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Die dunkle Zeit: 6) Dunkelheit verlassen!

Dunkelheit ist nicht für immer.

Dunkelheit verlassen und dafür das Licht sehen.

Dunkelheit, ein Leben lang?

Nein, Dunkelheit ist nicht für immer! „Die ewigen Sterne kommen wieder zum Vorschein, sobald es finster genug ist.“ sagt der schottische Philosoph Thomas Carlyle. Um die Dunkelheit jedoch verlassen zu können, hilft keineswegs das Verdrängen. Nein, es braucht hingegen die Bereitschaft, sich mit den dunklen Seiten auseinander zu setzen und auch darüber zu sprechen. Erst dann gibt es die Chance, dieses Dunkel tatsächlich hinter sich zu lassen. Wir wollen Ihnen dazu beispielhaft ein Gedicht eines Betroffenen vorstellen. Der Verfasser will anonym bleiben. Er beschreibt mit sehr einfachen Worten und simplen Reimen seinen Lebensweg: erst überlebt er durch Verdrängen. Ersatzhandlungen, falsche Freunde, falsche Rollen… Irgendwann kommt dann der Zusammenbruch, wo Verdrängen nichts mehr hilft und Unverarbeitetes gewaltsam an die Oberfläche kommt. Dann die Auseinandersetzung mit den eigenen seelischen Leiden und durch diese Auseinandersetzung die Erlösung – der Beginn der Erlösung. Ein Gedicht, das Mut machen soll, die Dunkelheit verlassen ist möglich. Und dazu wünschen wir Ihnen – gute Reise!

Dunkelheit verlassen:

Lesen Sie hier die Worte eines Betroffenen:

Dunkelheit, ein Leben lang, die meine Freundschaft sich erzwang.
Kein Weg heraus, die Tür blockiert, die Fenster mit der Angst verschmiert.
Die Menschen fremd, konnt’s nicht verstehen, dass sie die Qual in mir nicht sehen.
Dass nicht mal, wer sich Freund doch nannte, den Schmerz auf meiner Seele kannte.
Die Freundschaft wurd` zur Liebe schnell, ich mocht‘ es dunkel, niemals hell.
Vertrieb die Angst durch böses Lachen, durch falsche Freunde und so Sachen.
Doch irgendwann, da ging’s nicht mehr, die Angst zu stark, der Kampf zu schwer.
Von falschen Freunden nur umgeben, War ich der Sache unterlegen.
Was auf der Seele, ganz tief unten, noch fest mit Ketten angebunden,
seit Jahren an den Fesseln zerrte, und gegen das ich mich so wehrte.
Brach dann bis ganz nach oben durch. Die ganzen, langen Jahre Furcht.
Ich wusste nicht, wie’s weitergeht. Hatt’ ich den falschen Weg gelebt?
So lange Zeit, die ich dann brauchte,  Die mich selbst körperlich noch schlauchte.
Bis ich herausfand, was mich quält. Was meiner Seele wirklich fehlt.
Heut kann ich sehn, wies ist im Licht. Den Sonnenstrahl spür’n im Gesicht.
Noch ist der Schritt ins Helle schwer, Die Dunkelheit, sie schützt doch sehr.
Doch habe ich, aus eigner Kraft. Schon einen Teil des Wegs geschafft.
Und auch den Rest, jetzt glaub ich dran. Den schaff` ich locker, irgendwann.

Die Gedicht-Übung:

Und nun sind Sie dran. Die Übung enthält 3 Schritte.

Schritt 1) Der Gedichtanfang.
Als Erstes stellen wir Ihnen ein weiteres Gedicht vor – und zwar nur den Anfang. Auch dieser Autor zieht es vor, anonym zu bleiben. Bitte lesen Sie es durch:

DUNKELHEIT UND SCHWÄRZE UND LICHT
Dunkelheit, Schwärze.
Angst und doch Geborgenheit.
Man sieht mich nicht
und das ist gut.
Mein Herz pocht so laut
dass ich Angst habe,
es verrät mich.
Ganz fest presse ich
meine Fäuste
auf diesen Verräter
bis mir schwarz vor Augen wird.
Irgendwie lustig:
Schwarz vor Augen
in dieser Schwärze.
Nun sirrt es in meinem Kopf
und ich muss
die Fäuste runter nehmen,
verliere meine Deckung.
Aber es geht nicht anders,
sonst werde ich bewusstlos
und somit vollkommen hilflos.

Schritt 2) Wie geht’s weiter?
Unsere Frage lautet nun: Wie würde das Gedicht weiter gehen? Unsere Einladung an Sie: schreiben Sie es weiter, finden Sie einen Weg aus der Dunkelheit ins Licht! Ganz egal, WIE sie es weiter schreiben, in Reimform, als Prosa, im Hexameter – das spielt keine Rolle. Wichtig ist, dass Sie den anonymen Autor aus der Dunkelheit ins Licht führen.

Schritt 3) Vom Dunkel ins Licht!
Lesen Sie jetzt das ganze Gedicht nochmals durch und überlegen Sie, was das Gedicht mit IHREM Ende, mit dem Ausweg, den Sie für den Autor geschrieben haben, wohl auch für Sie persönlich bedeuten könnte.

 

Nacht Mond Vollmond Wolken Tunesien / Foto: TELOS - 07604nG
Bild: Der Vollmond bricht durch die Wolken über der tunesischen Wüste.
Und aus Dunkelheit wird Helle.
Foto: TELOS

 

Auswege gibt es immer.

Auch wenn der erste Schritt schwer sein mag, Sie müssen ihn nicht alleine gehen. Jeder kann die Dunkelheit verlassen, um dann wirklich im Licht leben zu können. Und dauerhafte, positive Veränderung in sein Leben bringen. Und wenn Sie dauerhaft auf die positive Seite des Lebens schwenken wollen, Ihnen der Weg dazu jedoch vielleicht zu steil, zu steinig und zu schwierig erscheint, dann holen Sie sich professionelle Hilfe. Viele, viele hundert Männer und Frauen konnten in den letzten Jahrzehnten mit unserer Unterstützung auf die Sonnenseite kommen: in unseren Gruppen oder in persönlicher Einzelberatung konnten sie innere Schatten und äußere Blockaden auflösen, alte Geschichten und aktuelle Krisen überwinden und eintreten in ein selbstbestimmtes Leben mit Glück und Zufriedenheit. Denn Veränderung ist tatsächlich möglich, auch für Sie:

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Mag. Magdalena Gasser
Institutsleitung, Personalentwicklung, Coaching

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