Fasching: 1. Masken und der Rest des Jahres …

Interview: Warum Menschen Masken tragen
Bild: Masken, Masken, Masken… Und welche Gedanken, Wünsche oder Sehnsüchte stecken dahinter? Kollage: TELOS

Der Wunsch nach Veränderung

Masken und der Rest des Jahres …

Warum verkleiden sich Menschen so gerne oder ungern und was geschieht sonst im Jahr mit dem Wunsch auszubrechen? Das wollte eine Zeitschrift von unserem Institutsgründer, dem Psychologen und Psychotherapeuten Dr. Elmar Teutsch >> wissen. Hier Auszüge aus dem Interview „Masken und der Rest des Jahres“:

Was die Verkleidung verrät.

Sag mir, wie du dich verkleidest und ich verrate dir, wer du bist. Die Wahl des Faschingskostüms sagt offenbar einiges über den Träger aus. Die neuesten Erkenntnisse der Karneval-Psychologie im Überblick:

Frage: Worin liegt der Wunsch des Menschen nach Verkleidung?

Antwort: Sehnsüchte und Wirklichkeit: 51 Wochen im Jahr quetschen sich Herr und Frau Biedermann in die Rollen als vorbildlicher Vater oder engagierte Mutter, autoritärer Chef oder braver Angestellter und so weiter. In der Faschingswoche endlich dürfen alle etwas anderes, dürfen sich ein neues Gesicht überstülpen, in eine neue Rolle schlüpfen. Wir dürfen ver-rückt sein und – auf gesellschaftlich anerkannte Weise – aus der Rolle fallen.
Für manche Männer gibt es dann nichts Schöneres, als Netzstümpfe und Minirock anzuziehen und endlich einmal die Rolle wechseln zu dürfen. Alle unerfüllten Fantasien werden hinein gepackt. So machen sie sich selbst zum Objekt der eigenen Begierde. Ebenso in Ordnung scheint es für viele Frauen in der närrischen Zeit zu sein, sich frivol zu benehmen und manches zu wagen, was im Alltag verpönt ist und höchstens heimlich geträumt wird. Zu Fasching ist hingegen fast alles möglich.
Allerdings schlägt das Pendel schon auch mal so üppig aus,dass Katzenjammer folgt. Vielleicht könnte sich manch muntrer Faschingsnarr fragen, warum an Fasching gerade bestimmte Rollen gespielt werden müssen. Und was sonst im Jahr damit los ist. Dürfen Männer weibliche Seiten Ihrer Persönlichkeit zeigen? Dürfen Frauen auch mal mehr sein, als nur Daddys braves Mädchen? Als Therapeut frage ich, welche Aspekte dieser unterdrückten Sehnsüchte in den Alltag mitgenommen werden wollen.
Dies ist wichtiger Teil unserer therapeutischen Arbeit: Wie können Menschen, ALLE Aspekte Ihrer Persönlichkeit zu einem großen Ganzen integrieren und damit glücklich und zufrieden leben können, nicht nur in spielerischer Weise am Unsinnigen, sondern Tag für Tag des eigenen Lebens!

Fasching Interview Dr. Elmar Teutsch Masken und Alltag Repro Zeitschrift 13339

Bild: Fasching und Trubel auf Straßen und Plätzen, zu Hause, in Discos und Ballsälen und auch in den Zeitschriften: Viele Seiten Faschingsmasken und noch viel mehr Möglichkeiten… Zwei der Originalseiten des Interviews, Repro TELOS.

Frage: Wie hilft dabei die Verkleidung?

Antwort: Rollentausch. In den Faschingsmaskeraden erkennen wir zwei ganz dicke Vorteile. Zum Einen bieten sie die Chance, Prototypen überhöht darzustellen, also ein oder zwei Aspekte der Persönlichkeit besonders hervorzuheben: die bös-hässliche Hexe, die unschuldig-schöne Prinzessin, der gefährliche Bandit, der draufgängerische Pirat, der wohlhabende Scheich nebst Harem, der verwegene Cowboy mit dem schnellen Schuss, der zauberhafte Engel samt Himmel und Hölle, die verführerische Zigeunerin, der männermordende Vamp oder die Sambatänzerin, die schon definitionsbedingt ihre Reize zeigen muss und also wirklich nicht dafür kann…
Inkognito: Die zweite hervorragende Möglichkeit, die Verkleidung bietet, ist das Nicht-Erkannt-Werden. Der Träger ist nicht mehr der Mensch, derer sonst ist, ist nicht mehr eingebunden in ein Netz von Bekannten, Verwandten,Nachbarn, Berufskollegen, Vorgesetzten, Pflichten und Alltagsrollen sondern ein völlig Fremder, völlig Freier. Er kann beobachten, spielen, Schabernack treiben und selbst unerkannt bleiben, die Kontrolle des Umfeldes fehlt und er kann tun,was er will.
Die Maske macht den Träger anonym und bietet ihm gleichzeitig im Alltag ungeahnte Kontaktschienen. Im Büro-Outfit vielleicht schüchtern, kann er jetzt leicht mit dem Engel flirten: „Oh lieber Engel, zeig, mir, wie komme ich am besten in den Himmel?“. Und die sonst so brave Hausfrau darf fremde Männer anquatschen: „Hallo, Cowboy, bist du überall so stark?“

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Bild: Wie sprechen Sie diesen Paradiesvogel an? Und wie paradiesisch wird der Abend? Foto: TELOS

Frage: Und warum hassen es manche Menschen, sich an Fasching zu verkleiden?

Antwort: Manche wollen nicht, manche brauchen nicht, manche können nicht: Je eingezwängter jemand unterm Jahr lebt, je starrer Rollen und Reglement jedes Detail des Verhaltens festlegen, desto größer wird der innere Druck auszubrechen. Das heißt noch lange nicht, dass das dann auch jeder tut. Unser Innenleben ist sehr belastbar. Über Jahre können wir Dinge ertragen,die uns schwer zu schaffen machen. Lang und länger überhören wir die Signale von innen und ignorieren sogar körperliche Symptome. Immer wieder schieben wir längst fällige Veränderungen auf, im Glauben, es würde alles von alleine gut werden. Tut es aber nicht. Für viele andere öffnet sich hier also ein Notventil – mindestens an Fasching. Viele haben einfach gerne Spaß. Wieder andere sind beim Faschingstreiben nie zu sehen, weil sie ohnehin ein freies Leben führen und dazu nicht den Karneval brauchen.
Und dann gibt es noch die echten Faschingsmuffel, die die närrische Zeit hassen. Doppelt schade: Hass tut nie gut, befreien schon. Wem es nicht im Fasching gelingt, aus der Rolle auszubrechen, sollte sich schleunigst auf andere Weise Freiräume schaffen für ein erfülltes Leben. Denn so sicher,wie der Aschermittwoch kommt, warten unsere Alltagszwänge wieder auf uns. Veränderung ist möglich und nötig!

 

Ein freies Leben OHNE Masken.

Die Jahresgruppe „Veränderung“ begleitet und stärkt seit 1996 Menschen, die an einem Wendepunkt ihres Lebens stehen und bietet den geschützten Rahmen außerhalb des Alltags, um die eigene Situation zu überdenken, Orientierungshilfen zu finden, Auswege zu entdecken und Kraft für die Umsetzung zu finden. Die regelmäßigen Treffen über ein ganzes Jahr, die Kraft der Gruppe und die achtsame, professionelle Leitung machen so Veränderung tatsächlich möglich! Sie können die Ursachen und Auslöser für Ihre momentane Situation herausfinden. Sie lösen alte Geschichten aus der Kindheit auf. Sie holen sich die nötigen Impulse, um sich neu zu orientieren. Sie gelangen zu neuen Einsichten und gehen neue Lösungswege. Sie finden wieder Sinn und Freude in Ihrem Leben.

Und IHRE Masken für Fasching und Alltag?

Wie ist das bei IHNEN? Wollen auch Sie nicht nur an Fasching so sein dürfen, wie sie gerne wären, sondern wirkliche, dauerhafte, positive Veränderung in Ihr Leben bringen? So dass Sie Faschingsmasken zwar ganz nach Belieben tragen KÖNNEN, doch Alltagsmasken nicht mehr tragen MÜSSEN!

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Weitere Fragen beantworten wir Ihnen gerne persönlich - kostenlos, unverbindlich und diskret. Veränderung ist möglich, auch für Sie!

Grafik: TELOS

Jahresgruppe für Veränderung, Neuorientierung und innere Stärke:
Krisen bewältigen, Ängste loslassen, Sicherheit aufbauen!
Wie funktioniert das? Wer macht da mit? Was bringt's?

Alle Infos + Kurzfilme zur Gruppe "Veränderung" >>

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