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Männergespräch: 4) Sturheit und Neuorientierung?

Wie Südtiroler Männer aufwachen und sich aufmachen!

Teil 4: Männer pendeln oft zwischen Sturheit und Neuorientierung.
Dch Veränderung ist möglich, auch für Männer!

Was ist „Männlichkeit“?

Eine Wochenzeitschrift kam zu uns ins Institut, um die heutige Männerrolle zu beleuchten. Wie gehen Männer heute mit Sturheit und Neuorientierung um? Wie veränderungsresistent sind Männer? Wie bereit sind sie, ganze Jahrtausende von Patriarchat zu hinterfragen? Und was kann dabei auf welche Weise helfen? Lesen Sie hier den vierten und letzten Teil des Interviews „Männer“ mit dem Psychologen und Psychotherapeuten Dr. Elmar Teutsch >>, der viele Jahre Erfahrung als Leiter von Männergruppen hat.

Frage:
In Ihren Coachings und Seminaren arbeiten Männer und Frauen ja aktiv an der eigenen Richtungsbestimmung. Sagen Sie uns etwas mehr zu den Inhalten?

Elmar Teutsch:
Wir suchen in unserer Arbeit nach alternativem Verhalten, das uns helfen soll, auf Ersatzhandlungen wieder mehr zu verzichten. Dazu brauchen wir die grundsätzliche Bereitschaft zu Veränderung. Das klingt bei anderen selbstverständlich, bei einem selbst ist es oft schwerer nachzuvollziehen. Dazu ein Beispiel: Die Männer der Meriam, einem vor der Nordostküste Australiens lebendem Inselvolk, jagen und fischen, um zu protzen. Nahrung bringen die riskanten Jagden dagegen eher wenig. Speerfischen und Schildkrötenjagd sind wenig effektive Wege an Nahrung zu kommen. Das Sammeln von Schalentieren – bei den Meriam Frauensache – bringt viel bessere Erträge. Dennoch widmen sich die meisten Männer beinahe ausschließlich dem Fischen mit dem Speer. Die Forscher glauben, dass die Männer damit potenziellen Partnerinnen und Konkurrenten ihre Kühnheit demonstrieren wollen. So schleppen Speerfischer ihre Beute nicht wie die Sammlerinnen von Schalentieren in Eimern nach Hause, sondern tragen die Fische für alle gut sichtbar in ihren Händen. So berichten die älteren Meriam, dass man noch vor 20 oder 30 Jahren ein guter Jäger hätte sein müssen, um überhaupt verheiratet zu werden.
Ein mitteleuropäischer Mann kann vielleicht darüber lachen, doch wie schaut es denn mit eigenen Gewohnheiten aus? Sind die auch so leicht zu durchschauen und über Bord zu werfen? Der Weg ist für viele oft anstrengend, aber immer lohnend: Denn wir Männer können viel mehr als nur Arbeit, Politik oder Sport. Dies zu entdecken, nenne ich neuen Lebenssinn entdecken!

Frage:
Was wird denn die zukünftige Rolle der Männer in der Gesellschaft bestimmen?

Elmar Teutsch:
Wenn ich das wüsste, bräuchte ich keine Coachings und Seminare anzubieten, sondern einfach eine „Gebrauchsanweisung“ zu veröffentlichen. In Wirklichkeit ist es genau umgekehrt: Die Männer, die kommen, sind auf der Suche. Und die Frauen ebenfalls. Die Suche geht dabei nicht nach außen, nach neuen Regeln oder Vorschriften, die es zu erfüllen gilt, sondern nach innen. Wir spüren den persönlichen Fragen nach, die jeder Einzelne hat, und die aus seiner Persönlichkeitsstruktur kommen, aus dem Kontext seiner Beziehungen zu Partner, Familie und Mitmenschen, kurz: aus seinen Lebensumständen. Und daher geht es nicht um „Universallösungen“, die es nicht gibt, und die folglich unerreichbar bleiben, sondern vielmehr um individuelle Wege, die jeder Einzelne für sich selbst finden muss: passend zu den eigenen Wünschen, Sehnsüchten und Zielen und gleichzeitig in Wechselwirkung mit seinem Umfeld.
Das „neue Mannsbild“ ist also kein gerahmtes Ölbild, das hinter Glas im Zeit-Museum hängt, sondern eine Leinwand, die wir gerade gestalten. Das ist doch eine gute Nachricht!

Dieses war der letzte Streich …

… doch der nächste kommt sogleich. Und zwar von Ihnen. Denn der 4. Teil des Interviews ist hier zu Ende, die „Männerarbeit“ fängt hingegen erst so richtig an. Und dazu wünsche ich Ihnen – Männern wie Frauen – viel Offenheit und Bereitschaft zu Neuem!
Ihr Dr. Elmar Teutsch, Psychologe und Psychotherapeut.

Sturheit und Neuorientierung?

Wie ist das bei Ihnen, wie verhalten Sie sich eher? Oder ist bei Ihnen vielleicht alles ganz anders?
Lesen Sie hier den 1. Teil des Gesprächs >>

 


Bild: Auf zu neuen Ufern!
Symbolbild aus unserem Testlabor.
Foto: TELOS

 

Was wirklich wichtig ist, im Leben …

Wir Menschen, Männer wie Frauen, wollen gut funktionieren. Fragen, die darüber hinaus gehen, würden bloß stören und deshalb neigen wir oft dazu, sie zu verdrängen: Fragen nach der eigenen Rolle, nach den Aufgaben im Leben, nach den persönlichen Vorlieben, nach Wünschen, Hoffnungen und Zielen. Und so bleiben diese Fragen ungelöst. Damit aber gären sie im Unterbewussten, zehren an unserer Energie, rauben uns Kraft. Das ist schade und nicht nötig. Entfesseln Sie unselige Verstrickungen, heilen Sie alte Wunden und lösen Sie aktuelle Konflikte. Zögern Sie nicht länger, sorgen Sie jetzt für ein selbstbestimmtes, freies und glückliches Leben. Es gibt Wege, es gibt Lösungen. Hier zwei besonders bewährte Hilfen aus unserem „Medizinkasten“:

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Mag. Magdalena Gasser
Institutsleitung, Personalentwicklung, Coaching