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Körpersprache im Job: Positive Körpersignale.

Wie Sie das mächtige Instrument "Körpersprache" positiv nutzen!

Positive Signale öffnen Türen, bevor Worte es tun.

Sie haben nur ein paar Sekunden, um zu wirken: positive Körpersignale helfen!

Positive Signale für bessere Gespräche

Manche Menschen wirken sofort sympathisch. Man hört ihnen gern zu, vertraut ihnen schneller und fühlt sich irgendwie wohl. Andere sagen vielleicht genau das Richtige – und trotzdem springt der Funke nicht über. Der Unterschied liegt oft nicht in Worten, sondern in positiven Körpersignalen. Unser Gehirn scannt in Sekundenbruchteilen: offen oder verschlossen, sicher oder unsicher, freundlich oder auf Abstand. Und diese Signale laufen meistens unbewusst.

Positive Körpersignale: Echtheit wirkt!

Im Business ist das ein echter Erfolgsfaktor. Führungskräfte, die positive Signale senden, werden als zugänglich und kompetent erlebt. Verkäufer bauen schneller Vertrauen auf. Mitarbeitende wirken kooperativer und lösungsorientierter. Dabei geht es nicht um künstliches Dauerlächeln oder aufgesetzte Freundlichkeit. Positive Körpersprache bedeutet: stimmig sein. Offenheit zeigen, ohne sich zu verbiegen. Studien zeigen, dass offene Haltung, Blickkontakt und freundliche Mimik soziale Zusammenarbeit fördern und Stress reduzieren. Gute Nachricht: Niemand muss sich neu erfinden. Schon kleine Anpassungen – ein bewusster Blick, entspannte Schultern, ein echtes Lächeln – verändern die Wirkung massiv. Der Körper sendet immer Signale. Die Frage ist nur: welche?

Raus aus dem Kopf – hinein in die Wahrnehmung.
Frei übersetzt von „Lose your mind and come to your senses“
Fritz Perls (1893–1970), Deutschland/USA) Begründer der Gestalttherapie.

Unsere 7 Praxis-Tipps: positive Signale, die sofort wirken!

In der Praxis zeigt sich immer wieder: positive Körpersprache entsteht nicht durch billige Tricks, sondern durch bewusste Haltung. Menschen reagieren stark auf Signale von Offenheit und Sicherheit. Wer positive Körpersignale sendet, wirkt nicht nur sympathischer, sondern wird auch schneller als kompetent wahrgenommen. Das ist kein Zufall: Unser Gehirn verbindet freundliche Körpersprache automatisch mit Kooperation. Gerade im wirtschaftlichen Kontext entscheidet das oft über Gesprächsklima, Verhandlungserfolg oder Teamdynamik.


Großer leerer Saal, an irgendeinem Seminarort, schlecht beleuchtet und leicht vergammelt – wie soll da ein Häufchen TELOS-Referenten gut arbeiten?
Richtig: mit positiven Körpersignalen!
Momentaufnahme bei einer unserer Open-Space Veranstaltungen.
Foto: TELOS

  1. Offene Haltung statt Schutzpanzer
    Arme locker, Schultern entspannt, Brustraum offen. Eine offene Haltung signalisiert „Ich bin ansprechbar“. Verschränkte Arme oder hochgezogene Schultern wirken dagegen schnell abwehrend – selbst wenn es nicht so gemeint ist.
  2. Echtes Lächeln statt Business-Grimasse
    Ein authentisches Lächeln erkennt man an den Augen. Es reduziert Distanz und schafft sofort Vertrauen. Menschen reagieren instinktiv positiv darauf – besonders im Kundenkontakt. Energie entsteht durch Körperbewusstsein, nicht durch Kopfkino!
  3. Blickkontakt mit Wärme
    Kurzer, freundlicher Blickkontakt signalisiert Interesse. Nicht starren, sondern präsent schauen. Wer Menschen anschaut, zeigt Wertschätzung und Aufmerksamkeit.
  4. Kopf leicht neigen
    Eine minimale Kopfneigung wirkt interessiert und empathisch. Besonders beim Zuhören signalisiert sie Offenheit und Verständnis. Doch Achtung: mit zu häufigem oder zu starkem Neigen rutschen Sie leicht in die „Kind-hofft-auf-Schokolade-Haltung“!
  5. Ruhige Gesten nutzen
    Langsame, klare Bewegungen wirken souverän und freundlich. Hektische Gesten erzeugen Stress im Gegenüber.
  6. Abstand respektieren
    Positive Körpersignale brauchen Raum. Wer Distanzzonen achtet, wirkt respektvoll und professionell.
  7. Zustimmung sichtbar machen
    Kleine Signale wie Nicken zeigen, dass Sie zuhören. Das stärkt Gesprächsfluss und Kooperation.
Die 3 häufigsten Fehler bei positiven Körpersignalen

Viele Menschen versuchen bewusst freundlich zu wirken – und übertreiben. Oder sie unterschätzen, wie stark unbewusste Signale wirken. Positivität entsteht nicht durch Show, sondern durch Authentizität.

  1. Das Dauerlächeln: Ein permanentes Lächeln wirkt schnell künstlich oder unsicher. Typisch bei Nervosität. Besser: situativ und echt lächeln.
  2. Freundlich, aber verschlossen: Menschen lächeln, senden aber gleichzeitg Siganle von Distanz (verschränkte Arme, sich seitlich drehen, Schultern hochziehen, Außenseite von Arm ond/oder Beingelenken zeigen usw.). Diese widersprüchlichen Signale wirken irritierend. Lösung: Körper und Gesicht in Einklang bringen.
  3. Übertriebene Zustimmung: Zu häufiges Nicken oder starkes Mitgehen wirkt unterwürfig. Professioneller ist ruhige, dosierte Zustimmung.

Positive Nachrichten
Bild: Eine Kleingruppe erarbeitet sich Tipps für positive Körpersprache.
Schnappsschuss aus einem unserer Trainings.
Foto: TELOS

Wer’s genau wissen will – 5 Fakten aus der Forschung

Hier einige besonders wichtige wissenschaftliche Fakten zur Wirkung von positiven Körpersignalen:

  1. Spiegelneuronen fördern Verbindung. Neurowissenschaft zeigt: Positive Mimik wird unbewusst gespiegelt und erzeugt Sympathie.
  2. Lächeln reduziert Stress. Studien (Kraft & Pressman) belegen: Lächeln senkt physiologische Stressreaktionen.
  3. Offene Haltung erhöht Vertrauen. Sozialpsychologische Forschung zeigt: offene Körperhaltung steigert Kooperationsbereitschaft.
  4. Blickkontakt aktiviert soziale Netzwerke. Studien mit der FMRT (funktionelle Magnetresonanztomographie) zeigen erhöhte Aktivität in Empathie-Zentren bei Augenkontakt.
  5. Positive Signale steigern Gesprächsqualität. Kommunikationsforschung bestätigt: sichtbares Zuhören verbessert Verständigung.
Menschen schätzen andere blitzschnell ein

In Sekundenschnelle bilden sie ihr Urteil über andere und im Zweifelsfall vertrauen sie der Körpersprache mehr als dem gesprochenen Wort. Die Konsequenz für das Berufsleben: Fachwissen ist gut, jedoch weiterkommt, wer sich gekonnt in Szene setzt. Entdecken Sie hier, wie positive Körpersignale wirken und was das für Ihren Erfolg bedeutet! Werfen wir zuerst einen Blick auf negatives Körper-Verhalten. Hier ein paar Beispiele:

Dominanz
Der Mitarbeiter kommt zum Chef und schiebt dort Telefon und Computer-Tastatur auf dem Schreibtisch beiseite, um seine Unterlagen auszubreiten… Kein Wunder, dass sich der Boss angesichts dieser Revierverletzung gegenüber den präsentierten Arbeitsergebnissen besonders kritisch zeigt.

Unsicherheit
Die Bewerberin trippelt ins Zimmer, ihr Blick ist ausweichend, sie starrt auf ihre Fingernägel – der Chef konstatiert Unsicherheit und überlegt sich dreimal, ob er ihr die Abteilungsleitung wirklich übertragen soll.

Nutzen Sie positive Körpersignale schon gleich, wenn Sie einen Raum betreten!

Ihr Auftreten entscheidet! Bitte bedenken Sie, wie wichtig positive Körpersignale sind. Das beginnt schon dann, wenn Sie einen Raum betreten: bleiben Sie nicht im Türrahmen stehen. Sie sind kein scheues Reh, das – umgeben von potenziellen Fressfeinden – am Waldrand vorsichtig wittert, um dann an der Grenze zwischen Wald und Lichtung entlangzuschleichen. In diesem Fall sollten Sie sich eher den Elefanten zum Vorbild nehmen: es stapft mitten auf die Lichtung und sieht sich dort in Ruhe um. Wenn Sie beispielsweise ein Restaurant betreten, so bleiben Sie nur kurz am Eingang (bitte nicht IM Eingang) stehen, um sich zu orientieren. Gehen Sie dann zielbewusst in die Mitte des Raumes. Dort überblicken Sie am besten, wo ein freier Tisch ist, der Ihren Ansprüchen entspricht. Keine Angst: so geben Sie keineswegs den sprichwörtlichen Elefanten im Porzellanladen, sondern zeigen gesundes, starkes Selbstbewusstsein.

Positive Körpersignale sind die beste Karrierevoraussetzung.

Die berühmten Soft Skills gelten in der modernen Arbeitswelt als Karrierevoraussetzungen schlechthin. Eigenschaften wie Selbstbewusstsein oder Kontaktfreudigkeit werden jedoch hauptsächlich über Körpersprache vermittelt. Wer seine Karriere pushen will, sollte also die nonverbalen Botschaften anderer verstehen und die eigenen möglichst im Griff haben. Diese 3 Tipps können Ihnen dabei helfen:

1) Die Gestik:

Positive Körpersignale
Bild: Unser Wiener Referent Walter Pachschwöll im Einsatz bei einem TELOS-Seminar.
Foto: TELOS

Versteckte Hände – zum Beispiel hinter dem Rücken – werden immer als negativ empfunden. „Zeigt her eure Hände“ und zwar oberhalb der Gürtellinie und außerhalb des Brustraumes mit freundlich zeigenden und öffnenden Gesten: Handflächen nach oben, Arme offen. Da wir den Satz „Selbstlob stinkt“ leider so oft gehört haben, neigt unser Unterbewusstsein dazu, negative Aussagen körpersprachlich zu verstärken und positive Aussagen eher abzuschwächen. Vor allem die so genannten „Hand-Hals-Gesten“ verraten uns: Die Hand greift häufig dann zum Hals, wenn sie eigentlich ins Gesicht fassen will, an die Nase oder auf den Mund, beides sehr negative Gesten. Der Sprechenden, der gerade mit einer solchen Geste gestartet ist, merkt, dass ihn dies verraten könnte und versucht schnell zu korrigieren und die Richtung zu ändern, so dass die Hand zum Hals greift.

2) Die Mimik:

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Bild: Wer entscheidet denn, wie wir dreinschauen? Richtig – wir selbst!
Grafische Bearbeitung: TELOS

Unsere Mimik beeinflusst nicht nur unser Gegenüber, sondern auch uns selbst: Testpersonen, die mit Hilfe eines Bleistifts zwischen den Zähnen mimisch ein Lachen „produzierten“, fanden Comics viel komischer als andere, die den Stift nur mit den Lippen halten durften. Wer viel lacht, hat also nicht nur eine positive Ausstrahlung auf seine Umgebung, sondern auch die Chance glücklicher zu sein, viel glücklicher als Grantler. Doch Achtung: Personen mit schiefen „Lächeln“ werden gemieden. Das echte Lächeln ist meist von hochgezogenen Wangen, kleinen Hautverdickungen und Fältchen unter den Augen sowie dem Senken der Augenbrauen begleitet. Beim vorgetäuschten Lächeln sind die Muskeln rund um die Augen nicht aktiv, das Lächeln lebt nicht und springt nicht über.

3) Der Blick:

Positive Körpersignale
Bild: die Augen sind das Tor zum Menschen.
Foto: TELOS

Die wichtigsten Signale werden von den Augen gesendet. Ein freundlicher, offener Blick stimmt den Zuhörer positiv. Wer den anderen „keines Blickes würdigt“, gilt als arrogant und überheblich. Um Menschen von unseren Argumenten zu überzeugen, müssen wir ihnen durch einen offenen Blick der Augen Zugang zu unserer Seele verschaffen. Doch Vorsicht: Wer zu lange und zu intensiv sein Gegenüber fixiert, wird schnell als bedrohlich und angriffslustig angesehen. Die richtige Mischung zählt!

 

Positive Signale sind stille Erfolgsverstärker

Positive Körpersprache ist kein Smalltalk-Zubehör, sondern ein echter Erfolgsfaktor. Offenheit, freundliche Mimik und klare Präsenz schaffen Vertrauen, bevor überhaupt Inhalte bewertet werden. Wer positive Signale bewusst einsetzt, verbessert Zusammenarbeit, reduziert Konflikte und wird als kompetenter erlebt. Der Schlüssel liegt in Echtheit: keine Show, kein Dauergrinsen, sondern stimmige Körpersprache. Menschen reagieren auf das Gefühl von Sicherheit und Respekt – und genau das senden positive Körpersignale aus. Wer sie versteht, kommuniziert klarer, führt ruhiger und gewinnt leichter Sympathie.

Positive Körpersprache macht Kommunikation erfolgreicher – und ist trainierbar!

Der souveräne Umgang mit Körpersprache lässt sich lernen. Trainings helfen, unbewusste Signale zu erkennen, authentisch aufzutreten und schwierige Situationen entspannter zu meistern. Bei TELOS arbeiten wir seit über 30 Jahren mit aktuellen Methoden und praxisnahen Übungen. Maßgeschneiderte Weiterbildungsmaßnahmen samt Lernerfolgskontrolle zeigen schnell, wie kleine Veränderungen große Wirkung entfalten – im Team, im Verkauf und in der Führung.

 

Flip Körpersprache der Körper spricht mit Sicherheit Auftreten / Foto: TELOS - 03037kn
Bild: TELOS-Referent Prof. Walter Samuel Bartussek bei einem unserer Seminare.
Foto: TELOS

 

Die TELOS.Expertenbox

Positive Körpersignale sind keine faulen Taschenspielertricks, sondern innere Einstellung und klare Haltung. Wer offen, klar und authentisch wirkt, schafft Vertrauen – und macht Kommunikation leichter, erfolgreicher und menschlicher.

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Mag. Magdalena Gasser
Institutsleitung | Personalentwicklung | Coaching