Weihnacht mit Maria und Josef 2) Beruf und Privatleben

Eine (fast) wahre Weihnachtsgeschichte in 5 Folgen
Bild: Maria auf einer ganz leicht kitschigen Weihnachtskarte als Symbol für unsere ganz leicht wahre Weihnachtsgeschichte… Repro: TELOS

Das Privatleben von Maria

Teil 2: Beruf und Privatleben!

Die zweite Folge unserer (fast) wahren Weihnachtsgeschichte, in der wir die Qualitäten des Stempelschneiders Josef kennen lernen – und eine Frau, die rein zufällig Maria heißt … Und wir entdecken, was Beruf und Privatleben miteinander zu tun haben können.

Was bisher geschah:

Der Stempelschneider Josef ist ein stiller Mann. Und je mehr Worte er in seine Stempel schneidet, desto schweigsamer wird er. Seinen Beruf liebt er nicht sehr, dafür aber sein Hobby: Josef schnitzt am Abend in seinem Hobbykeller Figuren, kleine, dafür aber viele. Und sehr lebensechte, ja fast schon lebendige. Als gedankliche Vorbilder dienen ihm dabei seine Kunden, die vorwiegend weiblich sind, da meist die Sekretärinnen die Stempel abholen…

Und so geht es weiter:

Vor allem Krippenfiguren gelangen Josef besonders gut. Und da seine Vorlagen vorwiegend weiblicher Natur waren, schuf er Hirtinnen, Schäferinnen, heilige Drei Königinnen, Engelinnen, ja auch Jesuinnen in großen Mengen. Und natürlich jede Menge Marias. Nur die allerschönsten seiner Kundinnen durften als gedankliche Vorlage für seine Marienfiguren dienen und er schnitzte sie mit besonderer Hingabe. Im Laufe der Jahre entstanden dadurch so viele Krippenfiguren, dass er sie unmöglich alle in seinem Wohnzimmer hätte aufstellen können, und daher beschloss er, sie zu verkaufen. Wo ginge das besser, als auf dem Weihnachtsmarkt seiner Stadt? Da traf es sich gut, dass einer seiner wenigen Bekannten ohnehin einen Stand dort hatte und froh war, unter all der Massenware aus den Souvenir-Fabriken nun tatsächlich Hand geschnitzte Einzelstücke anbieten zu können. Zumal ihm Josef versprochen hatte, an den Wochenenden ihm zur Hand zu gehen und mit am Stand zu stehen…

Ja und dann gab es einmal eine Frau, die hieß Maria. Sie hatte einen Beruf, der ihr viel Freude machte. Sie war Verkäuferin in einem Kaufhaus für Geschenkartikel. Ihre Kunden waren meist guter Laune, da sie lieber Geschenke kauften als beim Bäcker an zu stehen. Und wenn sie dann auch noch von Maria bedient wurden, stieg ihre Laune erst recht. Denn Maria war freundlich, hilfsbereit, erkannte die Wünsche ihrer Kunden schnell und konnte immer alle zufrieden stellen. Die Kunden mochten Maria. Leider nur die Kunden.

Was im Geschäft so gut ging, klappte im Privatleben nicht. Frauen wollten nichts von ihr, Maria war ihnen zu schön und zu freundlich und zu beliebt und zu brav. Und mit den Männern war das so eine Sache. Manche Kunden verwechselten ihre Freundlichkeit mit Versprechungen und wurden böse, wenn Maria dann nein sagte. Andere schafften es, zu Freunden zu werden, wollten sich aber auch privat weiterhin bedienen lassen und wurden ebenfalls böse, wenn Maria das nicht wollte. Das Ergebnis war immer das selbe: früher oder später standen ihre Männer zornig auf, drehten sich um und gingen. Maria war alleine und traurig. Und gerade jetzt vor Weihnachten wurden ihr die langen einsamen Abende noch länger und noch einsamer.

Da traf es sich gut, dass ihr Kaufhaus dieses Jahr zum ersten Mal beim Weihnachtsmarkt mit einem eigenen Stand mitmachen würde. So war Maria bis spät abends noch am Stand, hatte Leute um sich, war abgelenkt und hatte gar keine Zeit, an etwas anderes zu denken.

Oder darüber zu grübeln, warum ihr Leben denn genau so verlief, wie sie es sich nicht gewünscht hätte, statt so, wie sie sich das eigentlich vorstellen würde. Und warum sie nicht genau so glücklich sein konnte, wie alle anderen scheinbar waren. Und warum bei ihr immer alles so schrecklich kompliziert lief, obwohl sie es doch ganz einfach meinte. Und warum immer… und warum nie… – aber, wie gesagt, Maria war so beschäftigt, dass sie gar keine Zeit hatte, mit allen diesen Fragen Karusell zu fahren.

Nächste Woche geht unsere Weihnachtsgeschichte weiter:

Lesen Sie den dritten Teil unserer Geschichte und seien Sie dabei, wenn sich Maria und Josef – vielleicht – zum ersten Mal sehen.
Das erste Kapitel gibt’s hier zum Nachlesen >>

Worauf kommt es wirklich an, im Leben?

Diese Frage betrifft nicht nur die beiden Akteure unserer Weihnachtsgeschichte sondern wohl jeden Menschen. Dass Geld nicht alles ist, dass wir Altlasten und negative Programmierungen los werden sollten, dass wir Ziele brauchen, Beziehungsfähigkeit, Optimismus und Lebensfreude – alle diese Faktoren lernen wir oft erst dann schätzen, wenn es fast schon zu spät ist. Und wie ist das bei Ihnen? Wollen auch Sie sich die Frage stellen, was Ihnen wirklich wichtig ist im Leben? Wollen auch Sie entscheiden, und zwar selbst entscheiden, wie Ihr Weg weiter geht, ob Sie sich von alten Gewohnheiten weiter treiben lassen oder jetzt gute Lösungen finden für sich und damit letztlich auch für alle, die mit Ihnen zu tun haben? Sicher – es klappt nicht immer auf Anhieb. All zu mächtig sind die eingefahrenen Rollen und auch die Erwartungen unserer Umwelt, für die wir ja bisher immer „funktioniert“ haben. Anderseits: es gibt Unterstützung. Eine besonders wirksame Hilfe ist die Arbeit in einer Gruppe, wie zum Beispiel unsere Jahresgruppe „Veränderung“. In diesen Gruppen lernen die Teilnehmenden im geschützten Rahmen, die eigene Situation wahrzunehmen, zu reflektieren und auszusprechen. So bieten sie die Chance, durch kontinuierliche Arbeit an sich selbst, durch achtsame professionelle Leitung und durch offenem Austausch tatsächlich Wesentliches im eigenen Leben zu verändern! Unser Institutsgründer, der Psychologe und Psychotherapeut Dr. Elmar Teutsch begleitet Sie dabei persönlich >>

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Grafik: TELOS

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