
So kommen Sie zu Ihrer persönlichen Erinnerungs-Kühle!
Am frühen Morgen ist die Welt häufig noch in Ordnung. Die Luft bewegt sich, der Balkon fühlt sich freundlich an, die Straßen sind ruhiger, der Asphalt schweigt. Und selbst die Vögel wirken, als hätten sie einen besseren Tagesplan als wir. Ein paar Stunden später brütet die Stadt, das Büro schmort und der eigene Kopf überlegt, ob Auswandern nach Grönland steuerlich absetzbar wäre. Schade, dass man die Morgenfrische nicht in Flaschen füllen kann. Im Kopf lässt sie sich allerdings erstaunlich gut aufbewahren. Unser Gehirn speichert Erlebnisse zusammen mit Bildern, Geräuschen, Gerüchen und Körperempfindungen. Genau daraus bauen Sie sich heute Ihre persönliche Frischekonserve mit Morgenfrische auf Vorrat.

Auch mitten in der Stadt können Sie am frühen Tag Morgenfrische tanken.
Repro aus unseren Seminarunterlagen.
Foto: TELOS
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Gehen Sie am Morgen für zwei oder drei Minuten ans offene Fenster, auf den Balkon, vor die Haustür oder an einen schattigen Platz. Handy weg. Zeitung weg. Weltnachrichten ebenfalls weg. Jetzt wird Frische gesammelt. Nehmen Sie die Kühle nicht nur nebenbei wahr. Achten Sie bewusst auf fünf Einzelheiten:
• Wo berührt die kühle Luft Ihre Haut?
• Wie fühlt sie sich im Gesicht und an den Armen an?
• Welche Farben sehen Sie?
• Welche Geräusche hören Sie?
• Wonach riecht dieser Morgen?
Vielleicht spüren Sie einen Luftzug am Nacken … vielleicht fühlt sich Ihr Gesicht erfrischt an … vielleicht sehen Sie grün oder blau um sich … vielleicht hören Sie das Plätschern eines Brunnens … vielleicht riecht es nach feuchtem Gras …
Suchen Sie einen Moment, der sich besonders frisch, klar oder angenehm anfühlt.
Schließen Sie kurz die Augen und sagen Sie sich: „Diese Frische nehme ich mit.“ Prägen Sie sich eine einzige Szene besonders gut ein: das offene Fenster, einen schattigen Baum, die kühle Bettwäsche oder das erste Glas Wasser. Je konkreter Ihr inneres Bild wird, desto leichter lässt es sich später wieder aufrufen. Geben Sie Ihrem Frischebild einen Namen. Zum Beispiel:
Der Name dient später als Suchwort für Ihr Gedächtnis. Ihr Gehirn braucht schließlich auch eine vernünftige Ablage. Unter „Irgendwas mit kühl“ findet selbst die beste interne Suchmaschine wenig.

Erinnern Sie sich?
Urlaub, Meer, früher Morgen, Sonnenaufgang, kühle Brise, einatmen …
Aufnahme aus einem Werbeshooting, Foto: TELOS
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Während Sie diesen Moment wahrnehmen, machen Sie eine kleine, unauffällige Bewegung. Drücken Sie beispielsweise Daumen und Zeigefinger sanft zusammen. Oder legen Sie für einige Sekunden eine Hand auf das Handgelenk. Diese Bewegung wird Ihr persönliches Frische-Zeichen. Wiederholen Sie den Ablauf an mehreren Morgen:
• Kühle wahrnehmen.
• Ruhig atmen.
• Den Moment genießen.
• Das Frische-Zeichen setzen.
Sie füllen damit keinen üblichen Kühlakku mit seinen physikalischen Eigenschaften. Aber Sie schaffen ein kleines persönliches Ritual, das mit angenehmen Erinnerungen verbunden ist.

Selbst wenn Sie mehr Straßen als Bäume sehen und mehr Bahnhof statt Bauernhof:
Morgenfrische können Sie sich trotzdem holen!
Foto: TELOS
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Wenn es später heiß und anstrengend wird, setzen Sie sich für eine Minute ruhig hin, schließen Sie für einen Augenblick die Augen und setzen Sie Ihr Frische-Zeichen. Erinnern Sie sich möglichst genau:
• An die Luft am Morgen
• An das Licht
• An die Ruhe
• An die angenehmste kühle Stelle im Gesicht oder an den Armen.
Holen Sie nicht nur ein Foto hervor. Lassen Sie den kleinen Erinnerungsfilm ablaufen. Sehen Sie die Farben. Hören Sie die Geräusche. Erinnern Sie sich an den Geruch. Spüren Sie besonders den Luftzug auf der Haut. Lassen Sie die Erinnerung langsam vom Gesicht über Nacken und Schultern bis zu den Händen wandern. Atmen Sie dabei ruhig aus. Mit jedem Ausatmen holen Sie ein kleines Stück Morgenfrische zurück. Die tatsächliche Raumtemperatur bleibt dabei, wie sie ist. Doch Ihre Aufmerksamkeit löst sich für einen Moment von der drückenden Hitze und die Erinnerung an Kühle bekommt wieder Platz: in Ihrem Kopf öffnet sich für einige Sekunden das Fenster zum Morgen.

Kein Balkon? Macht nix, ein Fenster ist vermutlich vorhanden.
Aufmachen, die erste Sonne genießen, Morgenfrische aufnehmen!
Schnappschuss aus dem heißen Sizilien – sogar dort gibt kühlere Momente. Foto: TELOS
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Auch die beste Frische-Konserve verliert irgendwann an Aroma. Sammeln Sie Ihre Morgenfrische mehrere Tage hintereinander. Und immer wieder auch neue Frischemomente:
• Einen kühlen Hausflur,
• Die Luft nach einem nächtlichen Wetterwechsel,
• Einen stillen Morgen im Garten,
• Den Schatten auf dem Weg zur Arbeit.
Je genauer Sie diese Augenblicke wahrnehmen, desto leichter können Sie sich später daran erinnern. Bald genügt häufig schon das persönliche Suchwort, und Ihr inneres Frischebild erscheint schneller: Sie haben eine gut gefüllte Vorratskammer voller Morgenfrische. Dann liegt um 14 Uhr vielleicht kein Schnee auf Ihrem Schreibtisch. Aber wenigstens sitzt die Hitze nicht mehr allein dort und führt die Sitzung. Wir angenehme Morgenfrische – zu jeder Tageszeit!

Drei Seminarteilnehmerinnen üben im kühlen TELOS-Garten.
Schnappschuss aus einem unserer Trainings.
Foto: TELOS
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Richtig: auch innerer Druck, Reibereien, offene Fragen, Unruhe, Sorgen und Ängste erzeugen unangenehme Hitze. Und auch da gibt es erfolgreiche Hilfen. Besonders bewährt hat sich dabei die Arbeit in einer professionell geleiteten Gruppe und unsere persönliche achtsame Beratung. Besonders bewährte Beispiele dafür finden Sie hier:


Psychologie muss nicht kompliziert sein. Oft sind es kleine Veränderungen in Wahrnehmung, Denken oder Verhalten, die einen spürbaren Unterschied machen. Bei TELOS beschäftigen wir uns seit über 30 Jahren genau damit – in Seminaren, Coachings und Einzelberatungen. Unser Ausgangspunkt ist die Psychologie, unser Fokus das Ziel. Nicht zufällig bedeutet TELOS auf Griechisch „Ziel“.
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Mag. Magdalena Gasser
Institutsleitung | Personalentwicklung | Coaching