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Ängste überwinden: 04) Angst vor dem Chef

Wie Sie irrationale Ängste los lassen können.

Eine Übung in drei Schritten, mit der Sie irrationale Ängste los lassen können – auch die Angst vor dem Chef!

Warum sollten wir Angst vor dem Chef haben?

Angst vor dem Chef ist streng genommen unlogisch: denn in Wirklichkeit ist er ja vermutlich KEIN Mörder oder Totschläger. Uns aber vielleicht doch so einschüchtert, dass wir Angst bekommen. Angst wovor? Entlassen zu werden? Wenn sie gut ausgebildet sind, ihre Arbeit gut machen und das ganze auch gut „verkaufen“, äußerst unwahrscheinlich. In mitteleuropäischen Industrienationen besteht eher das Problem, gute Leute zu bekommen, als sie los zu werden.

Woher kann die Angst vor dem Chef dann kommen?

In den allermeisten Fällen handelt es sich nicht um eine konkrete Angst, sondern eher um eine diffuse, allgemeine Angst, zum Beispiel:
Angst • Angst vor Autorität …
Angst • Angst vor dem Versagen …
Angst • Angst, nicht gut genug zu sein …
Angst • Angst vor der Zukunft …
Angst • Angst davor, was andere wohl denken könnten …
Angst • Angst, dumm da zu stehen …
Angst • Angst, unwichtig zu sein …
Angst • Angst, zu verarmen …
Angst • Angst, nicht geliebt zu werden …
Angst • Angst, …………………
Sie sehen: höchstwahrscheinlich steckt in einer solchen Situation NICHT wirklich die Angst vor dem Chef hinter Ihrem Herzklopfen, sondern ganz andere, allgemeine, in IHNEN wohnende Ängste. Und diese Ängste können Sie natürlich nicht mit Ihrem Chef ausschnapsen, sondern nur mit sich selbst, mit Ihnen ganz persönlich!

Und nicht nur bei der Angst vor dem Chef geht es uns so:

Egal, ob es die Angst vor dem Chef ist, die Angst vor Attentaten, Flugzeugabstürzen, vor dem nächtlichen Wald, vor Blitz und Donner während wir im sicheren Haus sitzen, vor dem dunklen Keller … die meisten Alltagsängste in unserer „zivilisierten“ Welt beziehen sich nicht auf reale Gefahren. Würden wir tatsächliche, statistisch belegte Risiken befürchten, müssten wir zum Beispiel vor der automobilen Anreise zum Flughafen wesentlich mehr Angst haben als vor der Flugreise selbst. All das, was in der Fachliteratur als „Angststörungen” zusammengefasst wird, ist also nicht durch die tatsächliche, effektive Gefahr bedrohend – und macht uns doch das Leben so schwer, weil es uns psychisch umklammert. Entdecken Sie hier, wie Sie solche – eigentlich irrationale – Ängste los lassen können!


Bild: Was hier übermächtig vor uns zu stehen scheint, ist bloß ein kleines, harmloses Männchen. Erst unsere Angst hat es aufgeblasen.
Grafik: TELOS

Unsere Übung „Kennen-Nennen-Trennen“:

Bitte bedenken Sie, dass wir hier NICHT von tatsächlichen Gefahren sprechen – dazu braucht es von Ihnen ganz andere Schritte – sondern von der überwiegenden Mehrheit der unrealistischen, inneren Ängste. 3 Schritte können helfen, mit solchen irrationalen Ängsten besser umzugehen. Die 3 Schritte heißen: Kennen – Nennen – Trennen.

1

Als Erstes klären Sie, ob das Unbehagen, das Sie spüren überhaupt Angst ist. Und nicht „nur“ Konzentrationsschwäche, Bauchweh oder sonst ein körperliches Unwohlsein. Sollte es so was sein, helfen Sie mit geeigneten Mitteln ab: da muss nicht gleich der Arzt ran, oft reicht schon aufstehen und Pause einlegen.

2

Wenn Sie es tatsächlich als Angst identifiziert haben, benennen Sie die Angst möglichst präzise. Lassen Sie nicht einfach ein diffuses Angstgefühl stehen, sondern gehen Sie der Angst auf den Grund, forschen Sie genau nach: wovor haben Sie Angst? Was befürchten Sie? Dass was genau geschieht? Was ist das Schlimmste, was passieren könnte? Achtung: geraten Sie darüber nicht ins Grübeln, sondern sehen Sie sich einfach als Forscher, als Wissenschaftler, der mit Interesse und Neugier so lange Fragen stellt, bis er das Phänomen präzise identifiziert hat. Schreiben Sie diese genaue Angst dann auf das Arbeitsblatt „Ängste los lassen“, das Sie kostenlos auf unserer WEB-Site finden.

3

Der dritte und letzte Schritt geht jetzt fast schon von alleine: trennen Sie sich von dieser Angst. Wahrscheinlich haben Sie bereits beim genauen Definieren der Angst oder spätestens beim Aufschreiben bemerkt, dass sich das diffuse Angstgefühl verändert hat. Verständlich: denn die wirklich größte Angst ist die Angst vor dem Unbekannten. Durch die konkrete Auseinandersetzung mit der jeweiligen Angst wird das Unbekannte sichtbar und Sie können leichter nachvollziehen, dass es sich nicht um reale Gefahren, sondern um unrealistische Ängste handelt. Detailliert aufgeschrieben, rückt die Angst dorthin, wo sie hingehört: weg vom Tatsächlichen, hin ins Irreale. Und so können Sie diese Angst einfach los lassen! Und weg vom Tatsächlichen gehört dann auch Ihr Arbeitsblatt mit der beschriebenen Angst: wenn Sie genug daran gearbeitet haben, wegwerfen, verbrennen, in Stücke reißen und ins Klo spülen, an einen Luftballon binden und davonfliegen lassen – was immer Sie tun wollen, um die jeweilige Angstkarte endgültig los zu werden und sich von dieser Angst zu trennen!

Unser Lehrsatz dazu:

„Die größte Angst ist die Angst vor dem Unbekannten. Wenn ich konkret benenne, WAS ich befürchte, ist diese Angst nicht mehr unbekannt.“ Dieser Satz beschreibt das therapeutische Prinzip, das dieser Übung zu Grunde liegt. Holen Sie sich hier unsere Übungsblätter „Kennen – Nennen – Trennen“ mit den speziellen Angstkarten – jetzt im Gratis-Download:

Foto: TELOS„Ängste 3“ – Bilder, Texte und Übungsblätter, 14 Seiten, PDF (4,2 MB) >>

Umschlaggestaltung: TELOS
Diese Unterlagen sind im Rahmen unserer Artikelserie in den öffentlichen Medien für kurze Zeit freigestellt. Alle weiteren Bände des Lernthemas „Ängste“ finden Sie in unserer Reihe „Homelearning“ >>
Ängste überwinden!

Niemand muss in Unsicherheit stecken bleiben. Mehr Selbstsicherheit kann man lernen. Wollen auch Sie endlich mit der ewigen Unsicherheit aufräumen? Altlasten los werden, Ihre Sicherheit ausbauen und die neu gewonnene Freiheit genussvoll leben? Im Job wie im Privatleben frei und souverän, entschlossen und selbstsicher handeln? Das ist tatsächlich erreichbar und viele Wege führen Sie zu Ihrem Ziel. Unser heutiger Tipp „Der sichere Blick“ ist bloß einer davon. Hier finden Sie einige weitere gute Chancen, wie Sie Ihre Sicherheit mit Hilfe von Hörstücken aufbauen können:

Der vielhundertfach bewährte Weg zu mehr Sicherheit:

Am besten klappt es natürlich mit professioneller Begleitung, wie zum Beispiel mit unseren psychologischen Beratungen und Seminaren: im Spiegel des Prozesses können Sie neues Verhalten entwickeln und gleich ausprobieren, ohne negative Folgen, die draußen, im Alltag, hingegen leider oft eintreten können. Die professionelle Begleitung unterstützt Sie, damit Sie Ihre Ziele auch tatsächlich erreichen:

Schild Hilfe Wirbel Strudel Wasser Meer / Foto und Grafik: TELOS - 05834bSo helfen unsere persönlichen psychologischen Beratungen >>

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Mag. Magdalena Gasser
Institutsleitung, Personalentwicklung, Coaching