
Was andere geschafft haben, können SIE auch!
Beschäftigen wir uns doch einmal mit der brennenden Frage, ob man für selbstsicheres Auftreten geboren sein muss, oder ob man ein gutes Selbstwertgefühl auch lernen kann. Denn immer wieder hört man ja landauf, landab die resigniert geäußerte Meinung: „Ich bin so unsicher, aber da kann man nix machen, ich war immer schon so …“ Und oft auch: „Ich traue mich nicht den Mund auf zu machen, aus Angst, etwas Falsches zu sagen, da bin ich lieber still und sage gar nichts! Ich kann halt nicht aus meiner Haut. Ich war schon als Kind so schüchtern, ich bin eben so geboren, da ändert sich nichts …“ Oder: „Ja, andere haben’s gut, ich komme nie auf einen grünen Zweig, weil ich viel zu unsicher bin, aber das kann ich nicht ändern …“ Oder gar solche Sätze: „Früher ging es ja noch, aber seit einiger Zeit wird meine Unsicherheit immer schlimmer. Ich habe schon alles mögliche probiert, aber bei mir hilft nichts, ich bin ein hoffnungsloser Fall …“ Alles falsch: Niemand ist ein hoffnungsloser Fall, Selbstsicherheit lernen ist möglich, hunderte Menschen haben es selbst erlebt!
Beschäftigen wir uns mit einer Frage, die im beruflichen Alltag besonders wichtig ist: Muss man für selbstsicheres Auftreten geboren sein – oder kann man Selbstsicherheit lernen? Gerade im Job hören wir immer wieder Sätze wie: „Ich traue mich im Meeting nicht, etwas zu sagen.“ Oder: „Bei kritischen Fragen werde ich sofort unsicher.“ Manche vermeiden es, vor Gruppen zu sprechen, eigene Ideen einzubringen, Grenzen zu setzen oder Vorgesetzten zu widersprechen. Andere zweifeln an ihrer Kompetenz, obwohl sie fachlich längst überzeugen.
Schnell entsteht dann der Eindruck: „Ich bin eben so“ oder „bei mir hilft nichts, ich bin ein hoffnungsloser Fall …“ Alles falsch: Niemand ist ein hoffnungsloser Fall, jeder kann Selbstsicherheit lernen! Selbstsicherheit ist keine unveränderliche Persönlichkeitseigenschaft. Sicheres Auftreten, klare Kommunikation und ein stabiles Selbstwertgefühl lassen sich entwickeln und trainieren.
Wie oft entmutigen wir uns selbst mit Gedanken wie: „Das kann ich nicht.“ – „Die anderen sind sicherer als ich.“ – „Bestimmt sage ich etwas Falsches.“ – „Ich bin für solche Situationen einfach nicht gemacht.“ Je öfter wir solche Sätze wiederholen, desto stärker beeinflussen sie unser Verhalten. Im Meeting melden wir uns nicht zu Wort. Im Kundengespräch argumentieren wir vorsichtiger als nötig. Bei einer Präsentation konzentrieren wir uns mehr auf mögliche Fehler als auf unsere Botschaft. So entsteht leicht ein Kreislauf, in dem Unsicherheit sich selbst bestätigt.
Kann man daran tatsächlich nichts verändern? Einmal unsicher – immer unsicher? Wer sich bisher bei Präsentationen, Besprechungen oder schwierigen Gesprächen zurückgehalten hat, muss das für immer tun? Natürlich nicht. Selbstsicherheit ist erlernbar, sicheres Auftreten trainierbar. Dafür braucht es Zeit, Übung und die Bereitschaft, vertraute Verhaltensweisen Schritt für Schritt zu verändern. Wer immer wieder neue Erfahrungen macht, erweitert sein eigenes Verhaltensrepertoire – und erlebt, dass vieles möglich wird, was vorher noch schwierig erschien.

Bild: Sicherheit statt Angst – manche bringen sie bereits mit, andere können sie entwickeln.
Aufnahme aus einem unserer Seminare im Hochseilgarten.
Foto TELOS
Immer wieder erleben wir in Seminaren und Coachings Menschen, die überzeugt waren, niemals wirklich selbstsicher auftreten zu können. Führungskräfte, Mitarbeitende, Unternehmerinnen und Unternehmer aus ganz unterschiedlichen Branchen und Positionen. Viele zweifelten zunächst an sich selbst: Sie vermieden Konflikte, hielten sich in Meetings zurück, hatten Angst vor Präsentationen oder fühlten sich im Gespräch mit Vorgesetzten und Kunden schnell verunsichert. Durch Training, Feedback und neue Erfahrungen haben viele von ihnen gelernt, klarer zu kommunizieren, souveräner aufzutreten und die eigenen Fähigkeiten bewusster einzusetzen. Unabhängig von Alter, beruflicher Position oder persönlicher Ausgangslage kann Selbstsicherheit Schritt für Schritt wachsen.
Viele Teilnehmende haben am Ende ihres Veränderungsprozesses schriftlich festgehalten, was sich für sie verändert hat. Einige dieser Aussagen haben wir gesammelt. Sie zeigen: Mehr Selbstsicherheit bedeutet nicht, plötzlich laut, dominant oder unangreifbar zu werden. Vielmehr geht es darum, die eigene Position ruhig vertreten zu können, Entscheidungen zu treffen, mit Kritik umzugehen und anderen auf Augenhöhe zu begegnen. Entdecken Sie hier trostreiche Sätze von Menschen, die es geschafft haben und lesen Sie Sätze, die Mut machen:


Bild: Dieses Arbeitsbuch in gebundener Form.
Texte, Fotos und Grafik: TELOS
Dieses Angebot ist im Rahmen unserer Artikelserie in den öffentlichen Medien für begrenzte Zeit kostenlos freigeschaltet. Sämtliche 6 Bände dieses Lernthemas und einen Überblick über viele weitere aktuelle Themen bekommen Sie auf unserer Website: folgen Sie dem Link Homelearning >>
Niemand muss in Unsicherheit stecken bleiben. Selbstsicherheit lässt sich entwickeln. Wer klarer kommunizieren, sich in Meetings häufiger zu Wort melden, souveräner mit Kritik umgehen oder bei Präsentationen sicherer auftreten möchte, kann gezielt daran arbeiten. Unser heutiger Tipp ist nur ein Baustein auf diesem Weg. Weitere Übungen, Trainings und Impulse können helfen, die eigene Wirkung bewusster wahrzunehmen und die persönliche Sicherheit Schritt für Schritt auszubauen.
Besonders wirksam ist professionelles Training und Coaching. Führungskräfte und Mitarbeitende können dabei konkrete Situationen aus ihrem Berufsalltag bearbeiten, neues Verhalten ausprobieren und direktes Feedback erhalten. So lässt sich Selbstsicherheit dort entwickeln, wo sie im Beruf gebraucht wird: im Meeting, im Kundengespräch, bei Präsentationen, in Konflikten, gegenüber Vorgesetzten oder bei wichtigen Entscheidungen. Professionelle Begleitung unterstützt dabei, eigene Stärken bewusster einzusetzen und neue Verhaltensweisen nachhaltig zu festigen.


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Mag. Magdalena Gasser
Institutsleitung | Personalentwicklung | Coaching