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Wiederholungsfallen: 09) Geld & Geltung?

Wie Veränderung tatsächlich möglich wird!

Geld & Geltung: Wo haben wir den Umgang mit Geld gelernt!

Was ist gratis, was kostet Geld?

Sie sitzen vielleicht gerade am Bozner Walterplatz zu Füßen des Minnesängers und blättern per Handy in unseren NEWS? Dann ist das Denkmal-Sitzen gratis. Auch sonst gibt es einige wenige Dinge, die gratis sind: die Liebe der Mutter zu ihrem Kind, die Rast auf der Parkbank, die Freundschaft von gleich Gesinnten, das Probefläschchen in der Parfümerie, der Sonnenstrahl auf Ihrem Gesicht… Für das meiste allerdings müssen wir bezahlen, es kostet Geld. Nun ist Geld zwar nicht das wichtigste im Leben, aber doch wichtig genug, dass einiges davon abhängt. Der soziale Status hängt damit zusammen, das Selbstwertgefühl nährt sich auch daraus, sogar Beziehungen können daran scheitern. Geld und Geltung – was können wir tun, um einen konfliktfreien Umgang damit zu erreichen. Denn Geld ist wichtig – aber nicht das Wichtigste im Leben! „Pecunia non olet“ sagten die alten Römer – Geld stinkt nicht. Oder doch?

Was bedeutet Geld für uns?

Klammern wir Teuerungen, Preisanstiege und Lebenserhaltungskosten probehalber einmal gedanklich kurz aus und fragen uns: welchen Stellenwert hat Geld für uns – im Allgemeinen betrachtet? Streitpunkt, Machtfaktor, Grundlage zur Selbstdefinition… Warum wird in Beziehungen immer wieder über Geld diskutiert? Hängt der Wert eines Menschen von seinem Bankkonto ab? Jeden Tag haben wir alle mit Geld zu tun. Warum aber können wir über dieses Thema nicht so offen reden wie über Mittagessen oder andere Alltagsangelegenheiten.

Einen Dollar haben und einen Dollar nicht haben, macht einen Unterschied von 2 Dollar. (Mark Twain)

Armer reicher Mann…

Nehmen wir zum Beispiel Herrn Franz (Namen und Daten geändert). Franz hat nie genug Geld – obwohl er eigentlich sehr wohl genug hat. Er bekommt nämlich eine stattliche Pension, hat keine Schulden, sondern reichlich Erspartes und auch die Wohnung gehört ihm. Und doch hat er ständig das Gefühl, es würde nicht reichen. Folglich beschäftigt es sich andauernd damit. Doch auf völlig negative Weise: hoffnungslos und resigniert. Auch spricht er deshalb ständig darüber. Obwohl er das Wort Geld am liebsten nie in den Mund nehmen möchte. Ständig fallen Sätze „was kostet das“, „Meine Güte ist das teuer“, „Du lieber Himmel, wie viel die für so was verlangen …“ Über jeden Preis regt er sich auf, obwohl er die meisten dieser Sachen nie kauft. Warum ärgern ihn die 250 Euro für eine Jeans, wenn er sie ja ohnehin nicht kauft? Was steckt denn in Wirklichkeit dahinter?

So hat es Franz gelernt

Gelernt hat Franz den Umgang mit Geld natürlich in der Kindheit, von seinem Vater. Als Franz nämlich Kind war (es war kurz nach dem Krieg), war das Geld tatsächlich knapp und eisernes Sparen war angesagt. Damals. Der Franz von heute muss einen neuen Umgang mit Geld erst lernen. Und dazu gehört auch das Verstehen, woher diese „Geldängste“ kommen. Und die Gefühle dazu. Es geht tatsächlich um Geld und Gefühle. Denn sehr oft ist Geld die Quelle von verschiedensten Emotionen. Wir alle verbinden mit Geld etwas Unterschiedliches – für den einen ist es einfach ein Mittel zum Zweck, für einen anderen fast etwas Heiliges. Jemand sieht darin etwas Böses und wieder ein anderer hält es für bedeutungslos.

Geld & Geltung in Ihrer Kindheit

Welche Gefühle weckt das Thema Geld bei IHNEN? Ablehnung, Angst, Neid, Hass oder Stolz und Bewunderung? Können Sie locker und souverän über Geld sprechen, über Ihre private finanzielle Situation? Oder schieben Sie das Thema am liebsten von sich? Wie war das bei Ihnen in der Kindheit? Was hat man in Ihrer Familie über Geld gesagt, wurde überhaupt über Geld gesprochen? Und welchen Gesichtsausdruck hatten Ihre Eltern, wenn es um Geld ging: sorgenvoll, ängstlich, neutral, wohlwollend, heiter, locker… ?

Geld & Geltung in Ihrer Gegenwart

Erkennen Sie Parallelen zu Ihrer heutigen Einstellung? Es kann sein, dass Sie genaue Gegenreaktionen entwickelt haben, um sich von den Eltern abzugrenzen – was nur die Kehrseite derselben Medaille darstellt. In jedem Fall liegen hier die Wurzeln Ihres Verhältnisses zu Geld. Und hier liegt sehr oft auch der Grund, warum manche mit Geld nicht so erfolgreich umgehen können wie andere. Es könnte sein, dass Sie unbewusste Ängste oder Vorbehalte gegenüber Geld haben. Wenn Sie zum Beispiel denken, dass reiche Menschen keine wahren Freunde haben, weil alle nur ihr Geld wollen… oder dass Geld den Charakter verdirbt… da könnte es sein, dass Sie selbst unbewusst dafür sorgen, nicht reich zu werden, um Ihre inneren Befürchtungen zu vermeiden. Diese Überlegungen können Ihnen helfen, Ihr eigenes Verhältnis zu Geld besser zu verstehen und in Geldangelegenheiten souveräner, erfolgreicher und lockerer zu werden.


Bild: Im Banne des Glückspiels.
Ist das wirklich Glück?!
Foto: TELOS

 

Liebe und Geld!

Auch in der Liebe ist das Thema Geld nicht zu unterschätzen. Geld rangiert neben der Kindererziehung bei sehr vielen Paaren ganz oben auf der Liste der Streitursachen. Und zwar unabhängig davon, wieviel Geld vorhanden ist oder wie wenig und auch unabhängig davon, wer es tatsächlich verdient. Wenn sich der Streit vordergründig auch nur ums Geld dreht, geht es in Wirklichkeit fast immer um Macht. Denn Geld bedeutet Macht. Das “Hergeben” oder “Behalten” des Geldes, dieses mächtigen Symbols der Macht kann daher immer wieder dazu benutzt werden, um Gefühle von Zuneigung oder Distanz zu demonstrieren. Schade. Für Beziehungen gilt immer noch: statt verdrießen besser versüßen!

Bewährte Hilfen

Und wenn hartnäckige alte Gewohnheiten und überholte Verhaltensmuster partout nicht weggehen wollen? Das heißt dann nicht, dass Sie nicht gut genug am Loslassen gearbeitet hätten, und auch nicht, dass alles beim Alten bleiben muss. Nein, es könnte doch auch sein, dass ein paar besonders anhängliche Prägungen aus der Kindheit noch an Ihnen kleben bleiben wollen. Dann lösen Sie sich davon mit professioneller Hilfe. Bei uns finden Sie viele bewährte Instrumente – zum Beispiel:

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Mag. Magdalena Gasser
Institutsleitung, Personalentwicklung, Coaching