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Thema Sex: 1) Stehvermögen und Liebeslust

Was tun, wenn er nicht so will, wie er sollte?
Bild: Wie wichtig ist das Standvermögen? Was meint der Mann, was sagt die Frau? Foto: TELOS

Was Männer fürchten und worüber sie niemals sprechen.

Des Mannes bestes Stück?

Viele Menschen kommen zu uns ins Institut mit Schwierigkeiten in ihrem Sexleben. Wenn es Männer sind, die Rat suchen, drehen sich dabei viele der Fragen um des Mannes bestes Stück. Denn Mann und Männlichkeit hängen oft (zu Unrecht!) – nein, nicht an einem dünnen Faden, wohl aber an einem Organ, das für den Betroffenen nicht immer tut was er will, oder nicht so aussieht wie sein Besitzer möchte oder auch nicht so lange durchhält wie mancher das wünschen würde. Wenn Man(n) nicht kann, bedeutet dies oft Peinlichkeit , Scham, Betroffenheit, Frust oder gar Verzweiflung für den Betroffenen und die Partner(in). Entdecken Sie hier praktische Tipps zu Stehvermögen und Liebeslust!

Stehvermögen und Liebeslust: Wie schaut’s wirklich aus?

Lesen Sie hier was unser Institutsgründer, der Psychologe und Psychotherapeut Dr. Elmar Teutsch zu berichten weiß über die drei häufigsten Beschwerden rund um den männlichen Freudenspender und entdecken Sie praktische Tipps und Wege aus dem Dilemma um die männlichen Potenz:

1) Erektionsprobleme und Stehvermögen
Josef H. aus Schlanders, 24, Angestellter*), klagt zum Beispiel: „Ich fühle mich unter Druck. Unter Kollegen wird immer so groß geredet, wie viele „Nummern“ die so abziehen, Witze werden darüber gemacht, aber für mich ist es ernst. Ich hatte bis jetzt nicht so oft Gelegenheit, mit einer Frau zusammen zu sein, und da hat es meistens gar nicht geklappt. Ich war auch schon beim Arzt, der hat gesagt,es wäre mit mir alles in Ordnung. Ist es aber nicht, es ist überhaupt nicht in Ordnung. Und obwohl ich eigentlich gut ausschaue und eine sportliche Figur habe, traue ich mich inzwischen zu Frauen gar nicht mehr hin. Ich mag mich nicht mehr blamieren.“ *) Namen und Daten durch TELOS geändert

Oh ja, angeben mit unserem Stehvermögen können wir Männer prima. Viel zu oft definieren wir Männlichkeit über Potenz und neigen zu Präpotenz. Und viel zu selten wagen wir offene Worte, wenn es nicht klappt: von vermeintlichen Problemen („mein Penis ist zu kurz“) bis zu tatsächlichen „Ich komme zu schnell“ oder „ich krieg keinen hoch“, Hauptsache nix zugeben. Erektionsstörung oder, medizinisch, „erektile Dysfunktion“ nennt der Fachmann den Zustand, wenn der Penis seit mindestens 6 Monaten nicht genügend steif wird für einen befriedigenden Geschlechtsverkehr. Bei einem jungen Mann hat das meist nicht organische Ursachen, sondern psychische. Der Penis besteht vor allem aus Schwellkörpern, die sich bei sexuellen Reizen mit Blut füllen und anschwellen. Gesteuert wird das vom zentralen Nervensystem und nicht vom Willen des Mannes: damit er steif wird, müssen wir locker lassen. Denn der Körper reagiert schnell mit Stressreaktionen, die wir als Spannungskopfschmerzen kennen, als Magen/Darm-Problemen usw. Das gilt auch für unser bestes Stück: die Blutzufuhr wird gehemmt, Schluss mit dem Fluss. Das passiert immerhin fast jedem fünften Mann. Doch nur 10 bis 20 % davon trauen sich zum Arzt. Dazu warten sie in der Regel 1 – 2 Jahre und erst dann wissen sie, ob der Körper nicht will oder, wie bei Josef, der Geist.

Ein kleines „Hausmittelchen“ kann vor allem jungen Männern helfen, organische Ursachen auszuschließen: nächtlicherweise, vor allem während der Traumphasen, kommt es bei jungen, gesunden Männern öfters zu unbewussten Erektionen. Das zeigt die Funktionsfähigkeit des Organs und so kann die „Morgenlatte“ dem Unsicheren den beruhigenden Hinweis geben, dass er sehr wohl kann, wenn er sich nicht gedankenschwer selbst daran hindert. Was auch schon wieder ein wenig hilft … Wie kann also Josef und die vielen anderen Josefe mit dem selben Problem den „Druck“ abbauen, wenn es nicht um ein organisches Problem handelt sondern ein psychisches?
Schritt Schritt 1: Weg von der Rolle. Müssen wir wirklich die tollen Hengste sein, die immer wollen und jederzeit können? Nein, absolut nicht! Die Liebeslust ist ein zartes Pflänzchen, das immer BEIDE Teile angeht. Josef muss keinen „Service“ leisten. Beide Liebespartner sind zu gleichen Teilen dafür verantwortlich, was geschieht, wie es geschieht und ob es geschieht.
Schritt Schritt 2: Weg vom Stress. Das Beratungsziel heißt in diesem Fall, die Sexualität entspannter anzugehen. Wie locker nehmen Sie denn andere Dinge im Leben? Müssen Sie immer perfekt sein, müssen Sie etwas spielen? Oder sind Sie so liebenswert, wie Sie sind? Wenn Sie die richtige Partnerin finden, finden Sie vermutlich auch die nötige Leichtigkeit für entspannten Sex, auch ohne Viagra. Und wenn der Turm mal nicht so steht, wie er sollte: es gibt unzählige andere Möglichkeiten die Partnerin (oder den Partner) zur Lust zur verhelfen. Ob Sie oral oder manuell verwöhnen, technische Hilfsmittel wie Dildos verwenden oder ihr einfach den Bauch kraulen, während sie es sich selbst macht – Hauptsache, Sie erlauben sich, dass das so sein darf.
Schritt Schritt 3: Weg vom Frust. Wenn sich der aktuelle Zustand auch langfristig nicht ändert, suchen Sie professionelle Hilfe, bei öffentlichen Stellen oder in privaten psychotherapeutischen Praxen, beides finden Sie überall in Südtirol – und gerne auch bei mir.

2) „Hilfe, mein Penis ist zu klein …“
Dieser Ausruf wird nie laut getätigt und in der Öffentlichkeit auch nie zugegeben, kommt nur bei Arzt und Psychotherapeut zur Sprache. Denn diese Angst bohrt und sägt oft und öfter am Selbstwertgefühl des Mannes. Penisneid gibt es nicht nur im Freudschen Sinne. Schon beim Wettpinkeln im Knabenkreis geht es nicht bloß um Spritzlänge: heimlich wird auch die andere Länge verglichen. Dabei ist die unwichtig. Entdecken Sie hier, warum die Liebeskunst nicht in cm zu messen ist:

Wir Männer halten unsere Penislänge für entscheidend. Die variiert von (vermuteten) 45 cm bis unter 2,5 cm – das nennt der Fachmann dann Mikropenis. Rein statistisch ist der durchschnittliche eurasische Penis (es gibt sie tatsächlich, die ethnischen Unterschiede: Afrikaner haben ihn länger, Asiaten kürzer!) 7,6 cm lang und steigert sich bei Erregung auf 11,1 cm, auch nicht gerade ein Maß auf das wir neiderfüllt blicken müssen. Die erschlaffte Größe erlaubt übrigens keine Rückschlüsse auf das Format im ausgefahrenen Zustand, da kann sich viel ändern: kleine können riesig werden, große womöglich kaum zulegen. Genau so variiert auch die Form: gerade, krumm oder schief – alles kann und darf sein. Im erigierten Stadium zeigen die meisten Männer einen Pilz, dessen dickste Stelle die Eichel ist. Einige gute Stücke sind eher schlauchförmig und einzelne kegelförmig. Wie immer sie geformt sein mögen: auf den Lustgenuss der Dame hat weder Form noch Größe einen Einfluss: die Scheide ist sehr flexibel und passt sich dem kleinen wie dem großen Penis an. Außerdem sitzen die Lustzonen der Frau vor allem an der Klitoris und den Schamlippen. Dabei spielt die Penisgröße überhaupt keine Rolle. Auch beim männlichen Orgasmus sind die Maße völlig wurst. Denn dieser hängt organisch von den sensiblen Nervenzellen der Genitalregion, vor allem der Eichel ab und psychisch vom Grad der Erregung. Die Erregung wiederum wird über das Zentralnervensystem gesteuert und unterliegt damit zahllosen Faktoren. Erwartungsdruck, Stress, Überarbeitung,aktuelle Probleme beeinflussen negativ. So verkehrt es klingt: Lockerheit fördert die Steifheit, Verkrampfung verhindert sie.

Größe ist relativ und variabel. Alter zum Beispiel macht müde: Größe, Neigungswinkel wie Steifheit nehmen mit den Jahren ab – Erfahrung, Gelassenheit und souveräner Körpereinsatz machen das wett und den Golden-Ager zum Liebesprofi. Auch ein Bad im kalten Wasser lässt selbst stolze Größen schrumpfen, das renkt sich aber mit den ersten Sonnenstrahlen gleich wieder ein. Trotzdem wünschen sich manche Männer mehr Länge. Spezielle exotische Massagen versprechen Wunder, allerdings bleibt es in der Regel beim Versprechen, wissenschaftlich nachgewiesen ist nix. Eine Operation kann optisch was ändern, weil der Penis dann im schlaffen Zustand etwas weiter nach unten hängt. Der Mann kann sich dann, wenn die OP-Schmerzen nachgelassen haben, im Gefühl sonnen, mit baumelnden Gemächt durch die Steppe zu streifen. So wie auch auch Naturvölker mit aufgesetzten Penishüllen, die sie am Bauch festbinden Virilität und Fruchtbarkeit suggerieren. Auch so genannte „Penisstrecker“ können eine Kleinigkeit an Länge bringen, allerdings muss der Verlängerungswille da schon sehr groß sein und geradezu insektenhafte Geduld ist gefragt, da das Gerät monatelang mehrere Stunden täglich getragen werden muss. Dabei können wegen möglicher Gewebeschäden sogar Erektionsstörungen auftreten.

Besser hilft das schon das Beckenboden-Training: Erhöhte Durchblutung fördert die Standfestigkeit und macht Ihr bestes Stück auch in Ruhelage präsentabel. Wer nicht kürzlich seine Frau zur Schwangerschaftsgymnastik begleitet hat, wird die Technik gerade nicht griffbereit haben. Dabei ist sie ganz einfach: Spannen Sie mehrmals täglich die Po- und Beckenbodenmuskulatur 10 mal hintereinander für 2 Sekunden an (so als würden Sie gerade am Klo Ihr großes Geschäft beenden) und lassen Sie dann für 15 Sekunden wieder ganz locker (so als würden Sie Ihre Klotätigkeit doch noch fortsetzen wollen, doch OHNE zu drücken). Mit der Zeit erhöhen sie die Anspannungsdauer bis auf 10 Sekunden. Der kleine Zusatztipp fürs Überleben: atmen Sie während der Übung weiter, ruhig und regelmäßig!

Die Länge hilft gar nix. Nur dem Selbstbewusstsein von Jünglingen nutzt die Penislänge und verschafft beim nächtlichen Wettpinkeln zwar nicht Spritzvorteile, vielleicht aber anerkennende bis neidische Blicke. Es gibt jedoch keine wie immer geartete Korrelation zwischen langer Penis = sexuelle Leistungsfähigkeit. Im Gegenteil: Untersuchungen lassen vermuten, dass ein besonders voluminöses Stück länger braucht und sich schwerer, tut die nötige Steifheit zur Penetration aufzubauen, wohingegen ein kleiner Penis oft stabiler ist und der Frau mehr Freude spenden kann. Die Zeugungsfähigkeit ist ohnehin (von Seiten des Mannes) nicht von den gemessenen Zentimetern abhängig, sondern von der Gesundheit seiner Spermien! Reicht das zur Beruhigung? Wenn Sie das nächste Mal zweifelnd auf IHN hinunter sehen, meckern sie nicht mehr an IHM rum und auch nicht an sich selbst, sondern denken sie daran, dass der berühmteste Tantra-Meister bloß einen Mikro-Penis besaß und doch unzählige Höhepunkte damit bescheren konnte, weil er es konnte. Also – auch im „organischen“ Sinne: Kopf hoch!

3) „Ich komme zu früh …“
Dies ist eine weitere männliche Grundangst: von Erfolgdruck geplagte Männer-Deckhengste befürchten, nicht lange genug durchzuhalten. Dabei ist dies die wohl häufigste Sexualstörung bei Männern, vor allem bei jungen. Wie sieht es tatsächlich mit dem Standvermögen aus?

Ein knappes Minütchen. Untersuchungen kommen zum Schluss, dass bis zu 20 Prozent der Männer innerhalb der ersten Minute des Koitus bereits zum Erguss kommt. Das Rezept dagegen? Die drei Schritte, die wir unter „Erektionsprobleme“ angeführt haben helfen prima auch bei der verflixten „Ejaculatio praecox“. Auch unser Beckenbodentraining vom vorherigen Abschnitt wirkt, wenn Sie es regelmäßig gemacht haben, retardierend. Mentale Ablenkungsübungen können ebenfalls gut wirken: z.B. weg von der Übererregung, hin zur Gelassenheit, ausatmen, gedanklich durch eine ruhige Landschaft wandern, oder Sie bewundern – nein, nicht die Kurven Ihrer Geliebten, sondern die Rippen des Heizkörpers und zählen sie konzentriert mehrere Male …

Und wenn das alles noch nicht reicht, hier ein probates Grundrezept: onanieren Sie fleißig und trainieren Sie dabei, Ihre Erregung bewusst zu steuern, mal stärker mal schwächer, bis SIE sich die Erlaubnis zur Ejakulation geben. P.S.: tun Sie es vielleicht nicht gerade direkt vor der beischläfrigen Begegnung, sonst droht unter Umständen Problem Nummer 1.

In diesem Sinne wünsche ich allen meine Geschlechtsgenossen und deren Partnerinnen ein entspanntes, freud- und lustvolles Sexualleben! Ihr Elmar Teutsch.

Professionelle Hilfe.

Wegen einmal kurz Zahnweh rennt niemand zum Dentisten, ein verdorbener Magen ist meist kein Anlass für die Arztvisite. Wenn die Schmerzen aber länger anhalten und immer wieder kommen, dann zögert wohl niemand mehr, medizinische Hilfe anzunehmen. Bei seelischen Problemen hingegen, zögern wir Menschen oft jahrelang uns professionelle Hilfe zu holen. Und schleppen stattdessen unser Elend immer gleich weiter. Dabei ist es doch um jeden Tag schade, wo unser Lebensgefühl ernsthaft beeinträchtigt ist. Die gute Nachricht: es gibt Wege, es gibt Lösungen. Hier zwei besonders bewährte Hilfen aus unserem „Medizinkasten“:

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Referenten Institutsleiterin Mag. Magdalena Gasser Garten D6201bnn
Mag. Magdalena Gasser
Institutsleitung, Seminarentwicklung, Coaching
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