
Andere Ventile und ein anderer Umgang sind erlernbar!
Mobbing betrifft nicht nur einzelne Mitarbeitende. Es ist ein Thema, das Führungskräfte ebenso ernst nehmen müssen wie die Unternehmensleitung. Denn unter Mobbing leidet nicht nur die unmittelbar betroffene Person – betroffen ist immer auch das gesamte Team. Kolleginnen und Kollegen nehmen Spannungen wahr, die Stimmung verschlechtert sich, kleine Konflikte eskalieren schneller, die Zusammenarbeit wird mühsamer und die Leistungsfähigkeit sinkt. Kurz gesagt: Mobbing kostet Energie, Zeit und Vertrauen – und damit letztlich auch wirtschaftlichen Erfolg. Wegsehen, bagatellisieren oder hoffen, dass sich die Situation von selbst löst, führt in den seltensten Fällen zum Ziel. Ebenso wenig hilft es, Ärger und Frustration dauerhaft zu unterdrücken oder impulsiv zu reagieren. Gefragt ist ein entschlossener, professioneller und zugleich respektvoller Umgang mit Konflikten, Emotionen und Grenzüberschreitungen. Die gute Nachricht: Ein konstruktiver Umgang mit Wut, Aggression, Zorn und Mobbing ist erlernbar – und stärkt nicht nur den beruflichen Alltag, sondern auch das private Leben.
Was konkret helfen kann: entdecken Sie hier sieben praktische Tipps für den beruflichen Alltag!
Achten Sie auf Warnsignale wie häufige Konflikte, Rückzug einzelner Personen, Gerüchte oder eine spürbar angespannte Stimmung. Je früher reagiert wird, desto leichter lässt sich eine Eskalation verhindern.
Sprechen Sie Vorfälle sachlich an, ohne vorschnell zu bewerten. Beschreiben Sie beobachtbares Verhalten statt Interpretationen („Mir ist aufgefallen, dass …“ statt „Sie mobben …“).
Für Betroffene ist es entscheidend, gehört zu werden. Zuhören, Verständnis zeigen und gemeinsam nächste Schritte überlegen, schafft Sicherheit und Handlungsfähigkeit.
Teams brauchen verbindliche Vereinbarungen darüber, wie miteinander umgegangen wird. Führungskräfte haben die Aufgabe, diese Regeln vorzuleben und bei Verstößen konsequent zu handeln.
Viele Situationen lassen sich durch strukturierte Gespräche klären. Eine neutrale Moderation – intern oder extern – kann helfen, festgefahrene Muster zu durchbrechen.
Wut und Ärger sind normale Reaktionen, entscheidend ist der Umgang damit. Techniken zur Selbststeuerung, Perspektivwechsel und klare Kommunikation helfen, konstruktiv zu bleiben.
Mobbing einfach übergehen / ignorieren ist keine Lösung: dieses Wegschauen wird nämlich meist nicht etwa als „neutrale“ Haltung interpretiert, sondern unbewusst als Zustimmung! Führung bedeutet, Haltung zu zeigen, Orientierung zu geben und für ein respektvolles Arbeitsklima einzustehen.
Ein souveräner Umgang mit Konflikten und Emotionen ist kein unabänderliches, tragisches Schicksal und auch kein beliebiger Zufall, sondern eine berufliche Kompetenz, die trainiert werden kann. Wer lernt, Konflikte frühzeitig zu erkennen, klar anzusprechen und konstruktiv zu lösen, stärkt nicht nur das Arbeitsklima, sondern auch Motivation, Vertrauen und Leistungsfähigkeit im gesamten Unternehmen. Unsere 7 Nothelfer können Sie unterstützen, Konflikte und Mobbing zu neutralisieren – und wenn Sie das Gefühl haben, die aktuelle Situation in Ihrem Unternehmen braucht professionelle Hilfe, warten Sie nicht: kontaktieren Sie uns!

Mobbing als Problem für die GANZE Firma. Alle gegen einen.
Dabei kann die Arbeit so viel Freude bereiten!
Bild: Schnappschuss aus einem unserer Trainings. Foto: TELOS
Gewalt ist weit weg? So mancher denkt: Gewalt spielt sich „irgendwo da draußen“ ab – fernab vom persönlichen Umfeld. Gerne werden Gewaltdelikte „einschlägigen Kreisen“ zugeordnet, mit denen man weder gezielt noch zufällig Berührungspunkte hat. Ein für viele unvorstellbarer Gedanke: Gewalt könnte auch durch eine nahestehende Person ausgeübt werden. Genau das aber ist an der Tagesordnung. Die Statistik belegt: Gerade dort, wo sich Menschen besonders sicher und geborgen fühlen, tritt Gewalt überdurchschnittlich häufig auf: In häuslicher Umgebung und in vertrauter Umgebung. Hier kommt es zur sogenannten Sexuellen Gewalt – beispielsweise zu Gewaltandrohung, sexueller Nötigung oder Beschränkung der Bewegungsfreiheit. Opfer von Gewalt sind in den meisten Fällen Frauen, Kinder und ältere Menschen. Ihnen allen gemeinsam ist eine soziale oder wirtschaftliche Abhängigkeit. Häufig macht sich der Täter auch die Hilflosigkeit seines Opfers zunutze.

Gerade im Zusammenhang mit Alkohol oder anderen Suchtmitteln kann latente Gewaltbereitschaft leicht überkochen.
Symbolbild: TELOS
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Gewalt gegen Körper und Seele: Gewalt wird nicht nur körperlich, sondern oft auch in subtileren Formen psychisch ausgeübt. Sie reicht von der Kontrolle des Haushaltsgeldes bis zur Vergewaltigung oder im extremen Fall sogar bis zur Tötung. Viele der subtileren Formen sind strafrechtlich nicht erfasst und von der jeweiligen Empfindung bzw. dem individuellen Rollenverständnis von Opfer und Täter abhängig. Der soziale Nahraum ist ein geschützter Bereich, in dem jeder Mensch Sicherheit, Geborgenheit und Vertrauen erwartet. Es ist ein sehr sensibler und intimer Bereich, in den sich jeder zurückziehen und Kraft schöpfen kann. Wird dieser Lebensraum verletzt, kann dies für die Betroffenen zu schwerwiegenden psychischen und physischen Folgen führen. Straftaten im sozialen Nahbereich bleiben häufig unerkannt. Das Opfer schweigt aus Scham, Hilflosigkeit, Schuldgefühlen. Sie werden vom Opfer teilweise heruntergespielt oder verschwiegen, weil Angst vor weiteren Gewalttaten oder Konsequenzen befürchtet werden. Je größer die objektive Hilflosigkeit der Opfer ist, desto häufigen bleibt die erlittene Gewalttat im Dunkeln. Behinderte oder Pflegebedürftige sind besonders auf den Partner oder die Betreuungsperson angewiesen. Sie sind oder fühlen sich oft wehrlos und offenbaren wegen ihrer Abhängigkeit vom Täter nur selten ihre körperlichen, sexuellen oder seelischen Misshandlungen. Als Gründe für Gewalt im sozialen Nahbereich sind in aller Regel keine einzeln isolierbaren Faktoren, sondern stets ein Bündel an Ursachen maßgeblich. Gewalt in einer Partnerschaft in all ihren Formen verläuft oft nach einer bestimmten Gesetzmäßigkeit ab. Gewalthandlungen unterschiedlichster Formen wechseln mit Reue und Fürsorge ab. Der Wechsel zwischen zunehmend brutaleren Gewalthandlungen und zärtlichen Zuwendungen erfolgt in immer kürzeren Abständen.
Gewalt gegen Frauen: In den vergangenen Jahren wurden verschiedene Untersuchungen durchgeführt. Nach Studien vom BKA Wiesbaden finden 75% der Gewalt gegen Frauen (einschließlich des geschätzten Dunkelfeldes) im sozialen Nahbereich statt. Der Alkoholeinfluss der Täter spielt hierbei eine große Rolle. Vor der Einführung der Wegweisung und des Gewaltschutzgesetzes waren es besonders Frauen mit ihren Kindern, die oft fluchtartig die Wohnung verlassen mussten und dann überwiegend in Frauenhäusern Unterkunft fanden, weil sie immer wieder der Gewalt des Partners ausgesetzt waren.
Gewalt ist mehr als nur ein Polizeibericht: Gewalt und Aggression sind immer wieder Teil des Lebens. Wer von uns ist Opfer, wer ist Täter? Wie viel Gewalt erleben wir? Welche Gewalt üben wir aus? Wie gehen wir mit Aggressionen um? Was sagt die „Viktimologie“ dazu, die Lehre von den Opfern? Nicht schweigen und erdulden, sondern handeln! Wir alle sind immer wieder Aggressionen ausgesetzt. Meist kommen sie von außen, manchmal von innen. In beiden Fällen ist es entscheidend, wie wir diesen Aggressionen begegnen, wie wir den Umgang mit Zorn und Wut, Aggression und Mobbing gestalten!

Foto: Schnappschuss aus einem Anti-Aggressionstraining bei einer unserer Gruppen.
Foto: TELOS
Eine besonders bewährte Hilfe, um aktiven Umgang mit Mobbing und Konflikten zu lernen, ist ein persönliches Coaching oder der Besuch eines unserer Seminare zu Persönlichkeitsentwicklung und Selbstsicherheit. Hier können die Teilnehmenden im Spiegel des Beratungsprozesses das eigene Verhalten reflektieren und in unserem geschützten Rahmen alternative Handlungsweisen schrittweise ausprobieren. Immer wieder kommen Privatpersonen und Mitarbeiter von namhaften Unternehmen zu uns, um so konkrete Wege und Auswege zu finden:


Kontaktieren Sie uns einfach, alles Weitere besprechen wir dann persönlich – kostenlos, unverbindlich und diskret!

Mag. Magdalena Gasser
Institutsleitung, Personalentwicklung, Coaching