlich viel bewirken. Denken Sie daran, wie wir ein Kind trösten, einem lieben Menschen über den Rücken streichen oder ein Haustier kraulen. Solche Berührungen vermitteln Nähe und Geborgenheit und können beruhigend wirken. Tausende von Sinneszellen in unserer Haut nehmen Berührungsreize auf und leiten sie über Nervenbahnen an das Gehirn weiter. Dort werden sie verarbeitet und können beeinflussen, wie wir uns fühlen. Auch unser Schmerzempfinden ist kein rein mechanischer Vorgang. Es wird durch zahlreiche körperliche und psychische Faktoren beeinflusst. Entspannung, angenehme Berührungen und das Gefühl von Sicherheit können dazu beitragen, Schmerzen weniger belastend zu erleben. Neugierig geworden? Dann machen Sie doch unseren Kopfwehtest!
Wenn Ihnen das nächste Mal der Kopf brummt, probieren Sie bei leichten, Ihnen vertrauten Kopfschmerzen eine unserer Übungen aus. Beobachten Sie einfach, was geschieht – ohne große Erwartungen, dafür mit Neugier und einer positiven inneren Einstellung.
1) Hand auflegen
Legen Sie sich erst einmal selbst die Hand auf! Zum Beispiel auf die Stirn oder in den Nacken. Reiben Sie vorher die Hände aneinander, wenn Sie Wärme als angenehm empfinden. Oder kühlen Sie Ihre Hände mit Wasser, wenn Ihnen etwas Frische lieber ist. Spüren Sie, was Ihnen guttut.
2) Nacken, Schläfen und Stirn massieren
Haben Sie jemanden, der Ihnen etwas Gutes tun möchte? Dann lassen Sie sich sanft den Nacken massieren, noch sanfter die Schläfen und ganz vorsichtig auch die Stirn. Sind Sie allein, können Sie sich natürlich auch selbst eine kleine Massage gönnen. Wichtig: Nur so viel Druck ausüben, wie angenehm ist. Gerade bei Migräne können Berührungen manchmal auch als unangenehm empfunden werden.
3) Pfefferminzöl
Auch Pfefferminzöl kann bei Spannungskopfschmerzen Linderung bringen. Verwenden Sie dafür ein geeignetes, entsprechend verdünntes Präparat und beachten Sie die Anwendungshinweise. Tupfen Sie es vorsichtig auf Stirn oder Schläfen. Unbedingt Abstand zu Augen und Schleimhäuten halten!
Weil Sie dabei etwas Interessantes über sich selbst erfahren können: Was tut mir gut? Was verändert sich, wenn ich mir bewusst Zeit nehme, zur Ruhe komme und meinem Körper Aufmerksamkeit schenke? Vielleicht lässt der Schmerz nach. Vielleicht fühlen Sie sich einfach ein wenig entspannter. Und vielleicht entdecken Sie, wie eng körperliches Wohlbefinden, innere Anspannung und unsere Gedanken miteinander verbunden sind. Unser Kopfwehtest ist natürlich kein Ersatz für eine medizinische Behandlung. Bei häufigen, ungewöhnlichen oder anhaltenden Kopfschmerzen ist eine ärztliche Abklärung wichtig. Auch bewährte Medikamente haben ihren Platz – entscheidend ist, die passende Behandlung zu finden.
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Bild: Was rotiert da gerade, was klemmt, was schmerzt?
Collage aus einem Schnappschuss bei einem TELOS-Training.
Foto und Grafik: TELOS
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Die drei Übungen passen vor allem zu leichten Spannungskopfschmerzen. Bei Migräne können andere Maßnahmen und gezielte Medikamente notwendig sein. Sprechen Sie dazu mit Ihrem Hausarzt!
Was für den Körper gilt, gilt in mancher Hinsicht auch für die Psyche: Wenn wir in einer seelischen Sackgasse stecken, reicht es selten, die Beschwerden einfach zu übergehen und darauf zu hoffen, dass sich alles von selbst löst. Umso wichtiger ist es, seelisches Unbehagen ernst zu nehmen und rechtzeitig etwas zu verändern. Denn belastende Erfahrungen, ungelöste Konflikte oder festgefahrene Verhaltensmuster können uns manchmal über Jahre begleiten.
Wege aus der Sackgasse: besonders hilfreich sind dabei unsere professionellen psychologischen Seminare, Beratungen und Coachings. Hier zwei vielhundertfach bewährte Wege aus unserer „Wanderkarte“:


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Mag. Magdalena Gasser
Institutsleitung | Personalentwicklung | Coaching