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Voll gegen die Wand: Wie Sie Ihre Verkäufe prima bremsen!

Fitte Führung: fiese Fallen & gute Gegenmittel

Schluss mit dem lästigen Verkauf!

„Alle im Unternehmen schimpfen auf uns Verkäufer. Dabei versuchen wir Außendienstler bloß die Wünsche unserer Kunden bestmöglich zu erfüllen. Das ist doch unsere Aufgabe! Sollen doch die von der Arbeitsvorbereitung sich besser organisieren, die in der Produktion doch schneller tun und die im Einkauf früher denken! Sonst werden wir die Verkäufe prima bremsen!“

7 goldene Regeln, wie Sie als Außendienstler Ihre Veräufe prima bremsen! 

Verkäufe prima bremsen will gelernt sein! Für gewiefte Vertreter, Kundenberater und Verkäufer gibt es zum Glück hilfeiche Tipps, lesen Sie selbst:

    1. Wenn Kunden anfragen, melden Sie sich nicht gleich zurück. So zeigen Sie souverän, dass Sie ein viel beschäftigter Fachmann sind. Das schafft Vertrauen.
    2. Hören Sie nicht auf die Wünsche des Kunden, Sie sind Verkäufer, nicht Psychiater.
    3. Reden Sie möglichst viel und loben Sie Ihr Produkt. Wenn er schon was will, soll er gefälligst zuhören.
    4. Bieten Sie ja keine Alternative an. Das bringt den Kunden nur in Verwirrung und lenkt ihn ab.
    5. Der Kunde hat grundsätzlich unrecht. Sie wissen es besser, schließlich sind Sie der Fachmann!
    6. Wenn Sie den Preis nennen, machen Sie anschließend eine würdevolle, inhaltsschwere Pause. Sie tragen für diesen enormen Preis nicht Schuld und er kann sich dieses Produkt ohnehin nicht leisten.
    7. Wenn Ihr Kunde trotz aller Ihrer Bemühungen sich für Ihr Produkt entschieden hat und unbedingt kaufen will, bremsen Sie ihn mit diesem Geheimtrick: liefern Sie ihm jetzt noch schnell vor der Unterschrift viele völlig andere Alternativ-Angebote. Da möge er erst mal in Ruhe darüber nachdenken.

Sie werden sehen, so kommen Sie ganz ohne Abschluss herrlich frei und ungebunden nach Hause, alle sind wunderbar entlastet und die ganze Firma kann sich zurücklehnen, da endlich Schluss ist mit der lästigen Arbeit.

 

Verkäufe prima bremsen
Verkäufe prima bremsen heißt Geschäftserfolg prima bremsen. Schlechte Idee.
Bessere Idee: Abschluss erleichtern statt Kunden verwirren!
Spruch und Grafik: TELOS

Verkäufe prima bremsen? Nö, 7 Praxistipps, wie Außendienst, Vertreter und Verkäufer besser verkaufen!

Guter Verkauf beginnt nicht mit Druck, sondern mit Interesse. Nicht mit langen Produktreden, sondern mit guten Fragen. Und nicht mit dem schnellen Abschluss um jeden Preis, sondern mit echtem Nutzen für den Kunden. Wer im Außendienst, in der Beratung oder im Verkauf erfolgreich sein will, braucht daher mehr als Fachwissen: Es braucht Aufmerksamkeit, Klarheit, Verlässlichkeit und ein gutes Zusammenspiel mit dem Innendienst.

1. Schnell reagieren – und Verlässlichkeit zeigen

Wenn Kunden anfragen, ist eine rasche Rückmeldung oft schon der erste Verkaufsimpuls. Wer zeitnah reagiert, zeigt: „Ihr Anliegen ist mir wichtig.“ Das schafft Vertrauen, noch bevor über Produkte, Preise oder Leistungen gesprochen wird. Ein Kunde fragt zum Beispiel per Mail nach einem Angebot. Statt erst nach drei Tagen mit allen Details zu antworten, genügt oft eine kurze Zwischenmeldung:
• „Vielen Dank für Ihre Anfrage. Ich kläre die Details intern ab und melde mich morgen bis 12 Uhr mit einem konkreten Vorschlag.“
So fühlt sich der Kunde ernst genommen und weiß, woran er ist.

2. Erst verstehen, dann verkaufen

Kunden kaufen selten nur ein Produkt. Sie suchen eine Lösung für ein Problem, eine Erleichterung im Alltag, mehr Sicherheit, Zeitersparnis oder eine bessere Wirkung bei ihren eigenen Kunden. Gute Verkäufer hören deshalb zuerst genau hin, bevor sie beraten. Hilfreiche Fragen sind zum Beispiel:
„Was ist Ihnen bei dieser Lösung besonders wichtig?“
„Welche Erfahrungen haben Sie bisher gemacht?“
„Wo liegt aktuell die größte Herausforderung?“
„Was müsste passieren, damit Sie am Ende sagen: Das war die richtige Entscheidung?“
Wer so fragt, verkauft nicht ins Blaue hinein, sondern bietet gezielt an, was wirklich passt.

3. Nutzen statt Produktmonolog

Natürlich müssen Verkäufer ihr Produkt kennen. Aber Kunden interessiert vor allem, was dieses Produkt für sie konkret verbessert. Statt alle technischen Details aufzuzählen, ist es wirkungsvoller, den Nutzen in die Sprache des Kunden zu übersetzen. 
Also nicht nur technische Beschreibung: „Dieses System hat eine neue Steuerung und drei zusätzliche Funktionen.“
Sondern Kundennutzen hervorheben:„Für Sie bedeutet das: Ihre Mitarbeiter sparen bei der Bedienung Zeit, Fehler werden reduziert und Sie können schneller auf Kundenwünsche reagieren.“
Guter Verkauf macht den Nutzen sichtbar.

4. Orientierung geben, statt mit Möglichkeiten überfordern

Alternativen sind hilfreich, wenn sie klar strukturiert sind. Zu viele Optionen verwirren jedoch und erschweren die Entscheidung. Besser ist es, dem Kunden zwei oder drei sinnvolle Varianten zu zeigen und diese gut einzuordnen. Beispiel:
• „Ich sehe für Sie drei gute Möglichkeiten: Die Basislösung ist sinnvoll, wenn Sie vor allem Kosten sparen möchten. Die Komfortlösung passt, wenn Sie mehr Flexibilität brauchen. Die Premiumlösung empfehle ich, wenn Sie langfristig erweitern möchten.“
So erlebt der Kunde den Verkäufer nicht als Drücker, sondern als Berater, der Sicherheit gibt.

5. Einwände ernst nehmen – und konstruktiv klären

Wenn ein Kunde zweifelt, ist das kein Angriff. Einwände zeigen oft, dass der Kunde interessiert ist, aber noch Sicherheit braucht. Gute Verkäufer widersprechen nicht sofort, sondern greifen den Einwand auf und klären ihn sachlich. Beispiele:
• Kunde: „Das ist aber teuer.“ Verkäufer: „Ja, der Preis ist ein wichtiger Punkt. Darf ich kurz zeigen, wodurch sich die Investition zusammensetzt und wo für Sie der konkrete Mehrwert liegt?“
• Oder: „Womit vergleichen Sie den Preis aktuell?“
So bleibt das Gespräch respektvoll und lösungsorientiert.

6. Den Preis selbstbewusst nennen – und den Wert begründen

Wer beim Preis unsicher wird, überträgt diese Unsicherheit auf den Kunden. Der Preis sollte ruhig, klar und ohne Rechtfertigung genannt werden. Wichtig ist, ihn mit dem Nutzen, der Qualität und dem konkreten Kundenbedarf zu verbinden. Beispiel:
• „Die Investition liegt bei 4.800 Euro. Darin enthalten sind die Beratung, die Anpassung an Ihre Anforderungen, die Einschulung Ihrer Mitarbeiter und der technische Support in der Startphase.“
So steht nicht nur eine Zahl im Raum, sondern der Kunde versteht, wofür er bezahlt.

7. Den Abschluss erleichtern – nicht wieder verunsichern

Wenn der Kunde kaufbereit ist, braucht er Klarheit, keinen neuen Options-Dschungel. Gerade kurz vor der Entscheidung sollten Verkäufer nicht plötzlich weitere Alternativen ins Spiel bringen, sondern den nächsten Schritt einfach und konkret machen. Beispiele:
• „Aus meiner Sicht passt Variante B am besten zu Ihren Anforderungen. Wollen wir diese Lösung so festhalten und den Starttermin für Anfang März einplanen?“
• Oder: „Wenn das für Sie stimmig ist, bereite ich die Auftragsbestätigung vor und reserviere gleich den Liefertermin.“
Ein guter Abschluss ist keine Überrumpelung, sondern eine klare Einladung zur Entscheidung.

 


Erst verstehen, dann überzeugend verkaufen.
Schnappschuss aus einem unserer Trainings für Profi-Verkäufer.
Foto: TELOS

Klar, 7 Tipps sind noch nicht die ganze Wahrheit.

In Wahrheit sind die Tricks der Profis Legion: Moderne Verkaufstechnik kennt Hunderte und Tausende von Hilfsmitteln, Werkzeugen und Strategien. Fangen Sie einfach mit den Tools an, von denen Sie sich den meisten Nutzen versprechen. Wenn Sie an diesen Verkaufsrezepten arbeiten, haben Sie auf jeden Fall einen guten Start hingelegt. Damit können sie die „wahren Wünsche“ Ihres Kunden in „Warenwünsche“ umwandeln. Und das ist ja wohl das Ziel Ihrer Verkaufsaktivitäten!

Statt Verkäufe prima bremsen: Verkauf heißt Teamarbeit!

Damit Außendienst, Innendienst, Arbeitsvorbereitung, Einkauf, Produktion und Zustellung gut zusammenspielen, braucht es klare Abläufe und eine offene Kommunikation. Der beste Verkauf nützt wenig, wenn intern Informationen fehlen, Termine unrealistisch sind oder Abteilungen gegeneinander arbeiten. Deshalb lohnt es sich, regelmäßig gemeinsam zu prüfen:
• Wo
entstehen Reibungsverluste?
• Welche Informationen braucht der Innendienst vom Außendienst?
• Welche Zusagen sind realistisch?
• Wie können Kundenwünsche schneller und zuverlässiger weitergegeben werden?
• Und wie gelingt es, dass alle Beteiligten nicht gegeneinander, sondern miteinander arbeiten?
Denn erfolgreicher Verkauf endet nicht mit der Unterschrift. Er zeigt sich erst dann wirklich, wenn der Kunde am Ende zufrieden ist — mit der Beratung, mit der Lieferung, mit der Leistung und mit dem Gefühl: „Bei diesem Unternehmen bin ich gut aufgehoben.“

Zusammenarbeit statt Verkäufe prima bremsen!

Sollten Sie überzeugt sein, dass Ihr Außendienst gute Arbeit leistet und der Haken im Zusammenspiel mit dem Innendienst liegt, dann lassen Sie sich etwas einfallen. Geben Sie alle Arbeitsabläufe auf den Prüfstand: von Verkauf bis Zustellung. Wo lässt sich die Effizienz steigern, wo kann Digitalisierung helfen? Und arbeiten Sie permanent an der positiven Kommunikation zwischen den Beteiligten: erweitern Sie das Verständnis der einzelnen Abteilungen füreinander und verbessern Sie die Kooperationsbereitschaft untereinander.

Verkaufen kann man lernen – souverän, klar und wirksam

Souveräner Verkauf ist kein Zufall, sondern trainierbar. Mit professioneller Weiterbildung gewinnen Außendienst, Kundenberatung und Innendienst mehr Sicherheit, bessere Gesprächsführung und klarere Abläufe. TELOS-Seminare, Trainings und Coachings haben bei Kunden etwa zu mehr Abschlussstärke, selbstbewusster Preisargumentation, besserer Einwandbehandlung und reibungsloserer Zusammenarbeit geführt. Mit über 30 Jahren Erfahrung, aktuellen Methoden und maßgeschneiderten Maßnahmen entwickeln wir praxisnahe Lösungen mit genauer Lernerfolgskontrolle.


Erst beim Abschluss zeigt sich, ob das Verkaufsgespräch erfolgreich war.
Schnappschuss aus einem unserer Verkaufstrainings.
Foto: TELOS

Die TELOS.Expertenbox

Guter Verkauf bremst nicht, sondern schafft Klarheit: Wer schnell reagiert, gezielt fragt, Nutzen übersetzt und intern gut zusammenarbeitet, macht Kundenentscheidungen leichter.

Profihilfe für die Wirtschaft

Gezielte Trainings, Seminare und Coachings – gut für Ihre Kunden, hilfreich für Ihr Unternehmen:

Verkauf Messe Vorführung / Foto: TELOS - IMG_0476vbGEinige unserer Seminare zu Verkauf und Verhandlung  >>

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Mag. Magdalena Gasser
Institutsleitung | Personalentwicklung | Coaching

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