
Neue Erkenntnisse aus der internationalen Psycho-Forschung wie Gruppen helfen
Entdecken Sie, wie viel Kraft in einer Gruppe steckt!
Warum gemeinsame Erfahrungen so wertvoll sein können. Alleine grübeln kann jeder. Aber gemeinsam Lösungen finden? Das hat schon eine ganz andere Qualität! Ob Lebenskrise, Einsamkeit, Krankheit, Ängste oder einfach der Wunsch, sich persönlich weiterzuentwickeln: Manchmal hilft ein Gespräch mit Menschen, die Ähnliches erleben, mehr als hundert gut gemeinte Ratschläge. Was macht Gruppen so wirkungsvoll? Und wo findet man in Südtirol die passende? Die psychologische Forschung hält einige überraschende Antworten bereit: entdecken Sie hier, wie Gruppen helfen!
„Das versteht ja doch niemand!“ Kennen Sie diesen Gedanken? Vielleicht nach einer schmerzhaften Trennung, bei einer Erkrankung oder wenn sich dieselben Schwierigkeiten immer wieder in Ihr Leben drängen. Während rundherum offenbar alle bestens zurechtkommen, sitzt man selbst mit seinen Sorgen da und glaubt, als Einziger ein solches Problem zu haben. Dabei könnte der Nachbar zwei Häuser weiter ganz Ähnliches erleben. Und die sympathische Frau, die jeden Morgen fröhlich beim Bäcker steht, kämpft möglicherweise seit Monaten mit denselben Ängsten. Nur spricht eben niemand darüber. Wir Menschen sind erstaunlich erfinderisch, wenn es darum geht, unsere Schwierigkeiten zu verstecken. Nach außen alles bestens, innen herrscht manchmal Großbaustelle. Bloß keine Schwäche zeigen! Was sollen denn die anderen denken?
Und genau hier können Gruppen ihre besondere Stärke entfalten. Denn plötzlich sitzen Menschen zusammen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Da muss man nicht mehr alles ausführlich erklären. Manchmal genügt ein Satz, ein Blick oder ein verständnisvolles Nicken. Und schon wird klar: Ich bin mit meinem Problem keineswegs allein. Eine verblüffend einfache Erfahrung, wie Gruppen helfen. Und für manche Menschen eine ausgesprochen befreiende.
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Abkühlung im Brunnen als Beispiel, wie Gruppen helfen.
Einige unserer Seminarteilnehmer nutzen die Pause.
Foto: TELOS
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Warum kann eine Gruppe so hilfreich sein? Wie Gruppen helfen ist im Prinzig ganz einfach: Was wir alleine nur aus einer Perspektive betrachten, erscheint durch die Erfahrungen anderer plötzlich in einem ganz neuen Licht. Der eine hat eine ähnliche Schwierigkeit bereits überwunden, die andere kennt einen hilfreichen Umgang damit, ein Dritter stellt eine Frage, auf die man selbst niemals gekommen wäre. Dazu kommt die gegenseitige Ermutigung. Wenn jemand erzählt, wie er trotz großer Unsicherheit eine schwierige Situation gemeistert hat, entsteht manchmal ein wunderbarer Gedanke: „Vielleicht könnte ich das auch schaffen!“ Genau solche Erfahrungen gehören zu den wichtigen Wirkfaktoren von Gruppen. Menschen können voneinander lernen, sich gegenseitig unterstützen, alternative Sichtweisen entwickeln und neue Verhaltensweisen in einem geschützten Rahmen ausprobieren.
Natürlich funktioniert das keineswegs automatisch. Eine Gruppe kann auch anstrengend sein. Unterschiedliche Meinungen, persönliche Empfindlichkeiten und Missverständnisse gehören schließlich zum menschlichen Zusammenleben. Wäre das anders, bräuchten wir vermutlich auch keine Kommunikationsseminare. Doch gerade die Auseinandersetzung mit anderen kann wertvoll werden, wenn sie respektvoll und konstruktiv gestaltet wird.
Gruppe ist nicht gleich Gruppe. Das gilt für die Wandergruppe ebenso wie für den Stammtisch. Und natürlich auch für psychologische Angebote. Verschiedene Gruppen, verschiedene Ziele, verschiedene Ansätze, wie Gruppen helfen:
Die Grenzen können sich teilweise überschneiden. Entscheidend sind jedoch Zielsetzung, Qualifikation der Leitung und die Frage, welches Angebot zur persönlichen Situation passt.
Eine der spannendsten Erfahrungen in einer gut geführten Gruppe ist die Rückmeldung durch andere Menschen. Denn unser eigenes Verhalten erleben wir ausschließlich von innen. Wie es bei anderen ankommt, wissen wir oft erstaunlich wenig. Vielleicht hält sich jemand für besonders zurückhaltend, wirkt auf andere aber ausgesprochen distanziert. Ein anderer glaubt, immer freundlich zu sein, unterbricht jedoch regelmäßig seine Gesprächspartner. Und ein Dritter möchte unbedingt helfen, merkt aber nicht, dass seine gut gemeinten Ratschläge beim Gegenüber Druck erzeugen. In einer Gruppe können solche Unterschiede sichtbar werden. Vorausgesetzt, die Beteiligten geben einander respektvolle Rückmeldungen und sind bereit, diese zu überprüfen.
Besonders interessant wird es, wenn neue Verhaltensweisen ausprobiert werden. Jemand wagt sich erstmals mit einer persönlichen Meinung aus der Deckung. Ein anderer übt, freundlich Nein zu sagen. Wieder jemand lernt, Kritik anzunehmen, ohne sich gleich verteidigen zu müssen. Und plötzlich passiert etwas Überraschendes, wie Gruppen helfen: Die befürchtete Katastrophe bleibt aus!
Solche Erfahrungen können das Vertrauen in die eigenen Möglichkeiten stärken. Was im geschützten Rahmen einer Gruppe gelingt, lässt sich anschließend vielleicht auch im Alltag anwenden.
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Entdecken Sie, wie Gruppen helfen!
Schnappschuss aus einem unserer Seminare
Foto: TELOS
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Schon seit Jahrzehnten beschäftigen sich Wissenschaftler mit der Frage, wie soziale Unterstützung auf unsere Gesundheit wirkt. Besonders bekannt wurde eine amerikanische Untersuchung mit Frauen, die an fortgeschrittenem Brustkrebs litten. Die Patientinnen nahmen regelmäßig an unterstützenden Gruppensitzungen teil, in denen sie über ihre Ängste, Belastungen und Erfahrungen sprechen konnten. Die erste Untersuchung sorgte weltweit für Aufsehen. Denn die Frauen in der Interventionsgruppe lebten im Durchschnitt beinahe doppelt so lange wie jene in der Vergleichsgruppe. Ein sensationelles Ergebnis! Leider erwies es sich als wissenschaftlich nicht zuverlässig verallgemeinerbar. Spätere kontrollierte Untersuchungen konnten eine entsprechende Lebensverlängerung nicht bestätigen. Wohl aber zeigten sich in einigen Studien positive Auswirkungen auf das psychische Befinden und die Wahrnehmung von Schmerzen.
Was lernen wir daraus? Gruppen können wertvolle Unterstützung bieten und die Lebensqualität verbessern. Eine Verlängerung der Überlebenszeit bei Krebserkrankungen lässt sich daraus jedoch nicht ableiten. Die Forschung richtet ihr Augenmerk deshalb zunehmend darauf, unter welchen Bedingungen soziale Unterstützung hilft, welche Gruppenangebote besonders wirksam sind und für wen sie geeignet sind.
Wenn Menschen Unterstützung erhalten, Schwierigkeiten früher ansprechen und ihre eigenen Fähigkeiten stärken, kann das über den persönlichen Nutzen hinausreichen. Wer mit Belastungen besser umgehen kann, hat möglicherweise weniger Anlass, sich sozial zurückzuziehen. Wer sich verstanden fühlt, findet oft leichter Zugang zu weiteren Hilfsangeboten. Und wer hilfreiche Erfahrungen gesammelt hat, kann seinerseits andere unterstützen. Auch wirtschaftlich ist das interessant. Selbsthilfegruppen ermöglichen vielen Menschen den Zugang zu gegenseitiger Unterstützung mit vergleichsweise geringem organisatorischem Aufwand. Sie können vorhandene medizinische, psychotherapeutische und soziale Angebote ergänzen.
Allerdings wäre es falsch, daraus automatisch große Einsparungen für das Gesundheitswesen abzuleiten. Ob ein Gruppenangebot tatsächlich Kosten reduziert, hängt von vielen Faktoren ab und muss gesondert untersucht werden.
Noch wichtiger ist ein anderer Punkt: Selbsthilfe darf niemals zum billigen Ersatz für notwendige professionelle Versorgung werden. Denn gesundheitliche und psychische Erkrankungen brauchen bei entsprechender Schwere eine fachgerechte Behandlung. Eine Selbsthilfegruppe kann dabei sehr wertvoll sein, übernimmt aber nicht automatisch die Aufgaben eines Arztes oder Psychotherapeuten.
Auch in Südtirol gibt es eine breite und vielfältige Selbsthilfelandschaft. Die Themen reichen von körperlichen und psychischen Erkrankungen über Suchtprobleme, Behinderungen und besondere familiäre Lebenssituationen bis zu Trauer, Trennung und persönlichen Belastungen. Eine wichtige Anlaufstelle ist die Dienststelle für Selbsthilfegruppen im Dachverband für Soziales und Gesundheit. Sie informiert über bestehende Gruppen, unterstützt bei der Suche nach passenden Angeboten und begleitet auch die Gründung neuer Selbsthilfegruppen. Sie können gezielt nach Themen suchen und finden Informationen zu den jeweiligen Kontaktmöglichkeiten. Außerdem gibt es Angebote in unterschiedlichen Sprachen. Das ist in unserem mehrsprachigen Südtirol natürlich besonders wichtig.
Selbsthilfegruppen in Südtirol: aktuelles Verzeichnis des Dachverbands
Sie müssen übrigens keineswegs bereits genau wissen, welche Gruppe Sie brauchen. Wenn Sie unsicher sind, können Sie sich zunächst an die zuständige Dienststelle wenden und beraten lassen. Manchmal ist der wichtigste erste Schritt tatsächlich nur ein Telefonat.
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Gruppe macht Spaß!
Schnappschuss aus einem unserer Seminare
Foto: TELOS
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Auch in Österreich, Deutschland und der Schweiz bestehen zahlreiche Selbsthilfeorganisationen, regionale Kontaktstellen und themenspezifische Gruppen. Sie beschäftigen sich mit ganz unterschiedlichen Lebenssituationen und bieten vielerorts auch digitale Austauschmöglichkeiten. Besonders hilfreich sind zentrale Verzeichnisse, über die Sie nach Themen und Regionen suchen können. Hier finden Sie die wichtigsten Anlaufstellen:
Und falls in Ihrer unmittelbaren Umgebung kein geeignetes Angebot existiert? Fragen Sie nach regionalen Alternativen, fachgeleiteten Gruppen oder geeigneten Onlineangeboten. Manchmal gibt es bereits Initiativen zur Gründung einer neuen Gruppe. Schließlich fängt auch die größte Gemeinschaft irgendwann mit zwei Menschen an, die miteinander ins Gespräch kommen.
Sie möchten sich mit anderen austauschen, neue Erfahrungen machen oder persönliche Schwierigkeiten besser bewältigen? Prima! Jetzt müssen Sie nur noch herausfinden, welches Angebot tatsächlich zu Ihnen passt. Denn nicht jede Gruppe ist für jeden Menschen gleichermaßen geeignet. Die Atmosphäre muss stimmen, das Thema passen und die persönlichen Grenzen sollen respektiert werden. Mit den folgenden fünf Praxistipps können Sie Ihre Suche gezielt gestalten und herausfinden, wo Sie sich wohlfühlen und weiterentwickeln können.
1) Das eigene Ziel klären.
Überlegen Sie zunächst, was Sie sich von einer Gruppe wünschen. Möchten Sie mit Menschen sprechen, die Ähnliches erlebt haben? Suchen Sie praktische Informationen zu einer Erkrankung? Oder möchten Sie bestimmte Verhaltensweisen verändern? Je genauer Sie Ihre Erwartungen kennen, desto leichter finden Sie das passende Angebot. Unsere Praxistipps:
• „Ich möchte Menschen kennenlernen, die meine Situation nachvollziehen können.“
• „Ich suche Anregungen für den Umgang mit meiner Erkrankung.“
• „Ich möchte meine sozialen Kontakte erweitern.“
• „Ich wünsche mir Unterstützung in einer schwierigen Lebensphase.“
• „Ich möchte neue persönliche Fähigkeiten entwickeln.“
2) Den ersten Kontakt wagen.
Wer zum ersten Mal eine Gruppe besucht, ist möglicherweise unsicher. Schließlich kennt man niemanden und weiß nicht genau, was einen erwartet. Informieren Sie sich deshalb vorab über den Ablauf, die Gruppengröße und die Teilnahmebedingungen. Ein erstes Gespräch mit der Ansprechperson kann viele offene Fragen klären. Unsere Praxistipps:
• „Wie läuft ein typisches Gruppentreffen ab?“
• „Kann ich zunächst unverbindlich teilnehmen?“
• „Wie viele Menschen besuchen die Gruppe normalerweise?“
• „Muss ich beim ersten Treffen bereits etwas Persönliches erzählen?“
• „Gibt es Teilnahmebeiträge oder besondere Voraussetzungen?“
3) Auf Vertrauen und Sicherheit achten.
Persönliche Erfahrungen gehören in einen respektvollen Rahmen. Fragen Sie deshalb, welche Regeln für Vertraulichkeit, gegenseitigen Umgang und persönliche Grenzen gelten. Niemand sollte gedrängt werden, mehr preiszugeben, als er möchte. Eine gute Gruppe respektiert unterschiedliche Meinungen und achtet auf einen angemessenen Umgang mit sensiblen Informationen. Unsere Praxistipps:
• „Welche Vertraulichkeitsregeln gelten hier?“
• „Darf ich auch einfach zuhören?“
• „Wie geht die Gruppe mit unterschiedlichen Ansichten um?“
• „Wer achtet darauf, dass alle respektvoll behandelt werden?“
4) Die richtige Begleitung auswählen.
Manche Themen lassen sich gut im gegenseitigen Erfahrungsaustausch bearbeiten. Bei anderen ist eine qualifizierte therapeutische Leitung sinnvoll oder notwendig. Erkundigen Sie sich deshalb nach der fachlichen Ausrichtung und der Qualifikation der verantwortlichen Personen. Bei erheblichen psychischen Beschwerden sollte die geeignete Behandlungsform professionell abgeklärt werden. Unsere Praxistipps:
• „Ist die Gruppe selbstorganisiert oder fachlich geleitet?“
• „Welche Ausbildung hat die Gruppenleitung?“
• „Welche Methoden werden eingesetzt?“
• „Gibt es bei Bedarf zusätzliche Einzelgespräche?“
• „An wen kann ich mich bei einer akuten Krise wenden?“
5) Eigene Fortschritte bewusst wahrnehmen.
Eine Gruppe kann neue Perspektiven eröffnen, doch Veränderungen entstehen häufig schrittweise. Nehmen Sie sich deshalb regelmäßig Zeit, Ihre Erfahrungen zu überprüfen. Was haben Sie gelernt? Welche Anregungen waren hilfreich? Und was möchten Sie im Alltag ausprobieren? So erkennen Sie besser, ob die Teilnahme Ihren persönlichen Zielen entspricht. Unsere Praxistipps:
• „Welche neue Erkenntnis nehme ich heute mit?“
• „Was hat mir ein anderes Gruppenmitglied gezeigt?“
• „Welche kleine Veränderung möchte ich bis zum nächsten Treffen ausprobieren?“
• „Fühle ich mich in dieser Gruppe respektiert und unterstützt?“
• „Welche Fortschritte habe ich in den vergangenen Wochen gemacht?“
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Die Gruppe als Kraftquelle.
Abschluss eines unserer Lehrgänge.
Foto: TELOS
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Eine hilfreiche Gruppe braucht mehr als einen Raum, ein paar Stühle und einen Termin im Kalender. Entscheidend sind die Menschen, die gemeinsame Zielsetzung und die Art, wie miteinander umgegangen wird.
Auch Vertraulichkeit spielt eine große Rolle. Gruppen können Regeln vereinbaren, persönliche Informationen nicht nach außen weiterzugeben. Eine absolute Garantie für das Verhalten jedes einzelnen Mitglieds gibt es allerdings nicht. Und schließlich muss die Chemie stimmen. Wenn Sie sich nach mehreren Treffen dauerhaft unwohl, unter Druck gesetzt oder übergangen fühlen, dürfen Sie das ansprechen oder nach einem anderen Angebot suchen. Eine gute Gruppe lässt ihren Mitgliedern schließlich genügend Freiheit, ihren eigenen Weg zu finden.
Wie wirksam sind Selbsthilfegruppen und psychologisch geleitete Gruppen tatsächlich? Forscher weltweit vergleichen seit Jahrzehnten unterschiedliche Formen gemeinsamer Unterstützung. In kontrollierten Experimenten, Langzeituntersuchungen und wissenschaftlichen Metaanalysen prüfen sie, ob Gruppenteilnahme psychische Beschwerden lindern, Einsamkeit reduzieren oder persönliche Veränderungen fördern kann. Drei Forschungsbefunde sind besonders aufschlussreich: Sie zeigen den Nutzen gegenseitiger Unterstützung, sozialer Zugehörigkeit und professioneller Gruppenpsychotherapie.
Menschen brauchen Menschen. Manchmal genügt ein gutes Gespräch, manchmal hilft der regelmäßige Austausch mit Gleichbetroffenen, und manchmal braucht es gezielte therapeutische Unterstützung. Gruppen eröffnen Möglichkeiten, die wir alleine kaum in derselben Form erleben können: Wir erfahren Verständnis, entdecken andere Sichtweisen, erhalten Rückmeldungen und lernen voneinander. Dazu müssen wir weder besonders gesellig sein noch gleich unsere gesamte Lebensgeschichte erzählen. Ein erster unverbindlicher Kontakt kann bereits helfen, Unsicherheiten abzubauen. Wichtig ist, das passende Angebot auszuwählen. Selbsthilfegruppen, therapeutisch geleitete Gruppen und psychologische Trainings verfolgen unterschiedliche Ziele. Jede dieser Formen hat ihre besonderen Stärken und Grenzen. In Südtirol bestehen dafür vielfältige Möglichkeiten. Nutzen Sie die Verzeichnisse, informieren Sie sich über die Angebote und achten Sie darauf, wo Sie sich respektiert und gut aufgehoben fühlen. Denn manchmal beginnt eine wichtige Veränderung mit einer erstaunlich einfachen Erkenntnis: Andere kennen dieses Problem auch. Und gemeinsam lässt sich vielleicht ein neuer Umgang damit finden.
Auch persönliche Entwicklung in Gruppen kann man gezielt fördern. TELOS – das Institut für Psychologie & Wirtschaft verbindet seit über 30 Jahren psychologisches Fachwissen mit praxisnahen Methoden und individueller Begleitung.
In unseren Seminaren, Trainings und Coachings erleben wir, wie Teilnehmende leichter Kontakte knüpfen, persönliche Anliegen klarer ausdrücken und durch Übungen mehr Sicherheit gewinnen können. Fachkundige Leitung, maßgeschneiderte Lernschritte und eine konkrete Überprüfung der Fortschritte unterstützen die Umsetzung im Alltag. Je nach Anliegen bieten wir Gruppenangebote oder persönliche Beratung an.

Bild: Teilnehmende an einem unserer Seminare.
Bälle fliegen, Gedanken springen, Ergebnisse bleiben.
Foto: TELOS
Alles bestens? Das ist gut! Oder geistern vielleicht doch ungelöste Fragen rum und offene Themen? Wollen auch Sie wirkliche, dauerhafte Veränderung in Ihr Leben bringen? Dann gibt es keinen Grund, noch länger zu zögern: denn JETZT ist der richtige Moment für Sie da!
Hier einige besonders bewährte Beispiele für effiziente psychologische Arbeit mit erfahrener Leitung:


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Mag. Magdalena Gasser
Institutsleitung | Personalentwicklung | Coaching
Pfeiffer, Paul N., Heisler, Michele, Piette, John D., Rogers, Mary A. M. & Valenstein, Marcia (2011). Efficacy of Peer Support Interventions for Depression: A Meta-Analysis. General Hospital Psychiatry, 33(1), 29–36. Zentrale Aussage: Eine Metaanalyse randomisierter Studien zeigt, dass Unterstützung durch Menschen mit ähnlichen Erfahrungen depressive Beschwerden reduzieren kann. Im Vergleich mit gruppenbasierter kognitiver Verhaltenstherapie fanden sich keine statistisch signifikanten Unterschiede; die Befunde sind jedoch durch die Heterogenität der Studien begrenzt.
Haslam, Catherine, Cruwys, Tegan, Chang, Melissa X.-L., Bentley, Sarah V., Haslam, S. Alexander, Dingle, Genevieve A. & Jetten, Jolanda (2019). GROUPS 4 HEALTH Reduces Loneliness and Social Anxiety in Adults With Psychological Distress: Findings From a Randomized Controlled Trial. Journal of Consulting and Clinical Psychology, 87(9), 787–801. Zentrale Aussage: Ein strukturiertes Gruppenprogramm zur Stärkung sozialer Zugehörigkeit verringerte in einer randomisierten Untersuchung mit 120 Erwachsenen Einsamkeit und soziale Ängste stärker als die übliche Versorgung.
Cuijpers, Pim, Noma, Hisashi, Karyotaki, Eirini, Cipriani, Andrea & Furukawa, Toshi A. (2019). Effectiveness and Acceptability of Cognitive Behavior Therapy Delivery Formats in Adults With Depression: A Network Meta-Analysis. JAMA Psychiatry, 76(7), 700–707. Zentrale Aussage: Eine Metaanalyse von 155 randomisierten Untersuchungen mit 15.191 Teilnehmenden ergab keine statistisch signifikanten Wirksamkeitsunterschiede zwischen verschiedenen fachlich begleiteten Formen kognitiver Verhaltenstherapie, darunter Einzel- und Gruppentherapie.