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Körpersprache im Job: Präsenz und Auftreten

So wirken Sie souverän im Business

Der starke erste Eindruck!

Präsenz und Auftreten: So eerzeugen Sie Wirkung.

Der erste Eindruck kommt ohne Vorwarnung

Sie betreten einen Raum. Niemand kennt Sie, niemand hat ein Argument gehört – und trotzdem ist das Urteil schon gefällt. Willkommen in der Realität der Körpersprache. Der professionelle Auftritt entsteht nicht erst bei der Begrüßung, sondern in den ersten Sekunden: Haltung, Gang, Blick, Energie. Unser Gehirn arbeitet schnell, manchmal gnadenlos schnell. Es scannt: kompetent oder unsicher? Führungskraft oder Mitläufer? Verkauft der mir gleich etwas – oder vertraue ich dieser Person? Präsenz und Auftreten entscheiden über Wirkung noch vor dem ersten Wort!

Präsenz schlägt Perfektion

Gerade im Business zählt dieser Moment enorm. Führungskräfte müssen Präsenz zeigen, Verkäufer Vertrauen erzeugen, Mitarbeitende Kompetenz ausstrahlen. Und nein – das hat nichts mit Schauspielerei zu tun. Ein professioneller Auftritt ist kein aufgesetztes Image, sondern eine bewusst gesteuerte Wirkung. Studien zeigen: Menschen schreiben ruhiger Körpersprache automatisch höhere Kompetenz zu. Gute Nachricht: Niemand muss als Naturtalent geboren sein. Auftreten ist trainierbar. Und oft sind es kleine Veränderungen, die große Wirkung erzeugen. Ein stabiler Stand, ein ruhiger Blick, ein klares Tempo – und plötzlich hört der Raum zu. Willkommen im Spielfeld der nonverbalen Wirkung.

Das Leben ist eine Bühne.
Erving Goffman (1922–1982), Kanadischer Soziologe, Forschung zur Selbstdarstellung.

Präsenz entsteht, bevor Sie reden

Präsenz und Auftreten entscheiden noch vor dem ersten Wort. Ein professioneller Auftritt bedeutet nicht steif oder geschniegelt zu wirken. Es geht um Klarheit und Stimmigkeit. Menschen merken sofort, wenn Auftreten und Persönlichkeit nicht zusammenpassen. Ziel ist deshalb kein Rollen-Spiel, sondern eine Version Ihrer selbst, die Ruhe und Kompetenz ausstrahlt. Wer präsent auftritt, sendet Sicherheit – und Sicherheit wirkt anziehend. Diese Tipps helfen, Ihre Wirkung bewusst zu steuern, ohne künstlich zu wirken:

Körpersprache Körperhaltungen Mann / Grafik: TELOS - 05649drg
Bild: Wer entscheidet denn, wie Sie auftreten? Ganz klar: Sie selbst!
Symbolbild aus unsereren Seminarunterlagen

Collage: TELOS

1. Stabil stehen – Stabil wirken
Ein sicherer Stand ist die Basis jedes professionellen Auftritts. Füße etwa hüftbreit, Gewicht gleichmäßig verteilt. Wer ständig wippt oder das Gewicht verlagert, wirkt nervös. Stabilität signalisiert innere Ruhe und Entscheidungsfähigkeit – besonders wichtig in Meetings und Präsentationen.

2. Langsam starten
Viele sprechen oder bewegen sich zu schnell. Ein bewusst langsamer Start – beim Gehen, Sprechen oder Begrüßen – wirkt sofort souveräner. Geschwindigkeit wird oft mit Stress gleichgesetzt, Ruhe mit Kompetenz.

3. Blickkontakt als Anker
Ein klarer, freundlicher Blick verbindet sofort. Nicht starren, sondern präsent schauen. Menschen fühlen sich gesehen – und hören eher zu. Besonders wirksam beim Satzende oder bei wichtigen Aussagen.

Körpersprache Körperhaltungen verklemmt Angst Mann Frau verwischt Raster / Foto: TELOS - 14740drv
Bild: Seminarteilnehmer experimentieren mit unterschiedlichen Körperhaltungen und testen ihre Wirkung.
Schnappschuss aus einem unserer Tainings
Foto: TELOS

4. Schultern runter, Brust offen
Eine offene Haltung signalisiert Selbstvertrauen. Hochgezogene Schultern wirken angespannt, verschlossene Arme abwehrend. Offenheit schafft sofort Zugänglichkeit.

5. Bewegungen mit Maß
Zu viele Gesten wirken hektisch. Wenige, gezielte Bewegungen steigern die Wirkung. Profis setzen Gesten wie Ausrufezeichen – nicht wie Konfetti.

6. Raum bewusst nutzen
Wer sich gezielt bewegt, führt den Raum. Kleine Schritte nach vorn bei wichtigen Aussagen erhöhen Aufmerksamkeit. Planloses Herumlaufen wirkt dagegen unsicher.

7. Pause statt Dauerfeuer
Kurze Pausen wirken stärker als viele Worte. Sie geben Aussagen Gewicht – und dem Publikum Zeit zu folgen. Wer Pausen aushält, wirkt automatisch professioneller.


Bild: Probieren im geschützten Rahmen – Seminarteilnehmer nehmen verschiedene Körperhaltungen ein
Schnappschuss aus einem unserer Seminare.

Foto: TELOS

Die 3 häufigsten Fehler bei Präsenz und Auftreten

Stress, Unsicherheit und der Wunsch, gut anzukommen, führen oft zu unbewussten Fehlmustern. Das Problem: Unser Körper verrät Nervosität schneller als Worte. Genau deshalb lohnt es sich, typische Fallen zu kennen.

  1. Der Hektik-Auftritt. Zu schnelles Gehen, Reden, Gestikulieren. Häufig bei Präsentationen oder Verkaufsstarts. Wirkung: Nervosität statt Kompetenz. Lösung: bewusst verlangsamen und klare Startsekunden setzen.
  2. Der Der Schutzpanzer. Verschränkte Arme, eingezogene Schultern, wenig Bewegung. Typisch bei Unsicherheit oder neuen Situationen. Das Gegenüber interpretiert es als Distanz. Alternative: offene Haltung und lockere Arme.
  3. Der Show-Auftritt. Zu viel Theater, zu große Gesten, künstliche Energie. Häufig bei Menschen, die „professionell wirken wollen“. Ergebnis: unglaubwürdig. Besser: weniger machen, dafür authentisch bleiben.
Wer’s genau wissen will

Fünf grundlegende wissenschaftliche Fakten über Präsenz und Auftreten:

  1. Erste Eindrücke entstehen in Millisekunden. Studien (z.B.: von Ambady & Rosenthal) zeigen, dass wir Menschen innerhalb weniger Sekunden bewerten. Körpersprache dominiert den Eindruck.
  2. Starke Körperhaltungen beeinflussen auch die Eigenwahrnehmung. Als „Power Posing“ beschreibt die Forschung (Carney et al.) das Phänomen, dass eingenommene Körperhaltungen (offen/groß vs. geschlossen/klein) das Selbstwertgefühl, die Risikobereitschaft und das Machtempfinden beeinflussen: offene Körperhaltungen erhöhen das subjektives Selbstvertrauen – auch kurzfristig!
  3. Langsames Sprechen wirkt kompetenter. Kommunikationsstudien belegen, dass ruhiges Tempo mit Autorität verknüpft wird!
  4. Offenheit steigert Sympathie. Aus der sozialpsychologischen Forschung wissen wir: offene Körperhaltung erhöht die Vertrauenswahrnehmung.
  5. Nonverbale Signale überlagern Worte. Kommunikationsstudien zeigen immer wieder: Körpersprache beeinflusst Glaubwürdigkeit stärker als Inhalte!

 


Bild: Präsenz zeigen und professionelles Auftreten ist in vielen Bereichen wichtig! 

Schnappschuss aus einem unserer Firmentrainings, hier im großen Saal des Stdttheaters.
Foto: TELOS

Präsenz schlägt Perfektion

Der professionelle Auftritt ist kein Schauspiel, sondern bewusste Klarheit. Wer stabil steht, ruhig schaut und den Raum bewusst nutzt, wirkt automatisch souverän. Es geht nicht darum, perfekt zu sein – sondern klar, authentisch und präsent. Menschen folgen nicht zwangsläufig den besten Argumenten, sondern der Person, die Sicherheit ausstrahlt. Genau deshalb entscheiden oft Sekunden über Wirkung. Gute Körpersprache spart Worte, reduziert Missverständnisse und schafft Vertrauen. Und das Beste: Sie ist trainierbar – Schritt für Schritt.

Wirkung beginnt vor dem ersten Wort.

Professionelles Auftreten kann man lernen. Trainings helfen, typische Unsicherheiten zu erkennen, souveräner aufzutreten und stressige Situationen ruhiger zu meistern – vom Kundengespräch bis zur Präsentation. TELOS arbeitet seit über 30 Jahren praxisnah mit Führungskräften und Teams, nutzt aktuelle Methoden und entwickelt maßgeschneiderte Weiterbildungen mit klarer Lernerfolgskontrolle. Kleine Veränderungen machen oft den größten Unterschied.


Bild: Im Mittelpunkt stehen, Präsenz zeigen, Sicherheit vermitteln – egal, wie viele Menschen beobachten!
Schnappschuss aus einem unserer Seminare im Outdoorbereich.
Foto: TELOS

Die TELOS.Expertenbox

Ein professioneller Auftritt ist keine Maske – sondern die sichtbare Form innerer Klarheit. Wer bewusst wirkt, wird gehört, bevor er spricht.

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Mag. Magdalena Gasser
Institutsleitung | Personalentwicklung | Coaching