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Souverän im Job: Selbstsicher im Meeting!

Ruhig bleiben, Position beziehen und auf Augenhöhe kommunizieren

Wer Verantwortung übernimmt, darf auch widersprechen.

So bleiben Sie selbstsicher im Meeting: mitreden, Position beziehen und auch bei Gegenwind souverän bleiben!

Gute Ideen nützen wenig, wenn sie keiner hört

Sie kennen das: Im Kopf ist das Argument glasklar. Doch während Sie noch überlegen, wie Sie einsteigen, redet bereits der Nächste. Später fällt genau Ihre Idee – aus einem anderen Mund. Und plötzlich finden sie alle großartig. Meetings sind kleine Bühnen des Berufslebens. Fachwissen zählt. Doch wer Einfluss nehmen will, muss seine Kompetenz auch hörbar machen und zwar selbstsicher im Meeting!

Selbstsicher im Meeting: Sitzungen sind ein Schaufenster unserer Kompetenz

Besprechungen gehören zu den wichtigsten Kommunikationssituationen in Unternehmen. Hier werden Informationen ausgetauscht, Probleme diskutiert, Entscheidungen vorbereitet, Interessen vertreten und Verantwortlichkeiten verteilt. Gleichzeitig beobachten wir – bewusst oder unbewusst – wie andere auftreten: Wer bringt Gedanken auf den Punkt? Wer hört zu? Wer argumentiert überzeugend? Wer behält bei Widerspruch die Ruhe? 
Selbstsicherheit beeinflusst deshalb die berufliche Wirkung. Wer aus Angst vor Kritik schweigt, kann fachlich brillant sein und trotzdem kaum wahrgenommen werden. Wer hingegen jede Diskussion mit einem 20-minütigen Monolog kapert, wirkt zwar sichtbar, aber selten souverän.
Psychologisch spielt unter anderem die Erwartung sozialer Bewertung eine Rolle. Sobald wir befürchten, uns zu blamieren, abgelehnt oder negativ beurteilt zu werden, steigt die innere Anspannung. Die Aufmerksamkeit wandert von der Sache zu uns selbst: „Wie wirke ich?“, „War das jetzt dumm?“, „Was denken die anderen?“
Ausgerechnet diese Selbstbeobachtung kann uns zusätzlich blockieren. Besser ist es, die Aufmerksamkeit wieder dorthin zu lenken, wo sie hingehört: auf das Thema und den eigenen Beitrag dazu.

So zeigen Sie sich selbstsicher im Meeting: fünf Strategien für einen starken Auftritt in Sitzungen

Selbstsicheres Auftreten bedeutet nicht, ständig zu reden. Es bedeutet, im richtigen Moment das Richtige zu sagen – klar, verständlich und mit angemessener Bestimmtheit. Das lässt sich trainieren. Kleine Veränderungen bei Vorbereitung, Sprache und Verhalten können die eigene Wirkung deutlich verbessern. Und nein: Sie müssen dafür weder auf den Tisch hauen noch das Flipchart an sich reißen.

 

Besprechung Sitzung Tisch von oben / Foto: TELOS - 00047cv
Warten Sie nicht auf den perfekten Satz: geben Sie guten Ideen eine Stimme!
Schnappschuss aus einem unserer Seminare über Kommunikation.
Foto: TELOS

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Praxistipp 1: Sprechen Sie früh

Je länger Sie schweigen, desto größer kann die innere Einstiegshürde werden. Nach 40 Minuten fühlt sich ein erster Beitrag plötzlich an wie eine Regierungserklärung. Melden Sie sich deshalb möglichst früh mit einer Frage, Ergänzung oder kurzen Stellungnahme zu Wort. Damit haben Sie die erste psychologische Hürde bereits genommen. Positive Praxisbeispiele:
– Zu Beginn eine sachliche Rückfrage stellen.
– Eine Information aus dem eigenen Bereich ergänzen.
– Einen bereits genannten Punkt kurz unterstützen.
– Eine offene Frage in die Runde geben.
– Einen wichtigen Aspekt frühzeitig einbringen.

Praxistipp 2: Bereiten Sie Ihren Kernsatz vor

Gehen Sie nicht nur mit Unterlagen ins Meeting, sondern auch mit einer Position. Was ist heute Ihr wichtigster Punkt? Was soll am Ende entschieden sein? Welche Empfehlung vertreten Sie? Wer seinen Kernsatz kennt, muss ihn unter Druck nicht erst zwischen Tagesordnungspunkt vier und dem dritten Kaffee erfinden. Positive Praxisbeispiele:
– „Für unser Team ist Variante B die praktikabelste Lösung.“
– „Wir brauchen heute eine Entscheidung zum Termin.“
– „Aus Kundensicht sehe ich dabei ein wesentliches Risiko.“
– „Mein Vorschlag ist, zunächst einen Pilotversuch zu starten.“
– „Für die Umsetzung benötigen wir zusätzliche Ressourcen.“

Praxistipp 3: Machen Sie kurze Sätze

Nervosität produziert gerne sprachliche Endlosschleifen: „Also ich würde vielleicht eventuell noch ergänzen wollen, wobei ich natürlich nicht weiß …“ Bis der eigentliche Gedanke kommt, haben drei Kollegen innerlich Feierabend. Kurze Sätze wirken klarer. Streichen Sie unnötige Abschwächungen und kommen Sie zum Punkt. Wer etwas zu sagen hat, darf einen Punkt machen. Auch grammatikalisch. Positive Praxisbeispiele:
– Statt „Ich wollte nur kurz …“: „Ich möchte einen Punkt ergänzen.“
– Statt „Vielleicht könnte man eventuell …“: „Ich schlage vor …“
– Statt „Ich weiß nicht, ob das relevant ist …“: „Ein Aspekt ist dabei wichtig.“
– Statt langer Vorreden zuerst die Kernaussage nennen.
– Nach dem wichtigsten Argument bewusst eine Pause machen.

Praxistipp 4: Widersprechen Sie, ohne Krieg zu erklären

Souveränität zeigt sich besonders dann, wenn andere anderer Meinung sind. Ein Widerspruch ist kein persönlicher Angriff. Er gehört zu professionellen Entscheidungsprozessen. Bleiben Sie bei der Sache, zeigen Sie, welchen Punkt Sie nachvollziehen können, und formulieren Sie anschließend Ihre abweichende Einschätzung. Positive Praxisbeispiele:
– „Den ersten Punkt teile ich. Bei der Umsetzung sehe ich es anders.“
– „Ich verstehe das Argument, komme aber zu einem anderen Ergebnis.“
– „Dazu möchte ich eine Gegenposition einbringen.“
– „Aus meiner Erfahrung spricht ein Punkt gegen diese Lösung.“
– „Bevor wir entscheiden, sollten wir dieses Risiko noch prüfen.“

Praxistipp 5: Holen Sie sich das Wort zurück

Sie sprechen – und jemand fällt Ihnen ins Wort. Viele Menschen verstummen dann automatisch. Besonders in hierarchisch geprägten Gruppen oder gegenüber sehr dominanten Gesprächspartnern passiert das schnell. Sie dürfen Ihren Gedanken freundlich zu Ende bringen. Ohne Drama, ohne Schwertkampf. Positive Praxisbeispiele:
– „Einen Moment bitte, ich möchte den Gedanken noch abschließen.“
– „Ich komme gleich zu Ihrem Punkt.“
– „Lassen Sie mich den Satz bitte noch beenden.“
– „Dazu gerne gleich – vorher noch mein letzter Punkt.“
– Nach einer Unterbrechung ruhig wieder an den eigenen Satz anknüpfen.

 

Selbstsicher im Meeting
Mund auf im Meeting: jetzt mitreden statt hinterher ärgern!
Schnappschuss aus einem unserer Trainings
Foto: TELOS

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Machen Sie Ihre Meinung selbstsicher im Meeting hörbar, statt in die Verzagtheitsfalle zu tappen

Warum verhalten sich kompetente Menschen in Besprechungen manchmal so ungeschickt? Weil Meetings mehrere psychologische Anforderungen gleichzeitig stellen: Wir müssen zuhören, Informationen verarbeiten, spontan formulieren, soziale Signale wahrnehmen und gleichzeitig einschätzen, wann ein Beitrag sinnvoll ist. Kommt die Angst vor Bewertung hinzu, steigt die Belastung. Dann greifen wir gerne auf drei Strategien zurück, die kurzfristig bequem und langfristig wenig hilfreich sind.

Fehler 1: Schweigen, bis der perfekte Satz kommt

Sie haben einen Gedanken, formulieren ihn innerlich, verbessern ihn, prüfen mögliche Einwände – und währenddessen ist die Diskussion drei Tagesordnungspunkte weiter. Perfektionismus ist ein ausgezeichneter Gesprächsverhinderer. Typisch tritt das bei Menschen auf, die fachlich sehr genau arbeiten und deshalb auch spontan nur „fertige“ Gedanken äußern möchten.
Besser: Erlauben Sie sich Beiträge, die gut statt perfekt sind. „Ich habe dazu einen ersten Gedanken“ verschafft Ihnen sogar sprachlich den nötigen Spielraum. Meetings sind schließlich keine Veröffentlichung in einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift.

Fehler 2: Lautstärke mit Kompetenz verwechseln

Manche Menschen versuchen das gegenteilige Programm: viel reden, häufig unterbrechen, jeden Punkt kommentieren. Sichtbarkeit? Garantiert. Wirkung? Durchaus fraglich. Dominantes Verhalten kann dazu führen, dass ruhigere Teammitglieder ihre Ideen zurückhalten. Damit verliert das Unternehmen möglicherweise wertvolle Informationen und Perspektiven.
Besser: Verbinden Sie Klarheit mit Zuhören. Bringen Sie Ihren Punkt ein und geben Sie anschließend Raum. Souveräne Menschen müssen nicht jeden Satz gewinnen.

Fehler 3: Nach dem ersten Widerspruch einknicken

Sie präsentieren einen Vorschlag. Jemand sagt: „Das sehe ich völlig anders.“ Und schon beginnt der Rückzug: „Ja, war ja nur eine Idee …“ Wer beim ersten Gegenargument die eigene Position räumt, signalisiert wenig Vertrauen in die eigene Einschätzung. Besonders problematisch ist das, wenn relevante Risiken oder Fachinformationen dadurch untergehen.
Besser: Fragen Sie nach, prüfen Sie das Gegenargument und antworten Sie sachlich. Vielleicht hat der andere recht. Vielleicht auch Sie. Genau deshalb gibt es die Diskussion.

 

Selbstsicher im Meeting Sitzungssimulator Gruppe Sitzungsleiterin Tisch ernst skeptisch / Foto: TELOS - E9696bo
Souverän im Leben, selbstsicher gegenüber Vorgesetzten!
Schnappschuss aus einem unserer Trainings
Foto: TELOS

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Selbstsicher im Meeting: Wer mitredet, kann mitgestalten

Machen Sie Ihre Meinung hörbar und seien Sie selbstsicher im Meeting! Das bedeutet nicht, möglichst viel Redezeit zu erobern. Entscheidend ist die Fähigkeit, den eigenen fachlichen Beitrag zum richtigen Zeitpunkt einzubringen. Dazu gehören Vorbereitung und Klarheit ebenso wie Zuhören, respektvoller Widerspruch und der Mut, einen Gedanken auch dann zu vertreten, wenn nicht sofort alle begeistert nicken. Für Führungskräfte bekommt dieses Thema noch eine zweite Dimension. Sie müssen nicht nur selbst souverän auftreten, sondern eine Gesprächskultur schaffen, in der auch andere zu Wort kommen. Wenn immer dieselben zwei Personen 80 Prozent der Redezeit beanspruchen, erhält die Führungskraft zwar viel Information – nur möglicherweise nicht die beste.
Unterschiedliche Perspektiven verbessern die Qualität von Diskussionen und können Fehlentscheidungen verhindern. Deshalb lohnt es sich, ruhigere Mitarbeitende gezielt einzubeziehen, dominante Teilnehmer freundlich zu begrenzen und Widerspruch ausdrücklich zuzulassen.
Und für Mitarbeitende gilt: Ihre fachliche Kompetenz hat für das Unternehmen nur dann ihren vollen Wert, wenn relevante Informationen, Ideen und Bedenken tatsächlich in die Diskussion gelangen.
Beginnen Sie klein. Sprechen Sie im nächsten Meeting früh. Bereiten Sie einen Kernsatz vor. Formulieren Sie einen Widerspruch klar. Holen Sie sich nach einer Unterbrechung das Wort zurück. Mit jeder gelungenen Erfahrung wächst die Sicherheit – und aus „Eigentlich hätte ich auch etwas sagen wollen“ wird zunehmend „Dazu habe ich einen Vorschlag“.

 

Selbstsicher im Meeting
Den eigenen Beitrag klar formulieren – auch bei Gegenwind!
Schnappschuss aus unserem Training „Im Sitzungsimulator“
Foto: TELOS

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Souveränität im Meeting lässt sich trainieren

Sicheres Auftreten in Besprechungen ist erlernbar. Professionelle Trainings und Coachings bieten die Möglichkeit, reale Situationen zu simulieren, eigene Kommunikationsmuster zu erkennen und neue Verhaltensweisen ohne berufliches Risiko auszuprobieren. Besonders wertvoll ist konkretes Feedback: Wie wirke ich? Spreche ich klar? Setze ich mich durch? Höre ich ausreichend zu?

Der vielhundertfach bewährte Weg zu mehr Sicherheit:

TELOS begleitet Führungskräfte, Unternehmer und Mitarbeitende seit über 30 Jahren bei der Entwicklung solcher Kompetenzen. Wir arbeiten mit aktuellen psychologischen und kommunikativen Methoden, entwickeln maßgeschneiderte Trainings für die jeweilige Organisation und überprüfen den Lernerfolg anhand klar definierter Ziele. Kunden erleben beispielsweise kürzere und klarere Wortbeiträge, mehr Sicherheit bei Widerspruch, konstruktivere Diskussionen und eine stärkere Beteiligung bisher zurückhaltender Teammitglieder. Gute Meetings brauchen schließlich nicht mehr Gerede. Sie brauchen mehr gute Beiträge.

Schild Hilfe Wirbel Strudel Wasser Meer / Foto und Grafik: TELOS - 05834bSo helfen unsere persönlichen Beratungen & Coachings  >>

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Mag. Magdalena Gasser
Institutsleitung | Personalentwicklung | Coaching