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Gestern ist heute: 4) Der Brautschau-Test

Bei jeder Entscheidung redet ein Teil von uns mit, den wir kaum kennen.

Warum wir dem Unterbewussten ruhig mehr vertrauen können.

Mysterium Unterbewusstsein:

Scheinbar unerklärliche Phänomene führen letztendlich doch zum passenden Ergebnis. An einem Fallbeispiel zeigen wir, wie verzwickt wir Menschen Entscheidungen treffen: Denn gestern ist heute. Roland aus Bruneck, Unternehmer, 43 (Alle Namen und Daten durch TELOS geändert, Text ausschnittsweise wiedergegeben) wundert sich:

Ich bin ein Kopfmensch und als Ingenieur berechne ich lieber vorher alles, als nachher vor Überraschungen zu stehen. Das tut auch meiner Firma gut. … GEKÜRZT … Ich weiß also aus langer Erfahrung, und der Erfolg gibt mir dabei recht, dass ich meine Firma gut führen kann, die Marktsituation richtig einschätze und alles Berufliche gut überblicke und im Griff habe. Allerdings ist es im Leben, im privaten Bereich, nicht so. Als ob mich eine unsichtbare Macht zwingen würde, Dinge zu tun, ohne dass ich das vorher reiflich durchdacht hätte – wie es doch sonst meine Art ist. … GEKÜRZT … Und so passiert es mir immer wieder, dass ich im Privaten Entscheidungen treffe, von denen ich im Nachhinein nicht verstehen kann, warum ich das getan habe. Nicht dass, dadurch etwas daneben ginge, es klappt trotzdem alles gut, aber wundern tu‘ ich mich schon …“

Gestern ist heute und redet immer mit …

Bei jeder Entscheidung redet ein Teil von uns mit, den wir kaum kennen: unser Unterbewusstsein. Auch bei so genannten „Vernunftsfagen“ glauben wir bloß, alles kalkuliert zu haben und werden doch von unbewussten Meinungen, Stimmungen und Werteinstellungen „ferngelenkt“. Dies gilt bei Kleinigkeiten wie beim Kauf einer neuen Bluse genau so wie bei großen Lebensentscheidungen – und zwar egal, wie lange wir vorher darüber gegrübelt haben mögen.

Der Brautschau-Test.

Wer’s nicht glaubt, macht den Brautschau-Test: Wie haben Sie Ihre jetzige Partnerin kennen gelernt? War das etwa so, dass Sie hochzeitswillig ins angesagteste Café gingen und sich dort mit einer kleinen Checkliste an die Arbeit machten: „Ich suche eine Braut, Sie gestatten daher einige Fragen …“? Und hakten Sie dann Ihre Liste ab nach Einkommen, Blutgruppe, Versicherungsposition, Kinderwunsch, psychophysische Belastbarkeit, haushalterische Qualitäten, Kochkünste, Gutmütigkeitsfaktor, Tolleranzgrenzen, Erbkrankheiten usw.? Nein? Also gehen wir von einem viel wahrscheinlicheren Szenario aus:

Männer:
Sie betreten das Lokal, sehen 10 Frauen im passenden Alter und sortieren in der ersten Sekunde 5 schon gleich automatisch  aus. Die verbleibenden 5 interessieren Sie, Sie riskieren einen zweiten Blick und plumms, wieder fallen 3 weg. Bleiben 2 übrig, die Eine reizt Sie am meisten und mit unausweichlicher Präzision wählen Sie die Andere, die genau die Richtige für Sie ist. Die Richtige, um mit Ihr entweder für den Rest Ihres Lebens glücklich zu sein, oder unglücklich, so dass Sie daran wachsen können – eben auf jeden Fall die Richtige und zwar unabhängig von eventuellen Miniröcken, Oberweiten und anderen sekundären Geschlechtsmerkmalen.

Frauen:
Für Frauen auf Bräutigamschau gilt natürlich das selbe, bloß nicht im Café, sondern in der Bar und das Männerangebot sitzt nicht an Tischchen, sondern lehnt an der Theke und bläst sich, sobald Sie als Frau den Ring betreten, entsprechend auf. Die Funktionsweise der Partnerwahl bleibt die selbe, denn auch bei Frauen gilt: Das Gestern ist heute und beeinflusst uns immer noch!

Klar funkelt da Satire durch.

Und klar gibt es Ausnahmen. Ändert nix an der Tatsache, dass wir selbst so wichtige Entscheidungen wie die Partnerwahl nicht mit Checklisten treffen, mögen die auch durchaus vernünftig begründet sein, sondern mit dem Bauch. Und was dort drin ist, haben wir uns in der Kindheit angeeignet. Das schadet nicht, alle unsere Wertmaßstäbe haben wir schließlich gelernt, dieser innere Wegweiser wurde uns durch lange Jahre hindurch angeeignet durch die Menschen, die es im allgemeinen gut mit uns meinen (sollten): unsere Eltern, miterziehende Verwandte, Lehrer und andere Menschen, die uns durch die Kindheit begleitet haben.

Reicht das „Gut gemeint“?

Ob dabei allerdings wirklich alles gut war, darf bezweifelt werden, auch wenn beste Absichten dahinter gestanden sein mögen. Die zarte, beeinflussbare Seele des Kindes kann sehr leicht verbogen werden und mit negativen Ereignissen, Handlungen und Worten belastet werden. Dieser Ballast sinkt als unsichtbarer Former in die Tiefen unseres Unterbewusstseins und wirkt, so lange er unerledigt bleibt, im Geheimen bis in unsere Gegenwart als Erwachsene. Als ob wir Puppen wären, die immer noch an den Fäden hängen, die damals angelegt wurden.

Hochzeit Liebe Ehe Trauung Paar Kirche Ausgang Reis werfen / Foto: TELOS - 3010

Bild: Wie suchen sich Braut und Bräutigam aus?
Wie entscheiden, wie handeln wir Menschen?

Foto: TELOS

Was packen Sie in Ihren Rucksack?

Jeder Bergwanderer packt sich Essen und Trinken in den Rucksack und einen Wetterschutz, doch keine Steine. Warum sollen wir also im Alltag Unerledigtes mitschleppen? Also: Ballast hinter uns lassen, Rucksack ausleeren, Ungewünschtes wegwerfen, überprüfen, was wir wirklich mitnehmen wollen, was uns wichtig ist, was uns weiter hilft, unseren Zielen näher bringt. Haben wir auf diese Weise aufgeräumt, ist unser Unterbewusstes ein guter Ratgeber, dem wir ruhig vertrauen können, bei der Brautschau genau wie sonst im Leben.

Vom Gestern ins Heute!

Klar müssen wir in die Kindheit schauen, um eingeübte Verhaltensmuster los zu werden. Richtig, gestern ist heute. Aber heute ist vorne! Und wer den Kopf nur nach hinten wendet, bekommt auf Dauer Nackenstarre. Also, Blick in die Gegenwart! Holen Sie sich die 28seitige Broschüre „Vom Gestern ins Heute“ aus unserer Selbstlern-Reihe Homelearning >> Ersetzen Sie Altes durch Neues und polen Sie Ihre Energie um: vom Grübeln an das Gestern in die Freude des Heute. Jetzt für kurze Zeit im Gratisdownload:

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Mag. Magdalena Gasser
Institutsleitung, Personalentwicklung, Coaching