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Trauern: Trauerphase 4

Das Leben darf wieder weitergehen!

Die Trauerphase 4 bringt neuen Selbst- und Weltbezug

In der Trauerphase 4 finden die Hinterbliebenen einen neuen Blick auf sich selbst und auf die Welt

Erst in der Trauerphase 4 erfolgt die tatsächliche Akzeptanz des Todes. Der Hinterbliebene beginnt, seinen Lebensrhythmus neu zu gestalten, die Gewohnheiten, die mit dem Verstorbenen geteilt wurden, werden aufgegeben. Eine Form von Neuanfang wird möglich. Der Hinterbliebene entwickelt Kraft und Selbstständigkeit. Die Freude kehrt zurück, häufig gepaart mit einem vertieften Sinngefühl dem Leben gegenüber.

Der Blick geht wieder auf das Leben im Hier und Jetzt

Anzeichen

Dieses Stadium wird eingeläutet, wenn nicht mehr das gesamte Sinnen und Phantasieren um den Verstorbenen kreist.

Voraussetzung

Voraussetzungen dafür sind:
   1) Dass der Verstorbene eine echte „innere Figur / Begleiter“ geworden ist (die wandelbar und verändert ist – siehe Phase 3).
   2) Dass Lebensmöglichkeiten, die vorher nur in der Beziehung gelebt wurden, zu eigenen Möglichkeiten erwachsen sind.

Neues Leben (Adaptation)

Neue Beziehungen, Rollen, Verhaltensmöglichkeiten, Lebendstile können jetzt wieder möglich werden. Diese müssen immer im Zusammenhang mit der eigenen Persönlichkeit neu entwickelt werden. Die Prüfung nach dem: „bin ich das überhaupt (noch / wieder)?“ übernimmt der Trauernde selbst. Der neue Selbst- und Weltbezug zeichnet sich aus durch eine Akzeptanz des Verlustes:
   • Alte „eingespielte“ gemeinschaftlich Lebensmuster sind verlernt.
   • Neue Lebensmuster werden gefunden, ohne dass der Verstorbene vergessen wäre.
   • Das Leben erhält wieder einen Sinn!

Rückfälle:

Auch hier gibt es Rückfälle in vorherige Phasen, oft gerade nach euphorischen Abschnitten in diesem Abschnitt: gerade jetzt gibt es oft starke emotionale Reaktionen auf Verluste von Menschen (jeglicher Art). Meist bleibt diese gewisse „Labilität“ bei Verlusten für das weitere Leben erhalten. Dabei geht es um das erlernte Muster des Trauergefühls und der Verlustangst („Wiederholungszwang“ der Emotionen).

Rückfälle sind wichtig!

   • Sie dienen der erneuten Aufarbeitung.
   • Sie bieten die Chance, die eigenen Verlusterfahrungen zu durchschauen.
   • Dadurch wird kein „Wiederholungszwang“ der Emotionen entwickelt.
   • Für weitere Verluste weiß der Betroffene dann, dass er schon einmal die Trauerarbeit überstanden hat.
   • Außerdem verstärken Rückfälle die Erfahrung, dass jede Beziehung vergänglich ist.
   • Wir lernen, dass alles Einlassen auf das Leben an den Tod grenzt.

Hilfen

   • Helfer sind jetzt langsam entbehrlich!
   • Akzeptieren Sie die neue Selbstständigkeit des Trauernden.
   • Tragen Sie dazu bei, dass der Trauernde auch den Helfer loslassen kann.
   • Achtung: Helfer können jetzt Hemmende werden
   • Akzeptieren Sie, dass Sie so nicht mehr gebraucht werden.
   • Überprüfen Sie die eigene „Bedürftigkeit“, helfen zu müssen (Helfersyndrom).
   • Begrüßen und unterstützen Sie Veränderungen im Beziehungsnetz des Trauernden.
   • Helfen Sie, Neues zu akzeptieren!
   • Bleiben Sie zugleich sensibel  für Rückfälle.
   • Suchen sie gemeinsame Formen, die Trauerbegleitung behutsam zu beenden oder umzugestalten.
   • Welche Formen der Traueraufarbeitung bietet der Todestag?
   • Sprechen Sie mit dem Trauernden auch darüber klar.

 

Natürlich kann man am Jahrtag des Toten gedenken, doch soll dies kein „ewiges Licht“ werden.
Manche Eltern lassen das Kinderzimmer für alle Zeiten unverändert,
andere übertrumpfen sich gegenseitig mit Gedenkanzeigen zum xten Todestag.
Ein Mausoleum zu errichten, ist für die Trauerarbeit nicht förderlich!

 


Bild: der Blick geht wieder auf das Leben im Hier und Jetzt
Schnappschuss aus einem TELOS-Seminar
Foto: TELOS

 

Besser bearbeiten als verdrängen!

Wollen Sie neue/alte Schmerzen bloß verdrängen und damit ewig weitertragen? Oder besser aufarbeiten und einen neuen Lebensbezug finden? Wie leicht oder schwer das fällt, hängt von vielen Faktoren ab. Und doch ist es IMMER möglich. Die gute Nachricht: Sie müssen nicht alles alleine durchstehen. Mit professioneller Unterstützung geht es leichter, schneller und sicherer: endlich los lassen und Platz schaffen für neue Energie und Lebensfreude und wieder Sonne in Ihren Alltag bringen. Trauern ist nötig, doch es braucht auch ein Ende! Hier zwei vielhundertfach bewährte Wege aus unserem „Medizinkasten“:

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Mag. Magdalena Gasser
Institutsleitung, Personalentwicklung, Coaching

 

Das Arbeitsbuch „Die Trauerphasen“.

Holen Sie sich hier das 27seitige Arbeitsbuch „Trauerphasen“ und helfen Sie sich und/oder Anderen, mit der Trauer besser umzugehen. Diese Broschüre ist im Rahmen unserer Artikelserie in den öffentlichen Medien für kurze Zeit kostenlos freigeschaltet. Die Unterlagen sind eigens für das E-Learning konzipiert. Schrifttyp und -größe sind so gewählt, dass die Lektüre direkt am Bildschirm erleichtert wird. Als Leser entscheiden Sie dann selbst, welche Seiten Sie elektronisch ansehen und welche Sie ausdrucken. Die übrigen Bände dieses Lernthemas und viele weitere Themen aus unserer Selbstlern-Reihe finden Sie hier: Homelearning >>

Foto: TELOSArbeitsbuch „Trauerphasen“:
Texte und Übungsblätter, 27 Seiten, pdf-File, 4,6 MB >>

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Bild: Unser Arbeitsbuch „Trauer 2 – Die Trauerphasen“, hier ausgedruckt und mit Spiralbindung.
Texte, Grafik und Fotos: TELOS