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Weihnacht mit Maria und Josef: 1) Der Stempelschneider

Eine (fast) wahre Weihnachtsgeschichte in 5 Folgen, die jedem, der guten Willens ist, zeigt, worauf es wirklich ankommt.

Josef, der Stempelschneider

Teil 1: Josef, der Stempelschneider.

Der erste Teil unserer (fast) wahren Weihnachtsgeschichte: Josef, der Stempelschneider tritt auf. Wir lernen ihn kennen, seinen Beruf und sein Hobby, seine stille Art und seine Einsamkeit.

Die Geschichte fängt an

Josef war jedes Mal völlig hingerissen, wenn er Maria anschaute: „Du bist die wunderbarste Frau, die ich kenne. Genau so, wie deine Augen leuchten, so leuchtet auch deine Seele. Und deshalb …“ – doch lasst uns von vorne anfangen:

Also: Es war einmal ein Mann, der hieß Josef. Er hatte einen Beruf, der ihm wenig Freude machte. Er war Stempelschneider: er musste Tag für Tag Stempel anfertigen, die seine Kunden von ihm wollten; Stempel, immer wieder Stempel. Stempel mit den Worten „Eingangsrechnungen“, „Überweisungsbelegkopie“ oder „Interne Aktenvermerksnummer zur Wiedervorlage“. Auch „Eilt“ musste er auf viele stechen, oder gar „Eilt sehr“, mit drei Rufezeichen und doppelt unterstrichen! Dabei hatte es Josef gar nicht eilig. Josef war auch nicht so laut wie seine Stempel, er sprach nicht viel. Jedes Wort, das er in seine Stempelplatten stach, schien ihm wie verbraucht und fehlte ihm nachher in seinem Wortschatz. Er waren viele Stempel, die er schnitt, Jahr für Jahr, und viele Wörter die er verbrauchte. So war er Stempel für Stempel immer schweigsamer geworden.

Doch zum Glück hatte Josef, der Stempelschneider nicht nur einen Beruf, sondern auch ein Hobby: mit seinen geschickten Fingern, mit denen er tagsüber Stempel schnitt, schnitt er abends Figuren und Figürchen. Den ganzen Tag über freute er sich in seinem Stempelgeschäft schon auf den Abend, wo er sich in seinen Keller flüchten konnte und den Stempelstichel mit dem Schnitzmesser vertauschen konnte.

Untertags der Laden, abends der Keller. Da ist nicht viel Platz für das, was wir heute „soziale Kontakte“ nennen. Worte auf den Stempeln und Schweigen auf der Zunge. Josef hatte wenig Bekannte, kaum Freunde und schon gar keine Freundinnen.

Dabei war er oft genug von Frauen umgeben. Firmenstempel bestellen ist keine Führungsaufgabe, nein, da schickt der Chef die Sekretärin. Die Sekretärinnen – froh, dem Büroalltag wenigsten für eine kleine Weile entflohen zu sein – lassen sich Zeit, schauen sich im Laden um, versuchen, den Stempelmacher in ein Gespräch zu verwickeln, allerdings mit wenig Erfolg, sind doch seine Worte fast alle schon Stempel geworden und so wohl hundertfach zu lesen, aber kaum zu hören.

Erst am Abend, nachdem er das Schild „Geschlossen“ (natürlich auch selbst gemacht) an die Ladentür gehängt hat und nach Hause gegangen ist, erst da spricht Josef mit seinen Kundinnen: aus einem Stück Holz verleiht er ihnen mit seinem Schnitzmesser wieder Form und Leben und bevölkert seinen Keller mit den Scharen seiner stummen Gefährtinnen, alle noch stiller als er selbst. Ja so war er: einsam und still.

Und je mehr Worte er in seine Stempel schnitt, desto schweigsamer wurde er. Und um so mehr liebte er sein Hobby, da braucht er mit niemandem zu sprechen, er war ja ganz alleine in seinem Keller und schnitzte Abend für Abend seine Figuren, kleine, dafür aber viele. Und sehr lebensechte, ja fast schon lebendige. Als gedankliche Vorbilder dienten ihm dabei seine Kunden, die vorwiegend weiblich waren, da meist die Sekretärinnen die Stempel bestellten und abholten.

Stempel eilt sehr dringend wichtig / Foto: TELOS - 10388
Bild: Nicht nur die Stempel rufen „Eile!“, auch sonst ist es um diese Zeit so fruchtbar eilig…
Grafik: TELOS

 

Nächste Woche geht unsere Weihnachtsgeschichte weiter:

Lesen Sie in einer Woche den zweiten Teil und entdecken Sie, was Josef am liebsten schnitzte und wie er – möglicherweise – Maria kennenlernen könnte …

Einsamkeit oder soziale Kontakte: worauf kommt es wirklich an, im Leben?

Diese Frage betrifft nicht nur die beiden Akteure unserer Weihnachtsgeschichte sondern wohl jeden Menschen. Dass Geld nicht alles ist, dass wir Altlasten und negative Programmierungen los werden sollten, dass wir Ziele brauchen, Beziehungsfähigkeit, Optimismus und Lebensfreude – alle diese Faktoren lernen wir oft erst dann schätzen, wenn es fast schon zu spät ist. Und wie ist das bei Ihnen? Wollen auch Sie sich die Frage stellen, was Ihnen wirklich wichtig ist im Leben? Wollen auch Sie entscheiden, und zwar selbst entscheiden, wie Ihr Weg weiter geht, ob Sie sich von alten Gewohnheiten weiter treiben lassen oder jetzt gute Lösungen finden für sich und damit letztlich auch für alle, die mit Ihnen zu tun haben? Sicher – es klappt nicht immer auf Anhieb. All zu mächtig sind die eingefahrenen Rollen und auch die Erwartungen unserer Umwelt, für die wir ja bisher immer „funktioniert“ haben.
Anderseits: es gibt Unterstützung!

Psychologische Beratung: Viele Menschen nutzen unsere persönliche psychologische Beratung. Sie wählen aus, von welchem Berater sie begleitet werden wollen und vereinbaren ihren Wunschtermin, der in der Regel auch ganz kurzfristig möglich ist.

Seminare: Eine ebenfalls sehr wirksame Hilfe ist die Arbeit in einer Gruppe. Hier lernen die Teilnehmenden im geschützten Rahmen, die eigene Situation wahrzunehmen, zu reflektieren und gezielt zu verändern.

Beide Arbeitsweisen bieten die Chance, durch bewusste Arbeit an sich selbst, durch achtsame professionelle Leitung und durch offenem Austausch tatsächlich Wesentliches im eigenen Leben zu verändern! Entdecken Sie hier, wie unsere Arbeit abläuft und vor allem, was das für Sie bringt:

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Mag. Magdalena Gasser
Institutsleitung, Personalentwicklung, Coaching