
Kommunikation ist die Kunst, verstanden zu werden.
Körpersprache ist lauter als Worte!
Handwerk lebt von Kommunikation. Schrauben, Ziegel und Kabel allein machen noch kein Projekt erfolgreich. Entscheidend ist, wie Chefs mit Mitarbeitern, Kunden und Partnern reden. Kommunikation ist im Handwerk kein „Soft Skill“ für nebenbei, sondern harte Währung: Sie spart Zeit, verhindert Fehler und baut Vertrauen auf. Führung im Handwerk: Kommunikation heißt Klartext statt Kauderwelsch, Team-Infos statt Gerüchteküche und Meetings mit Biss statt Blabla. Die gute Nachricht: Kommunikation lässt sich lernen – wie jede andere Technik.
Das größte Problem in der Kommunikation ist die Illusion, sie hätte stattgefunden.
George Bernard Shaw (1856-1950), irischer Schriftsteller

Wie sprechen Mitarbeiter untereinander, wie mit den Kunden und wie spricht der Chef mit den Mitarbeitern? Schnappschuss aus unserer Kommunikationsübung „Flugzeug“, wo die Teilnehmer schwierige Kommunikationsaufgaben zu bewältigen haben.
Foto: TELOS
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Handwerker, die es genau wissen wollen, entdecken hier die 10 Nothelfer für Führung im Handwerk: Kommunikation ist das Fundament jeder erfolgreichen Führung. Doch allzu oft reden Chefs an ihren Mitarbeitern vorbei: zu kompliziert, zu unklar, zu unkonkret. Die Folge sind Missverständnisse, Fehler und Frust. Wer dagegen klar, einfach und respektvoll spricht, schafft Vertrauen, Orientierung und Motivation. Führung beginnt mit Sprache – und mit der Art, wie wir zuhören, kritisieren und Wertschätzung zeigen. Los gehts:

Reden ist Silber, gute Kommunikation ist Gold!
Schnappschuss aus einem unserer Kommunikationstrainings.
Foto: TELOS
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Viele Chefs sprechen in Fachchinesisch. „Wir montieren das Untergestell gemäß DIN XY mit passgenauer Dichtungsfuge.“ – Der Mitarbeiter nickt, hat aber keine Ahnung. Einfacher wäre: „Mach bitte die Fuge so dicht, dass kein Tropfen Wasser durchkommt.“ Einfache Sprache bedeutet nicht „dumm reden“, sondern klar, konkret und ohne unnötige Fremdwörter. Wer einfach spricht, wird besser verstanden – und spart Nachfragen, Missverständnisse und Fehler.
Zuhören ist keine passive Tätigkeit. Aktiv zuhören heißt: den Mitarbeiter ausreden lassen, nachhaken, Rückfragen stellen. „Habe ich dich richtig verstanden, dass …?“ – so sichern Sie ab, dass beide vom Gleichen reden. Viele Konflikte entstehen, weil Chefs glauben, sie hätten verstanden – und in Wirklichkeit haben beide Seiten ein anderes Bild im Kopf. Wer aktiv zuhört, zeigt Respekt und verhindert Missverständnisse.
Kommunikation ist mehr als Worte. Körperhaltung, Mimik, Gestik, Tonfall – all das bestimmt, wie die Botschaft ankommt. Ein Lob mit verschränkten Armen und finsterem Blick wirkt nicht motivierend. Seien Sie sich bewusst, was Ihr Körper signalisiert. Offene Haltung, Blickkontakt, freundlicher Ton – das macht den Unterschied zwischen „Der Chef hat mich ernst genommen“ und „Der Chef war genervt“.
Wenn der Chef nicht informiert, übernimmt der Flurfunk. Dann kursieren halbe Wahrheiten, Gerüchte und Missverständnisse. Planen Sie regelmäßige Team-Infos: 10 Minuten am Montagmorgen reichen, um die Woche zu strukturieren. Wer alle informiert, verhindert Unruhe und stärkt das Wir-Gefühl. Kommunikation ist Führungsarbeit, keine Nebensache.
Kritik ist notwendig, sonst bleibt alles beim Alten. Aber sie muss so formuliert sein, dass sie wirkt. Statt: „Immer machst du das falsch!“ – besser: „Die Übergänge bei den Fliesen waren diesmal ungenau. Achte bitte beim nächsten Mal auf saubere Abschlüsse. “Offene Kritik ist ehrlich, respektvolle Kritik ist motivierend. Wer Kritik konstruktiv formuliert, verbessert Leistung, ohne Motivation zu zerstören.

Kritik äußern ohne zu verletzten will gelernt sein!
Schnappschuss aus einem unserer Kommunikationstrainings.
Foto: TELOS
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Viele Chefs denken: „Die wissen doch, dass ich zufrieden bin.“ – Falsch. Wenn Sie nichts sagen, nehmen Mitarbeiter eher das Gegenteil an. Sagen Sie es klar: „Das Projekt war echt eine Spitzenleistung.“ Oder auch im Kleinen: „Danke, dass du eingesprungen bist.“ Wertschätzung in Worte zu fassen ist kein Luxus, sondern Pflicht.
WhatsApp-Gruppen, E-Mails, Projekt-Apps – digitale Tools sind praktisch, können aber Chaos stiften. Definieren Sie klare Regeln: Welche Infos gehen in die Gruppe, welche gehören ins persönliche Gespräch? Nichts ersetzt das direkte Gespräch, aber digitale Kommunikation spart Zeit, wenn sie klug eingesetzt wird. Wichtig: Kurze Nachrichten, klare Infos, keine halben Romane im Chat.
Handwerker hassen lange Sitzungen – und oft zu Recht. Meetings müssen knackig, klar und zielgerichtet sein. Eine Agenda, ein klarer Zeitrahmen, konkrete Ergebnisse. Ein 15-Minuten-Meeting, in dem Aufgaben verteilt und offene Punkte geklärt werden, ist sinnvoll. Zwei Stunden Gelaber über Nebensachen ist Gift.
Mit Mitarbeitern reden Sie anders als mit Kunden. Der Mitarbeiter braucht klare Anweisungen, der Kunde will Vertrauen, Freundlichkeit und Erklärungen ohne Fachkauderwelsch. Passen Sie Ihre Sprache an: intern sachlich und konkret, extern freundlich und verständlich. Wer diesen Unterschied beherrscht, spart Nerven und gewinnt Aufträge.
Ihr Kommunikationsstil prägt Ihre Führung. Reden Sie klar und respektvoll, fördern Sie Offenheit und Feedback – dann wächst Vertrauen. Brüllen Sie herum, verbreiten Sie Chaos oder sind Sie ständig unklar, dann prägt das Ihre ganze Führungskultur. Kommunikation ist nicht Beiwerk. Sie ist Ihr Führungsstil in Aktion.

Im Einzelgespräch genauso wie bei Meetings: gekonnte Kommunikation braucht Übung!
Schnappschuss aus einem unserer Trainings, Foto: TELOS
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Kommunikation im Handwerk ist ein äußerst wichtiges Werkzeug und somit Führungsarbeit pur. Sie entscheidet, ob Mitarbeiter verstanden werden, ob Teams funktionieren und ob Projekte reibungslos laufen. Wer einfache Sprache nutzt, aktiv zuhört, klare Regeln setzt und Wertschätzung zeigt, stärkt Zusammenhalt und Leistung. Der Kommunikationsstil des Chefs ist immer auch sein Führungsstil – und damit der Schlüssel, aus Mitarbeitern engagierte Mitstreiter zu machen.
Führung im Handwerk steht und fällt mit Kommunikation – und zwar mit der echten, nicht der eingebildeten. Denn zwischen „Ich hab’s doch gesagt“ und „Ich hab’s nicht so gemeint“ klafft oft ein tiefer Graben. Wer führen will, muss reden können – klar, konkret und mit Herz. Gute Kommunikation heißt: zuhören statt belehren, einfach sprechen statt Fachchinesisch, und Kritik so formulieren, dass sie nicht verletzt, sondern verbessert. Ob Baustelle, Werkstatt oder Büro – überall entscheidet Sprache über Zusammenarbeit, Qualität und Motivation. Kommunikation ist also kein nettes Extra, sondern das Fundament erfolgreicher Führung. Sie spart Zeit, verhindert Fehler und schafft Vertrauen. Wer regelmäßig informiert, offen Feedback gibt und Wertschätzung zeigt, baut eine Kultur auf, in der Menschen gerne arbeiten – und in der Projekte laufen wie geschmiert.

Seminarteilnehmer üben bidirektionale Kommunikation.
Schnappschuss aus einem unserer Kommuniktionstrainings.
Foto: TELOS
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Klartext reden ist kein Zufall, sondern ein Trainingseffekt. Denn souveräne Kommunikation entsteht nicht über Nacht, sondern durch gezieltes Üben. In unseren TELOS-Trainings erleben Führungskräfte, wie man Kritik gibt, ohne sie als Keule zu verwenden, wie man Gespräche strukturiert, ohne sie totzureden, und wie man Wertschätzung ausdrückt, ohne sich zu verbiegen. Ein Chef etwa, der lernte, Lob richtig einzusetzen, steigerte die Motivation seines Teams spürbar. Ein anderer erkannte, dass ein klarer Wochenstart mit kurzen Infos den Flurfunk halbierte. Und wieder ein anderer erfuhr, dass eine offene Körperhaltung mehr bewirkt als zehn PowerPoint-Folien.
Bei TELOS profitieren Sie von über 30 Jahren Erfahrung, modernsten Methoden und individuell zugeschnittenen Lösungen – mit garantierter Lernerfolgskontrolle. Wir machen aus Kommunikationsproblemen Führungskompetenz. Denn wer richtig redet, führt besser. Und wer besser führt, hat mehr Erfolg – im Team, beim Kunden und auf der Baustelle:
Kontaktieren Sie uns einfach, alles Weitere besprechen wir dann persönlich – kostenlos, unverbindlich und diskret!

Mag. Magdalena Gasser
Institutsleitung, Personalentwicklung, Coaching
